St. Pölten Konkret

Kleine Welt ganz groß

21.12.2016, von Marketing St. Pölten

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Im Bild (1/2): Eisenbahnfans: Günther Draxler, Walter Koppensteiner, Franz Trauner, Helmut Izaak, Franz Grabenhofer, Ronald Weinzettl, Herbert Hadek, Martin Frühwirth, Michael Wassibauer, Franz Pittner, Ingo Hanke, Johannes Friz, Wolfgang Hikl. (privat)
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Im Bild (2/2): (privat)

Das sind spannende und interessante Stunden: Die riesige Modelleisenbahnanlage des PSV kann am Samstag, 24. Dezember, noch von 10 bis 13.30 Uhr besichtigt werden.

Im Dachgeschoß des Stadtpolizeikommandos ist eine eigene Welt aufgebaut: Dort lassen die Mitglieder der Sektion Modellbau des Polizeisportverbandes die Mariazellerbahn rollen, den Railjet düsen oder die Semmeringbahn über ein Viadukt Richtung Voralpen fahren. 100 Züge durchqueren die Landschaft, befahren rund 700 Meter Schienen — alles im Maßstab 1:87. „Mehr als die Hälfte der Geleise ist unterirdisch in Schattenbahnhöfen verlegt“, erklärt Ingo Hanke, Obmann der Sektion Modellbau des Polizeisportverbandes, „daher können wir mit jeder Lok an jeden beliebigen Ort unserer Anlage fahren.“ Das erfordert natürlich logistische Überlegungen, denn die Anlage wird analog betrieben — mit digitaler Unterstützung beim Bremsen und Beschleunigen. „Wir müssen unser Hirnkastl anstrengen dabei — das macht Spaß. Und auch das Trainieren der Feinmotorik. Das tritt ja heutzutage eher in den Hintergrund“, erklärt der Arzt seine Motivation für die Modell-Eisenbahn.
Dazu kommt die Vielfalt der Tätigkeit, ergänzt Ronald Weinzettl: „Wir sind Landschaftsarchitekten, Häuslbauer, Elektroniker, trainieren unser räumliches Vorstellungsvermögen und tauchen ein in eine heile Welt im Maßstab 1:87. Das ist entspannend, da vergisst du alle deine privaten Sorgen!“. Natürlich ist auch das Gemeinschaftserlebnis mit Gleichgesinnten ein Motiv, jeden Mittwoch zu den Vereinsabenden zu kommen und weiterzubauen an der Anlage.
„Wir freuen uns über neue Mitglieder“, wirbt Ingo Hanke für sein kreatives Hobby, „auch Frauen sind herzlich willkommen.“ Übrigens kann jeder, der seine Züge im Zweileitersystem durch das Wohnzimmer düsen lässt, zum seit 1985 bestehenden Klub kommen und dort mitfahren.
Gusto holen können sich Eisenbahnfreunde und ihr Nachwuchs noch am Samstag, 24. Dezember, von 10 bis 13.30 Uhr, beim traditionellen Tag der offenen Tür der Modellbauer. An die 300 Besucher haben die Gelegenheit zum „Zugschauen“ jedenfalls schon vergangenes Wochenende genutzt, freuen sich Ingo Hanke und Kollegen.


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