St. Pölten Konkret

Bewerbung zur Kulturhauptstadt

15.09.2017, von Thomas Kainz

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Im Bild (1/3): Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner udn Bürgermeister Matthias Stadler gaben heute in einer Pressekonferenz bekannt: St. Pölten bewirbt sich in Partnerschaft mit dem Land NÖ als Kulturhauptstadt 2024. (Foto: NLK Filzwieser)
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Im Bild (2/3): Moderiert von Paul Gessl standen St. Pöltens Bürgermeister und die niederösterreichische Landeshauptfrau den Journalisten Rede und Antwort. (Foto: MSS/Kainz)
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Im Bild (3/3): Gemeinsam wollen Stadt und Land von den Vorzügen überzeugen und die Kulturhaupstadt Europas 2024 nach St. Pölten bringen (Foto: NLK Filzwieser)

St. Pölten bewirbt sich in Partnerschaft mit dem Land Niederösterreich als Kulturhauptstadt Europas 2024.

Das Land Niederösterreich und die Landeshauptstadt St. Pölten vertiefen ihre Zusammenarbeit im Rahmen eines Jahrhundertprojektes: Die Bewerbung der Stadt St. Pölten zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024! Diese partnerschaftliche Kooperation untermauert das gemeinsame Ziel einen wichtigen Impuls für eine nachhaltige Entwicklung der Landeshauptstadt St. Pölten und des Landes Niederösterreich als Region zu erzielen. Nach Graz 2003 und Linz 2009 wird Österreich 2024 zum dritten Mal eine Kulturhauptstadt stellen

„Niederösterreich hat sich in den letzten Jahren national und international als Kulturland einen Namen gemacht. Kunst und Kultur sind zu einem Markenzeichen des Landes geworden, das weit über die Grenzen hinaus strahlt. Mit der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas wollen wir in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Erfolgsgeschichte des Landes Niederösterreich und der Landeshauptstadt St. Pölten fortschreiben und auf eine europäische Dimension heben“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

„Die Bewerbung als Kulturhauptstadt ist ein ähnlicher Meilenstein in der Entwicklung St. Pöltens wie die Entscheidung über die Erhebung zur Landeshauptstadt im Jahr 1986. Ich bin besonders von der Idee überzeugt, die lokalen Vorzüge herauszustreichen und diese international zu präsentieren. Damit wird sichergestellt, dass die Bevölkerung, die Kultureinrichtungen und die regionale Wirtschaft von der Kulturhauptstadt 2024 profitieren werden. Ich bedanke mich besonders bei der Initiative „Kulturhauptstart“ für die bisher geleistete Arbeit. Damit wurde ein wesentlicher Beitrag für das Zustandekommen der Bewerbung geleistet“, hält Bürgermeister Mag. Matthias Stadler fest.

Ein vielfältiges Kulturangebot hat sich entwickelt
Vor 31 Jahren wurde St. Pölten zur Landeshauptstadt. Seither hat sich ein vielfältiges Kulturangebot in St. Pölten entwickelt: angefangen vom eigenen Kulturbezirk mit dem Festspielhaus und dem Museum Niederösterreich über das Landestheater Niederösterreich bis hin zur Bühne im Hof und dem Cinema Paradiso. Erst vor kurzem wurde das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich neu eröffnet, das die Entwicklung Niederösterreichs als zentraleuropäische Region verdeutlicht. Mit der Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas rücken sowohl die Landeshauptstadt als auch das Land Niederösterreich noch stärker in den europäischen Fokus.

Neue Organisationsstruktur
In der ersten Phase der Bewerbung gilt es eine Organisationsstruktur zu schaffen. Aufbauend auf dem professionellen Management Know-How der NÖKU-Gruppe im Kulturbereich wird eine gemeinnützige, kulturelle Betriebsgesellschaft für die Bewerbung gegründet. Die Kosten der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2024 in Höhe von 2,4 Millionen Euro teilen sich Stadt und Land zu gleichen Teilen. Bis Ende 2018 läuft die erste Bewerbungsfrist. Nach der Jurysitzung im Frühjahr 2019 wird eine Shortlist der aussichtsreichsten Bewerber veröffentlicht. Die in die engere Auswahl gekommenen Städte müssen ihre Konzepte danach präzisieren. Die finale Bekanntgabe der Kulturhauptstadt erfolgt im Dezember 2019 durch eine unabhängige und internationale EU - Jury.

Die Prämisse für die Zusammenarbeit von Stadt und Land während der Bewerbungsphase lautet: soziale, touristische, bildungspolitische und wirtschaftliche Aspekte einbeziehen, welche die Grundlage einer städtischen und regionalen Weiterentwicklung bilden. Das Bewerbungskonzept wird unter aktiver Bürgerbeteiligung, insbesondere der regionalen Kreativszene und der Jugend, konzipiert. Die Region rund um St. Pölten soll in dieses Konzept ebenso einbezogen werden. Des Weiteren hat man es sich zum Ziel gesetzt den Zugang zu und die Teilhabe an Kunst und Kultur zu fördern.

Der logische nächste Schritt
In den nächsten zwei Jahren gilt es ein ganzheitliches und nachhaltiges Kulturentwicklungskonzept zu erarbeiten. Die Vielfalt und die europäische Dimension des Kulturangebots, unter anderem durch grenzüberschreitende Projekte, sind Teil einer gemeinsamen Vision. Über all diesen Aspekten steht die Schaffung eines „Kulturentwicklungsplans“, welcher - unabhängig von der Zuschlagserteilung zur europäischen Kulturhauptstadt - in seinen Grundzügen umsetzbar ist. Damit ist gesichert, dass dieses partnerschaftliche Projekt in jedem Fall positive Effekte für die Landeshauptstadt und das Land Niederösterreich haben wird.

Die Bewerbung ist der logische nächste Schritt in der Entwicklung der jüngsten Landeshauptstadt Österreichs und dem größten Bundesland Niederösterreich, die seit dem Fall des Eisernen Vorhanges ins Zentrum Europas gerückt sind. Aufbauend auf einer dynamischen Entwicklung und einem florierenden Kulturleben mit eigenem Kulturbezirk ist St. Pölten im Herzen Niederösterreichs – auf den wesentlichen Verkehrsachsen gelegen - prädestiniert für eine Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2024.

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