St. Pölten Konkret

Der Seele Gutes tun: Tipps zur Psychohygiene!

22.08.2014, von Dr. Michael Stuller

Gesundheitstipp Dr. Michael Stuller
Im Bild (1/1): Dr. Michael Stuller ist promovierter Mediziner und arbeitet als freier Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision bei ärzte im zentrum (www.zentrum.at) (Foto: zVg)

Jeder vierte Mensch leidet einmal im Laufe seines Lebens an einer psychischen Ekrankung. Viele Menschen sind in psychotherapeutischer Behandlung, viel mehr würden von einer solchen profitieren und noch viel mehr Menschen versuchen selbst, ihre Psyche positiv zu beeinflussen.

Was können Sie selbst im täglichen Leben für Ihre Psychohygiene tun?

  • Nachgewiesen ist der positive Effekt von regelmäßiger Bewegung (langes, zügiges Gehen, rund 40 Minuten). Laut einer Studie bessert sich die Stimmungslage bereits nach 2 Wochen nachweislich. Wichtig dabei ist, dass die Bewegung regelmäßig und mindestens 3 mal pro Woche stattfindet.
  • Liebe, Anerkennung, schöpferisches Tun und Selbstachtung sind die wesentlichen Zutaten einer erfolgreichen Psychohygiene. Umgeben Sie sich daher mit Menschen, die Ihnen gut tun!
  • Viele Menschen definieren sich über ihre Arbeit. Aber was können Sie sonst noch besonders gut? Rufen Sie sich Ihre Fähigkeiten ab und lassen Sie andere Menschen daran teilhaben!
  • „Alles in der Gruppe, alles durch die Gruppe!“: Der österreichische Arzt und Psychiater Jacob Moreno hat bereits zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts den wesentlichen Heilungseffekt im gemeinschaftlich Tun mit anderen Menschen gesehen. Engagieren sich in Ihrer Freizeit in Gruppen, wie z.B. in Vereinen.
  • Meiden Sie Alkohol, besonders wenn Sie ihn zur Entspannung konsumieren. Alkohol löst keine Probleme, er verschleiert oder verschlimmert sie sogar.

Oft stoßen die eigenen psychohygienischem Maßnahmen aus unterschiedlichen Gründen an ihre Grenzen. Wenn eine Verbesserung nach regelmäßigem “Seelenstreicheln” nicht eintritt, ist der Weg zum Arzt zu empfehlen, um etwaige organische Probleme auszuschliessen. Unabhängig von der Ursache von psychischen Problemen gibt es Hilfe, die Sie bei Bedarf getrost in Anspruch nehmen sollten.


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