St. Pölten Konkret

Netzwerken für eine gesunde Stadt

14.11.2017, von Corina Muzatko

Gesunde Städte
Im Bild (1/1): Das Netzwerk „Gesunde Städte Österreichs“ pflegt einen regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch. (Foto: Josef Vorlaufer)

Am 9. und 10 November trafen sich die Vertreter der Mitgliedsstädte zur Herbsttagung der Gesunden Städte Österreichs in St. Pölten. Die Tagung setzte sich aus dem Netzwerktreffen am ersten Tag und der Fachtagung am zweiten Tag zusammen. Die Planungen zu einem gemeinsamen Projekt zur Förderung der Aktiven Mobilität bei Jugendlichen standen dabei im Fokus.

Die Fachtagung am 10. November mit dem Titel „Von der Vision zur Wirklichkeit – Fittest City St. Pölten“ widmete sich dem St. Pöltner Masterplan „Fittest City of Austria“. Im Juni 2008 entstand die Idee zur Entwicklung des Masterplans, der die Bereiche Genuss, Lebensstil und Gesundheit umschließt und explizit auf die Gesundheitswirtschaft und auf ein angewendetes Sozialmanagement abzielt.

„Fit“ wird einerseits im Sinn von gesund und/oder leistungsfähig verstanden (für gesunde und/oder leistungsfähige BürgerInnen der Stadt St. Pölten), andererseits wird „fit“ im Sinn von „anpassungsfähig“ oder „angepasst“ angewendet (und bezieht sich auf die Anpassung an sich im Lebenslauf ändernde Bedürfnisse der BürgerInnen).

„Health in all policies“
Im grundlegenden Ansatz von Fittest City of Austria sollen alle von der Gemeinde beeinflussbaren Faktoren nach dem Grundsatz von „Health in all policies“ als Querschnittmaterie in eine Gesamtstrategie zusammengefasst werden. Diese umfasst alle Beiträge zur Steigerung von Lebensqualität und Wohlbefinden durch Gesundheitsförderung, Prävention, Akut- und Langzeitversorgung der BewohnerInnen. In den letzten Jahren wurde die Weiterentwicklung des Stadtentwicklungs- und des Verkehrsplanungskonzepts für eine wachsende, zunehmend „urbanere“ Stadt von der Ausrichtung des Masterplans beeinflusst. Beispiele dafür sind die Widmung von Naherholungsgebieten und die Aufwertung des Fuß- und Radverkehrs bei Zurückdrängung des motorisierten Individualverkehrs.

Smart City soll Gesundheit unterstützen
Aktuell läuft ein von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gefördertes Projekt mit dem Titel „Altersgerechte Assistenzsysteme für eine höhere Lebensqualität im Alter“, als Teil des ebenfalls unter dem Masterplan laufenden Smart City Projekts. Im Sinne des Masterplans sollen die Verfügbarkeit von technischen und sozialen Hilfssystemen und die Herstellung von barrierefreien und sicheren Gehwegen sowie einer bedarfsgerechten Wohnumgebung für SeniorInnen einhergehen. Damit soll der Verbleib von pflegebedürftigen Personen in der eigenen Wohnung möglichst lange ermöglicht werden und die Stadt St. Pölten „fit“ machen für den demografischen Wandel der kommenden Jahre.
Letztlich wird im Masterplan auch die Fitness der Stadt St. Pölten angesprochen, die Bedingungen für leistungsfähige und anpassungsfähige Unternehmen sowie Hochschul- und Forschungseinrichtungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zu schaffen.

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