St. Pölten Konkret

Ausstellung im Stadtmuseum zum Schicksal zweier St. Pöltner im 1. Weltkrieg

17.11.2016, von Martin Koutny

zwei st. pöltner im 1. weltkrieg anton-rath pr
Im Bild (1/2): Im Stadtmuseum beleuchtet eine Ausstellung das Schicksal von Anton Rath im 1. Weltkrieg. (Foto: Stadtmuseum St. Pölten)
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Im Bild (2/2): Der St. Pöltner Leopold Ruthner kehrte aus der italienischen Kriegsgefangenschaft zurück und wanderte nach Brasilien aus. (Foto: Stadtmuseum St. Pölten)

Die Künstlerin Christa Biedermann hat die Geschichte ihres Verwandten Anton Rath sowie des St. Pöltner Soldaten Leopold Ruthner aufgearbeitet und zu einer Ausstellung geformt.

Der Bruder ihrer Großmutter, Anton Rath, war von 1915 bis 1917 in russischer Kriegsgefangenschaft. Rath fotografierte während seiner Kriegsgefangenschaft in Sibirien, die hochinteressanten Fotografien werden nebst anderen Dokumenten und Urkunden in der Ausstellung gezeigt.

Leopold Ruthner diente bei dem in St. Pölten stationierten Landwehr-Infanterie Regiment Nr. 21 und war unter anderem bei den Kämpfen am Isonzo eingesetzt. Während Rath die Kriegszeit nicht überlebte und 1917 – nur 22-jährig – verstarb, kehrte Ruthner 1919 aus italienischer Kriegsgefangenschaft zurück, nur um sich noch im selben Jahr nach Brasilien einzuschiffen, wo er ein „neues Leben“ beginnen sollte.
Die Ausstellung ist als Ergänzung zur Schau „Aufstieg und Untergang. St. Pölten 1880 bis 1918“ gedacht und wird bis Februar 2017 im Stadtmuseum gezeigt. Die Eröffnung findet am Dienstag, dem 22. November um 18 Uhr im Stadtmuseum statt.
www.stadtmuseum-stpoelten.at

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