St. Pölten Konkret

Kulturhauptstadt-Bewerbung St. Pölten 2024: Analysephase läuft - Dialogformate kommen

22.03.2018, von Martin Koutny

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Im Bild (1/4): Michael Duscher, Rudolf Scheuvens und Jakob Redl präsentieren die Kultur-Räder als mobile Infostände, die ab sofort in der Stadt unterwegs sind. (Foto: Corina Muzatko)
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Im Bild (2/4): Am 22. März waren die Kultur-Räder bereits am Wochenmarkt am Domplatz im Einsatz. (Foto: Corina Muzatko)
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Im Bild (3/4): Im Dialog mit den BürgerInnen fand man Michael Duscher am 22. März am St. Pöltner Domplatz. (Foto: Corina Muzatko)
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Im Bild (4/4): Die ersten Ideen der BürgerInnen wurden bereits gesammelt. (Foto: Corina Muzatko)

„Jetzt sind die BürgerInnen am Wort“, kündigt Michael Duscher, Geschäftsführer der NÖ Kulturlandeshauptstadt St. Pölten Gmbh, an und freut sich, „dass wir mit dem Verfahrensbüro „Raumposition“ von Univ. Prof. Rudolf Scheuvens und der Imorde Projekt & Kulturberatung Partner gefunden haben, mit denen eine gut vorbereite und intensive Einbindung der Bevölkerung umgesetzt wird“. Das Team um Rudolf Scheuvens überzeugte in einer EU weiten Ausschreibung die Wettbewerbsjury mit einem innovativen, schlüssigen Gesamtkonzept und spannenden Formaten für den Dialog mit der Bevölkerung.

„Eine Kulturhauptstadt versteht sich gleichermaßen als Labor, Experimentierraum und Schaufenster einer nachhaltigen Kultur- und Stadtentwicklung“ verdeutlicht Rudolf Scheuvens und erklärt weiter: „Die Highlights des Prozesses zur Bewerbung werden drei große öffentlichen KulturFOREN darstellen. Die BürgerInnen sollen die Gelegenheit erhalten, in offener und inspirierender Atmosphäre über die weitere Entwicklung des kulturellen Profils der Stadt zu diskutieren: Wie und wo müssen sich St. Pölten und die Region am Weg zur Kulturhauptstadt Europas weiterentwickeln? In einem nächsten Schritt folgt die Konkretisierung der langfristigen Ideen für die Entwicklung des kulturellen Profils der Stadt in der „Kulturstrategie – St. Pölten 2030“ und für konkrete Projekte und Vorhaben einer Kulturhauptstadt Europas 2024 in St. Pölten“.

Das öffentliche „KulturFORUM #1“ wird am 4.4.2018 um 18.00 am Neugebäudeplatz 2-4 stattfinden und unter Mitwirkung der Plattform „KulturhauptSTART“ durchgeführt. Anmeldungen sind ab sofort per Email unter office@st-poelten2024.eu möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Website unter www.st-poelten2024.eu.

KulturTOUR – die mobile Kontaktstelle
„Bereits ab 22.3.2018 werden wir im Rahmen der KulturTOUR mit Fahrrädern, sozusagen als mobile Info-Stände in Form von Lastenfahrrädern die Stadt durchqueren und an verschiedenen Orten präsent sein, um einerseits über den Weg St. Pöltens zur Kulturhauptstadt Europas 2024 zu informieren und andererseits die Meinungen, Vorstellungen und Ideen der Bevölkerung zu sammeln“, erläutert Geschäftsführer Michael Duscher. Eine Auswahl von bereits fixierten Terminen dieser KulturTOUR wird in dem heute ebenfalls präsentierten KulturJOURNAL #1 bekanntgegeben. In diesem Journal, das ab heute verteilt wird, wird jeweils über die KulturFOREN und über den Stand in der inhaltlichen Ausarbeitung der Bewerbung informiert. Der aktuelle „Fahrplan“ findet sich jeweils auch auf der Website www.st-poelten2024.eu

