St. Pölten Konkret

Jakob-Prandtauer-Preis 2018 verliehen

28.02.2018, von Andrea Jäger

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Im Bild (1/1): Der neue Jakob-Prandtauer-Preisträger DI Norbert Steiner mit Gattin Michaela und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler (Foto: Josef Vorlaufer)

Am 27. Februar wurde der Jakob-Prandtauer-Preis, der höchste Kulturpreis der Stadt St. Pölten, an den Architekten und Bildenden Künstler DI Norbert Steiner im Rathaus verliehen.

Der 1967 ins Leben gerufene Jakob-Prandtauer-Preis ist eine Reminiszenz an den großen Barockbaumeister, der das Stadtbild und das Kulturerbe Niederösterreichs entscheidend und nachhaltig geprägt hat. Der Prandtauer-Preis wird auf Grund des Vorschlages einer vom Fachbereich Kultur und Bildung einberufenen Fachjury an Persönlichkeiten verliehen, die entweder aus der Stadt selbst stammen bzw. zu dieser in ihrem Wirken in längerem Kontakt standen und für eine Summe von Leistungen auf einem Gebiet bzw. für ihr Lebenswerk, das dem Ruf der Stadt St. Pölten zur besonderen Ehre gereicht, auszuzeichnen sind.

Der Preis selbst ist ein Ehrenpreis, bestehend aus einer Jakob-Prandtauer-Plakette und einer Verleihungsurkunde, die von Bürgermeister Mag. Matthias Stadler im Beisein zahlreicher Ehrengäste an DI Norbert Steiner am 27. Februar im Rahmen eines Festaktes im Rathaus überreicht wurde.

DI Norbert Steiner
Norbert Steiner ist wie sein großer Vorgänger Jakob Prandtauer, der 300 Jahre vor ihm St. Pölten erstmals entscheidend veränderte und das barocke St. Pölten prägte, Tiroler, auch wenn es der Zufall so wollte, dass er, da sein aus Südtirol stammender Vater sich gerade beruflich in Deutschland aufhielt, 1942 in Bayern das Licht der Welt erblickte.
Nach seinem Architekturstudium an der TU Wien war er ab 1972 in München, vorerst im Stadtentwicklungsreferat, danach im Planungsreferat, schließlich ab 1975 als Leiter der Abteilung „Räumliche Entwicklungsplanung“ tätig und war darüber hinaus Fachberater und Sachpreisrichter bei städtebaulichen Wettbewerben sowie Konsulent und Berater, insbesondere zu Hauptstadtthemen.
1987 wurde Steiner zum Vorstandsvorsitzenden der NÖ Landeshauptstadt Planungsgesellschaft m.b.H. bestellt und als solcher hauptverantwortlich für die Errichtung des Regierungsviertels, das unter ihm zu einem unverwechselbaren, über die Grenzen des Landes hinweg bekannten, qualitätsvollen architektonischen Ensemble geworden ist. Seit 1999 war er oberster Herr über 47 Bahnhöfe in Österreich, wobei auch der Beginn der Neugestaltung des St. Pöltner Bahnhofs in seine ÖBB-Zeit fiel. Ab 2011 im Einsatz als Sanierer des Skylink-Desasters, ist er seit 2013 nunmehr Obmann der Wohnbaugenossenschaft Alpenland, um leistbares Wohnen für einkommensschwache Mitbürger zu sichern.
Wie wichtig die Stadt St. Pölten für Norbert Steiner ist und welch hohen Stellenwert sie in seiner Biographie einnimmt, zeigt sein graphisches Oeuvre – seit jeher reizt den Künstler Norbert Steiner die „Auseinandersetzung“ mit der Stadt, die ihm zur Heimatstadt geworden ist.


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