St. Pölten Konkret

La Bohème getanzt vom Europaballett St. Pölten

20.03.2018, von Elisabeth Preiss

La Boheme
Im Bild (1/1): Tâmara Alves und Cassiano Rodrigues. (Wolfgang Mayer)

La Bohème von Giacomo Puccini, wahrlich die bewegendste und zarteste Liebesgeschichte der Opernliteratur, wird am 28. April um 19 Uhr im Theater des Balletts in St. Pölten neu in Szene gesetzt.

Puccini beschreibt in der Oper La Bohème junge Pariser Künstler des 19. Jahrhunderts, die in ihrem idealistischen Suchen nach dem Weg zum Erfolg und ihrer absoluten Hingabe zu Kunst und Liebe aufgehen. Eine erschütternde Tragödie, die die Sorglosigkeit der jungen Bohème der grausamen Realität des wirklichen Lebens gegenüberstellt. Die dargebotene Performance ist anspruchsvoll und bedarf absoluter Exaktheit, aber dennoch künstlerischer Kreativität und Hingabe.

Michael Fichtenbaum, der Direktor des Europaballetts und Intendant, auf die Frage nach seiner Intention bei diesem Handlungsballett:

„ La Bohème zeigt auf, wie brotlos Kunst sein kann. Die Euphorie und Begeisterungsfähigkeit bewahren sich echte Künstler, weil ihnen kein anderes Leben möglich ist. Die Liebesgeschichte zwischen Mimi und Rudolfo dargestellt von Tâmara Alves und Cassiano Rodrigues zeigt, dass sie durch das künstlerische Dasein gezeichnet sind. Tiefe Liebe, aber auch tiefe Trauer erleben Künstler aufgrund ihrer Gabe meist weitaus intensiver als Menschen ohne künstlerisches Talent. Die Gesellschaft benötigt Kunst um Aktivität, Dynamik und vor allem Fantasie zu erfahren. Eine Gesellschaft ohne Kunst wäre eintönig, unproduktiv und höchst einseitig konservativ. Umso wichtiger ist es, dass die Gesellschaft ihren Künstlern die verdiente Achtung, Wertschätzung und Respekt zollt.“

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