Vom Selbstverständnis zur Vision
Seit ihrer Bestellung im vergangenen Dezember führten Michael Duscher und Projektmanager Jakob Redl bereits eine Vielzahl von Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Kunst- und Kulturszene, der Politik, dem Wissenschafts- und Bildungssektor, der Wirtschaft, des Tourismus, der Stadtplanung, und weiteren Bereichen um festzuhalten, wo St. Pölten und die Region im Jahr 2018 stehen und wohin die Reise gehen soll.

„Im Dialog mit der Bevölkerung feilen wir nun weiter am ersten Baustein unseres Prozesses der profunden und offenen Analyse. Denn nur wenn wir genau da ansetzen, wo wir stehen, können die Vision der Bewerbung und die langfristige Kulturstrategie im Einklang mit dem Puls der Stadt stehen. Das heißt für uns zuhören, Informationen sammeln und auswerten, Stärken wie Schwächen klar benennen und Handlungsoptionen ableiten. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir die Zukunftsthemen wie Wohnen, Stadtentwicklung, Mobilität, soziale Inklusion und natürlich auch Kunst und Kultur mit den Expert*innen und der Bevölkerung im Rahmen eines europäischen Kontextes“, erklärt Jakob Redl.

Der Bewerbungsgesellschaft zur Seite steht ein Team visionärer DenkerInnen zu Schwerpunktthemen, die ihr Wissen und ihre Zukunftsvorstellungen – als ImpulsgeberInnen und PlanerInnen – strukturiert im Rahmen laufend stattfindender Workshops in den Prozess einbringen. Zu diesem Team der Visionäre gehören der Architekt Ernst J. Fuchs und Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs (the next ENTERprise), die für das Thema Architektur und Stadtentwicklung verantwortlich zeichnen. Den Themenbereich „Freie Szene und BürgerInnenprojekte“ übernimmt der Musiker, Künstler, Grafiker und DJ Andreas Fränzl. Helene Steiner, Expertin für Zukunftsforschung, künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Biotechnologie und Design betreut den Bereich „Zukunft und künstliche Intelligenz“. Die diplomierte Sozialwissenschaftlerin Esra Küçük, Mitglied im Direktorium des Maxim Gorki Theaters in Berlin und Leiterin des Gorki Forums, wird sich ab April vor allem mit den Themen gesellschaftlicher Wandel, Diversität, Soziales und Kulturvermittlung auseinandersetzen. Das Team der Visionary Advisors arbeitet sowohl im Kollektiv als auch bilateral im Dialog mit dem Bewerbungsbüro und ist als „open laboratory“ gedacht. Die Einbeziehung von weiteren spannenden und visionären Persönlichkeiten in den Diskurs ist in Vorbereitung.

Zukunftsfragen umfassend behandeln
„Es zeigt sich schon in den vielen Gesprächen in den ersten Monaten der Bewerbungsphase, dass St. Pölten nicht nur eine Stadt mit einem großen Potenzial ist, sondern dass auch alle in dieser Stadt bereit und motiviert sind, dieses Potential für die Zukunft zu heben, von der Stadtentwicklung, über die Kulturlandschaft, bis hin zu Fragen des Images der Stadt“, zeigt sich Geschäftsführer Michael Duscher von der positiven Grundstimmung in der Stadt beeindruckt und ergänzt: „Was ich hier erlebe, ist die eindeutige Überzeugung, dass diese Bewerbung als Beschäftigung mit den Zukunftsfragen den richtigen Schritt zur richtigen Zeit für diese Stadt und ihre Bevölkerung darstellt – von der Wirtschaft und dem Tourismus, über die Bildung und die Wissenschaft bis zur Kultur, die wir als Grundlage unseres Zusammenlebens verstehen“.

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