St. Pölten Konkret

„Wir wollen uns weiterentwickeln" - Juniors-Leitwolf Thomas Flögel im Interview!

08.08.2017, von Tobias Weber SKN

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Im Bild (1/1): SKN Juniors Trainer Thomas Flögel blickt der kommenden Saison positiv entgegen. (Foto: Wolfgang Wallner)

Seit Ende Oktober des Vorjahres schwingt Thomas Flögel das Trainerzepter bei den Juniors. Nun geht der 46-jährige in seine erste volle Saison mit den Jungwölfen. Im großen Saisonstart-Interview spricht er über die Vorbereitungszeit, die Entwicklung von jungen Spielern und die Ziele für die kommende Spielzeit!

Thomas, du gehst morgen in deine erste volle Saison als Trainer der Jungwölfe – welche Erwartungen hast du für die kommende Spielzeit?
Ich glaube, dass die Mannschaft während des Sommers im Verlauf der intensiven Vorbereitung wieder einen guten Schritt nach vorne gemacht hat. Unser Hauptziel ist es natürlich weiterhin die Spieler kontinuierlich an die Profimannschaft heranzuführen, allerdings dürfen wir auch die sportlichen Erfolge nicht außer Acht lassen. Ich denke, dass dieses Jahr ein gefestigter Mittelfeldplatz im Bereich des Möglich liegt. Dazu müssen wir auf alle Fälle mehr Punkte in der Herbstsaison holen als in der vergangenen Spielzeit, aber ich denke, dass die Mannschaft als Kollektiv gereift ist und daher gut mit dieser Aufgabe zurechtkommen wird.
Letztes Jahr hat man in der Relegation den Klassenerhalt in letzter Sekunde geschafft – denkst du, dass diese beiden Partien die Mannschaft nachhaltig geprägt haben?
Man darf das meiner Meinung nach nicht nur an diesen beiden Partien festmachen – das Team hat bereits zum Saisonende hin einen großen Schritt gemacht und gezeigt, dass man mit den besten Mannschaften der Liga mithalten bzw. diese sogar schlagen kann. Die beiden Duelle mit den Mattersburg Amateuren waren dann das Tüpfelchen auf dem i. Da haben die Burschen gesehen, dass der Aufwand, den sie in den vorangegangenen Wochen betrieben haben, auch belohnt wurde. Das war natürlich auch im mentalen Bereich enorm wichtig für unser junges Team und darauf wollen wir nun aufbauen.
Die diesjährige Vorbereitung hat man nach vier Siegen und zwei Remis ungeschlagen absolviert. Wie zufrieden bist du mit dem letzten Monat vor dem Saisonstart?
Natürlich gab es aufgrund von hohen Trainingsintensitäten und dementsprechender Müdigkeit von einigen Spielern im einen oder anderen Spiel Formschwankungen, aber das ist ganz normal für diese Phase. Insgesamt gesehen war die Vorbereitung schwer in Ordnung. Wir haben sehr viel probiert und die Intensität hochgehalten, dennoch ist die gesamte Mannschaft vorbildlich mitgezogen. Jetzt freuen wir uns aber alle auf den Start der Meisterschaft – es wird Zeit, dass es wieder los geht!
Es gab im Vergleich zum Vorjahr allerdings doch einige Änderungen im Kader. Mit David Hagmann hast du beispielsweise deinen Kapitän verloren. Wie beurteilst du die diesjährige Transferzeit?
Natürlich ist es schade, dass uns einige Leistungsträger verlassen haben, aber wir haben junge und bissige Spieler dazubekommen, um ebendiese Abgänge zu kompensieren. Da wird es jetzt auch wichtig sein, dass jene Spieler, die nun bereits teilweise bei den Profis mit dabei sind, die neuen „Jungwölfe“ führen und Verantwortung übernehmen. Aber ich bin positiv gestimmt, dass uns das gelingt.
Schauen wir also in die nahe Zukunft -heute erfolgt der Saisonauftakt gegen den SK Rapid Wien II und somit gegen jenes Team, gegen das du im letzten Jahr die höchste Niederlage kassiert hast. Was erwartest du dir von der Partie?
Auf alle Fälle wieder ein intensives Spiel. Denn obwohl Rapid einige Spieler in die erste Mannschaft hochgezogen hat, erwarte ich sie doch vergleichbar mit letzter Saison. Das ist eine technisch sehr versierte Elf, die mit einer ähnlichen Spielanlage wie die Profis agiert. Für uns wird es daher wichtig sein in der Defensive kompakt zu stehen, sie wenn möglich früh unter Druck zu setzen und die sich bietenden Chancen bestmöglich zu nutzen. Bei Duellen zwischen zwei Amateurklubs entscheiden zumeist Kleinigkeiten und ich hoffe, dass wir diese morgen besser machen als der Gegner.
Zum Abschluss noch eine Frage zu deiner Person: Was sind deine Ziele für die bevorstehende Saison?
Ich möchte mich da gar nicht hervorheben, denn meine Ziele decken sich mit jenen der gesamten Mannschaft. Ich will die Burschen einfach in meiner täglichen Arbeit mit ihnen auf dem Trainingsplatz weiterentwickeln, besser machen und so näher zu den Profis bringen. Sie sollen als Einheit auf dem Platz stehen, dann werden sich auch die sportlichen Erfolge einstellen und wir werden unseren angestrebten Platz im Mittelfeld der Tabelle auch erreichen.
Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die kommende Saison mit den Jungwölfen!

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