St. Pölten Konkret

Neue Radzählstellen messen Rekordzahlen

22.05.2019, von DI Alexander Schmidbauer

radzählanlagen
Im Bild (1/1): Thomas Putz (Firma Günther Pichler Verkehrstechnik GmbH), Günther Pichler (Firma Günther Pichler Verkehrstechnik GmbH), Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und DI Alexander Schmidbauer (Stadtplanung St. Pölten) vor der Radzählanlage am Traisentalradweg. (Foto: Wolfgang Mayer)

Die neuen Radzählanlagen in der Schulgasse und am Traisentalradweg entlang der Franz-Josef-Promenade sind in Betrieb. In Summe mit der Radzählstelle am Hauptbahnhof gibt es nun schon drei solche Anlagen in St. Pölten, die wichtige aber auch interessante Daten über die Radfahrerinnen und Radfahrer in St. Pölten liefern.

Die gewonnen Daten dienen als Planungsgrundlage für zukünftige Radfahrprojekte in St. Pölten. So liefern die Radzählstellen Aufschlüsse über die Nutzung der jeweiligen Radwege. Während die beiden Innenstadtzählstellen am Schulweg und am Hauptbahnhof in der Tagesganglinie deutliche Spitzenstunden unter der Woche in der Früh und am Nachmittag aufweisen, also einer Nutzung von ArbeitspendlerInnen und SchülerInnen entsprechen, besitzt der Traisentalradweg ein deutlich gesteigertes Radverkehrsaufkommen am Wochenende. Dies untermauert die Bedeutung des Traisentalradweges als hochrangiger, touristischer Radweg mit einer starken Freizeit-Nutzung in Niederösterreich.

Rekordzahlen in St. Pölten

Auch der Trend zum Fahrradfahren kann durch die Zählanlagen bestätigt werden. Seit Einrichtung der ersten Anlage wurde eine jährliche Zunahme zwischen 3% und 6% des Radverkehrsaufkommens in St. Pölten gezählt. Gleich im ersten Betriebsmonat der neuen Zählanlagen am Traisentalradweg wurde zugleich auch ein neuer Rekord an gezählten Radfahrern in der Stadt aufgestellt. So wurden außerhalb der Fahrradsaison und suboptimalen Wetter am 25. April 2019 insgesamt über 2.000 Radfahrer in der Stadt gezählt. In der Hauptsaison wird seitens des Magistrat St. Pölten gehofft, mehr als 5.000 Radfahrer an einem Tag registrieren zu können.

Moderne Radzählanlagen

Die unauffälligen, in den Boden eingelassenen Schleifen der Firma Günther Pichler Verkehrstechnik GmbH vom Typ „Eco“, liefern auch bei Wind und Wetter durchgehend verlässliche Informationen. Datenschutzrechtliche Bedenken brauchen die Bürgerinnen und Bürger von St. Pölten wegen den Radzählanlagen nicht zu haben. Neben dem durch Induktion registrierten Rad und deren Richtungsverteilung werden sonst keine weiteren Daten von den Zählstellen erhoben.
Auch auf übergeordneter Ebene sind die Daten von Interessen. So sollen die gewonnenen Daten aus den festinstallierten Zählanlagen in St. Pölten in einem Projekt des Land Niederösterreichs zur Kalibrierung von Erhebungen zum Radverkehrsaufkommen genutzt werden, die aus mobilen Smartphone-Daten gesammelt werden.


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