St. Pölten Konkret

Winter am Markt

03.02.2017, von Marketing St. Pölten GmbH

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Im Bild (1/4): Zufahrt auf den verschneiten Domplatz, wo jemand sein Auto "vergessen" hat (marktamt st. pölten)
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Im Bild (2/4): Auch die tratschenden Weiber sind eingeschneit (marktamt st. pölten)
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Im Bild (3/4): Helmut und Edith Marchart sind auch bei grauslichem Wetter für ihre Kunden da. (marktamt st. pölten)
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Im Bild (4/4): Die begehrten Würstl liegen schon auf dem Griller. (marktamt st. pölten)

Es ist kalt, unwirtlich, kein Wetter zum Lange-Draußen-Bleiben. Trotz Schnee und Minustemperaturen sind unsere Marktstandler Markttag für Markttag für ihre Kunden da.

Es ist 4 Uhr — der Wecker klingelt. Noch etwas verschlafen quälen sich Edith und Helmut Marchhart aus den Betten. Ein Blick aus dem Fenster – es schneit in dicken Flocken. Jetzt aber rasch – die Fahrt von Besenbuch im Dunkelsteinerwald nach St. Pölten auf den Markt am Domplatz wird heute etwas länger dauern. Ohne viele Worte wird der Verkaufsanhänger mit den am Vortag zubereiteten Produkte beladen. Frisches Fleisch vom Hochlandrind, Rohschinken, rohe Bratwürste, Leberkäse, Honig und natürlich die beliebten Käsekrainer und Burenwürste finden ihren Weg in die Kühlläden des Fahrzeugs. Mittlerweile ist es 5 Uhr 15 – höchste Zeit für die Abfahrt. Die Straße ist über weite Strecken nur schlecht vom vielen Neuschnee geräumt, die Fahrt mit dem schweren Anhänger erfordert vollste Konzentration.

Endlich ist der Domplatz in St. Pölten erreicht – und da heißt es warten. Ein Autofahrer hat das Parkverbot an Markttagen übersehen und sein Fahrzeug genau am Standplatz von Familie Marchhart abgestellt. Jetzt ist die Feuerwehr gefragt. Mühsam schieben und ziehen die Männer der Stadtfeuerwehr das vergessene Auto auf Gleitern über den schneebedeckten Domplatz auf eine Parkfläche an Rand des Platzes.
Familie Marchhart kann endlich ihren Standplatz beziehen. Dazu muss aber noch die Markierung für die genaue Aufstellfläche unter der Schneedecke gesucht werden. Grundsätzlich wird der Domplatz an Markttagen in der Nacht gut geräumt, aber bei dem momentanen permanenten Schneefall bildet sich natürlich sofort wieder eine Schneeschicht, die alles verhüllt.
Der Standplatz ist bezogen, das Zelt für die Grillerei wird aufgestellt, der Griller beheizt, die Ware optisch attraktiv in der Vitrine angeordnet. Dazwischen geht sich noch ein kleines Tratscherl mit den Standnachbarn aus: „Wie viel Schnee habt ihr zuhause, wie war deine Herfahrt, kalt ist es heute wieder, hoffentlich trauen sich die Kunden bei dem Wetter heute auf den Markt“.
Um 7 Uhr erscheint der erste Käufer vor dem Verkaufsstand. Schnell eine kleine Jause fürs Büro, ein Glas Honig für das Frühstücksbrot - und schon ist er wieder mit tief über die Ohren gezogener Haube auf dem Weg zur Arbeit.


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