St. Pölten Konkret

Handwerksaustellung der Vergolder im Diözesanmuseum

03.10.2018, von Martin Koutny

vergolder ausstellung diözesanmuseum
Im Bild (1/2): Mag. Hannes Atzinger (WKO Innungsgeschäftsführer), Waltraud Luegger (Berufsgruppensprecherin der Vergolder in Wien), Dr. Wolfgang Huber (Diözesenkonservator), die Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Dr. Reinhard Resch (Krems), Markus Bauer (Berufsgruppensprecher der Vergolder in Niederösterreich) , KR Helmut Schulz (Landesinnungsmeister der Maler und Tapezierer) und Stefan Nachförg (Ausstellungskurator und Vergolder) präsentieren die Handwerksausstellung im Diözesanmuseum. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/2): Das Vergolderhandwerk wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Österreich aufgenommen. Bürgermeister Mag. Mag Matthias Stadler, Dr. Wolfgang Huber (Diözesenkonservator), KR Helmut Schulz (Landesinnungsmeister der Maler und Tapezierer) und Stefan Nachförg (Ausstellungskurator und Vergolder) verweisen auf die Bedeutung dieses Berufstandes. (Foto: Josef Vorlaufer)

Die Zunft der Vergolder und Staffierer lädt von 1. Dezember 2018 bis 2. Februar 2019 zur Ausstellung „Vergolder und Staffierer – Ärzte der Heiligen“ in das Diözesanmuseum St. Pölten. Es ist die erste Leistungsschau dieser Art im deutschsprachigen Raum.

Zum Auftakt der Bewerbung der Ausstellung „Vergolder und Staffierer – Ärzte der Heiligen“ im Diözesanmuseum St. Pölten wurde im Rathaus der niederösterreichischen Landeshauptstadt eine Urkunde aus dem Stadtarchiv Krems mit der ersten schriftlichen Nennung der Vergolder im Jahr 1549 präsentiert. Das Vergolderhandwerk wurde am 15. März 2017 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Österreich aufgenommen.

Vollendete Handwerkskunst
Die Ausstellung findet im Zuge der jährlichen Krippenausstellung und im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 – European Year of Cultural Heritage 2018 von 1. Dezember 2018 bis 2. Februar 2019 statt. Sie spannt einen Bogen über die Geschichte des Handwerks und der Techniken im Laufe der Jahrhunderte.

Neben einem historischen Beitrag über die Zunft und altem Werkzeug gliedert sich die Ausstellung thematisch in vier Schwerpunkte:
1. Kirchenvergoldung, Fassmalerei, Kirchenmalerei
2. Bauvergoldung
3. Rahmenmacher
4. Möbel, Moderne Kunst und Design
Ergänzt werden diese Schwerpunkte durch historische Dokumente, Fotos und Filmmaterial über die Entstehung eines Objektes, Werkstoffe und Utensilien sowie Ausbildung und Werdegang eines Vergolders.

Eine Verbindung zum Ausstellungsort, dem Diözesanmuseum, soll durch einen „goldenen Faden“ hergestellt werden.

Darüber hinaus werden Sonderführungen für die Malerinnung und interessierte Fachgruppen angeboten.


Ausstellungseröffnung durch Diözesanbischof
Dank des Einsatzes des Direktors des Diözesanmuseums St. Pölten Diözesankonservator Dr. Wolfgang Huber, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und der Initiative des niederösterreichischen Berufsgruppensprechers Markus Bauer und Kurator und Vergoldermeister Stefan Nachförg sowie der gesamten Vergolder- und Staffiererhandwerksbetriebe konnte diese einzigartige Handwerksausstellung der Vergolder und Staffierer ins Leben gerufen werden. Bei der Eröffnung wird auch Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz der Zunft die Ehre erweisen.
„Die Vergolder und Staffierer wollen am Ende des europäischen Kulturerbejahres ihr Handwerk - vom alten Ägypten bis in die Moderne - umfangreich präsentieren. Es freut uns ganz besonders, dass wir die Ausstellung in St. Pölten, der barocken Perle Niederösterreichs durchführen können“, sagt Ausstellungskurator und Vergoldermeister Stefan Nachförg.

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