St. Pölten Konkret

Der grüne Daumen ist ihre Mission

10.11.2017, von Corina Muzatko

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Im Bild (1/2): Sonja Skarpil, Thomas Schneider und Doris Stoll bei den herbstlichen Auspflanzungsarbeiten. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/2): Wichtige Vorbereitungsarbeiten für den Winter: Doris Rittner, Katharina Bichler und Daniel Brandtner beim Laub rechen. (Foto: Josef Vorlaufer)

In den letzten sieben Jahren wurden rund 1.000 Bäume von der Stadtgärtnerei St. Pölten gepflanzt. Das ganze Jahr über wird fleißig gearbeitet: Derzeit sind die MitarbeiterInnen der städtischen Gärtnerei mit den Herbstarbeiten beschäftigt, damit auch nächsten Frühling St. Pölten wieder aufblüht.

Die Stadtgärtnerei ist zuständig für die regelmäßige Pflege von insgesamt 55 Parks und 47 Spielplätzen. Besonders im Herbst herrscht Hochbetrieb, da schon jetzt alle Vorbereitungen für den Winter und Frühling getroffen werden müssen. Die Herbstarbeiten des Gärtnereibetriebes umfassen die Legung von 12.500 Tulpen, 7.500 Narzissen und 500 Krokussen, sowie die Auspflanzung von 650 Stauden, damit im Frühling alles wieder blüht. Des Weiteren werden im Herbst 2017 112 Bäume und 500 Sträucher gepflanzt, inkl. Herstellung des Baumumfeldes samt Mulchung mit Kies. Die Stadtgärtnerei ist auch für die Einrichtung von Spielplätzen zuständig. Derzeit entsteht ein neuer Spielplatz in der Berta-von-Suttner-Gasse und am Spielplatz Ragelsdorf werden Spielgeräte ergänzt.

Alle (Hobby-)Gärtnerinnen wissen es bestimmt, im Garten gibt es wirklich immer etwas zu tun. St. Pölten als überdimensionaler Garten stellt für die fleißigen Hände der MitarbeiterInnen der Stadtgärtnerei eine besondere Herausforderung dar. Sie schaffen es jedoch immer wieder, dass die Niederösterreichische Landeshauptstadt floriert. St. Pölten Konkret war hautnah bei den Herbstarbeiten dabei und hat die Stadtgärtnerei einen Arbeitstag lang begleitet.

Blühender Start in den Tag
Die Sonne geht langsam auf, ein blauer Himmel und angenehme Temperaturen steigern die Motivation auf den heutigen Arbeitstag. Für die MitarbeiterInnen der Stadtgärtnerei beginnt der Arbeitstag wie immer mit dem Gang zur Umkleidekabine, dort zieht man sich die vorgeschriebene Arbeits- und Schutzkleidung an. Täglich gibt es zunächst eine kurze Teambesprechung: Was steht heute an, welche Materialien müssen zur Baustelle transportiert werden? Die Partieführer sprechen mit dem Leiter kurz ab, was heute auf dem Plan steht. Auf einem Kreisverkehr muss noch eine Fläche mit Violen gepflanzt und anschließend gegossen werden, das wird gleich erledigt.

Vorbereitung ist das oberste Gebot
Vor der Fahrt zur Baustelle, müssen alle notwendigen Materialien wie Blumen und Werkzeuge auf den LKW geladen werden. Anschließend wird alles gut gesichert und mit Spanngurten befestigt, damit während der Fahrt nichts verrutschen kann. Ein Sicherheitsnetz wird über die Ladefläche gespannt, um auch wirklich keine Gefahrenquelle für die anderen Verkehrsteilnehmer darzustellen. Dann geht es los.

Kreativität ist gefragt
Angekommen auf der Baustelle beginnt das Team der Stadtgärtnerei mit dem Abstechen der Pflanzränder, danach wird die Pflanzfläche gefräst und planiert. Gott sei Dank ist die Erde noch trocken, mit fallenden Temperaturen wird eine Erdplanierung immer schwieriger. Danach wird mit dem Rechen ein Muster vorgezeichnet und anschließend geht es mit der Auspflanzung los. Viele Gedanken schwirren durch den Kopf: Wie soll die Anlage für die Bürger gestaltet werden, dass sie auch ins Auge sticht? Welche Farbkombinationen passen besonders gut? Blumen werden in harmonischen Farben flächig ausgepflanzt. Auch Narzissen und Tulpen werden in die Erde gelegt, um im Frühjahr einen großen Wow-Effekt zu erzielen. 10 Uhr Zeit für eine kleine Stärkung, nach der Pause geht´s dann aber gleich wieder weiter. Es gibt noch viel zu tun Bevor die Fläche vollständig mit Herbstpflanzen- und Blumenzwiebeln ausgepflanzt ist. 22.000 Stück Violen werden in kurzer Zeit gepflanzt, ebenso 12.500 Tulpen, 7.500 Narzissen und 500 Krokusse müssen noch vor dem Frost gelegt werden.

Ein erfolgreicher Tag
Langsam nähert sich der Feierabend, die Bauabfälle, das Werkzeug und das restliche Material wird auf den LKW aufgeladen. Die MitarbeiterInnen der Stadtgärtnerei vergewissern sich, dass die Baustelle in einem ordentlichen Zustand verlassen wird, damit die neuen Pflanzen auch wirklich gut zur Geltung kommen. Mit dem LKW geht es zurück zum Gärtnereibetrieb, wo die Maschinen und Materialien noch abgeladen und verstaut werden. Die Vorbereitungen für den morgigen Tag werden besprochen. Manchmal sitzt man noch kurz im Aufenthaltsraum zusammen, um den Tag Revue passieren zu lassen. Für die GärtnerInnen der Stadt gibt es noch viele Anlagen die vor dem Winter neu bepflanzt werden müssen, damit sich den St. PölternInnen im Frühling ein florierendes St. Pölten bietet. Bodenständig, fleißig und kreativ – das sind die MitarbeiterInnen unseres städtischen Gärtnereibetriebes.

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