St. Pölten Konkret

„Ars Docendi“-Staatspreis für FH St. Pölten

05.07.2019, von FH St. Pölten / JL

Ars Docendi Staatspreis
Im Bild (1/1): Das Team der FH St. Pölten bei der Preisverleihung. (BMBWF/Martin Lusser)

Das Interdisciplinary Lab (iLab) der FH St. Pölten wurde in der Kategorie „Kooperative Lehr- und Arbeitsformen“ ausgezeichnet. Das innovative, interdisziplinäre und internationale Wahlmodul fördert fachliche und überfachliche Qualifikationen von Studierenden.

Der „Ars Docendi“-Staatspreis würdigt herausragende Lehrleistungen an Österreichs Hochschulen und streicht die Bedeutung der Lehre im Wissenschaftssystem, Kooperation im tertiären Bildungssektor und die damit verbundene Qualitätsentwicklung hervor.
Die FH St. Pölten gewann mit ihrem Interdisciplinary Lab (iLab) in der Kategorie „Kooperative Lehr- und Arbeitsformen“.

Innovatives Modul

Seit dem Wintersemester 2018/19 bietet die FH St. Pölten dieses neue, innovative Wahlmodul an. Im iLab setzen sich Studierende in interdisziplinären und internationalen Teams ein Semester lang intensiv mit einem praxisrelevanten Projekt auseinander – von der Idee bis zur Umsetzung.

Sie beschäftigen sich dabei aus interdisziplinärer Perspektive mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen und erlangen einen erweiterten Blick auf die ihrem Studium zugrunde liegende Fachdisziplin. Im Mittelpunkt steht nicht nur das erfolgreiche Durchführen der einzelnen Projekte, sondern insbesondere das Ausbilden und Schärfen von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen. Mentorinnen und Mentoren begleiten die Studierenden.

„Unsere täglichen Lebensbereiche sind in noch nie dagewesener Weise von digitalen Technologien und wissenschaftlichen Erkenntnissen durchdrungen. Diese sollen es uns ermöglichen, die vielfältigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen, stellen uns aber auch vor neue, oft unvorhergesehene Probleme. Im iLab wenden Studierende Fachwissen in Teams und in der Praxis an. Die Projekte fördern Eigenständigkeit und Selbstmanagement. Damit schärfen und vertiefen sie Fähigkeiten, die in Zukunft am Arbeitsmarkt sehr gefragt sein werden“, erklärt Alois Frotschnig, Leiter des Departments Medien und Digitale Technologien der FH St. Pölten und Initiator des iLabs.

Einzigartig im deutschen Sprachraum

„Inspiriert wurde das iLab durch die intensiven Kontakte zu unserer finnischen Partner-FH in Oulu und deren Lab-Modell der Oamk LABs. Das Lab-Learning-Modell oder projektorientiertes Arbeiten sind an sich keine neuen didaktischen Modelle, allerdings stellt die Umsetzung in der hier angewandten Form eine Innovation im deutschsprachigen Raum dar“, so Frotschnig.

Im ersten Durchgang nahmen 16 Studierende der FH St. Pölten und sieben Erasmus-Studierende aus 13 verschiedenen Studiengängen und acht verschiedenen Ländern das Angebot wahr. Das nächste iLab startet im Wintersemester 2019/20.

„Didaktik nimmt an unserer FH generell einen hohen Stellenwert ein und wir fördern explizit innovative Lehrformate und didaktische Weiterbildung der Lehrenden. Viele unserer Formate sind in der Hochschullandschaft einzigartig. Daher ist es sehr erfreulich, wenn diese Leistungen nun auch mit dem ‚Ars docendi‘-Staatspreis gewürdigt werden“, erklärt FH-Kollegiumsleiterin Monika Vyslouzil.

„In unserer FH-Strategie 2021 bekennen wir uns zu Interdisziplinarität und Internationalisierung an unserer Fachhochschule. Das iLab unterstützt beide Ziele auf herausragende Weise“, sagt FH-Geschäftsführer Gernot Kohl. „Die Auszeichnung beim ‚Ars docendi‘ bestätigt die hohe Qualität des Projekts. Wir gratulieren allen an der FH St. Pölten daran Beteiligten recht herzlich“, ergänzt FH-Geschäftsführerin Gabriela Fernandes.
iLab der FH St. Pölten

Weitere Informationen: ilab.fhstp.ac.at


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