St. Pölten Konkret

Pfeifen auf Gewalt gegen Frauen

26.11.2015, von Martina Eigelsreiter

pfeifen auf gewalt gegen frauen
Im Bild (1/1): Die Frauenplattform St. Pölten setzt ein deutliches und lautstarkes Zeichen für ein gewaltfreies Leben. v.l.n.r. Ingeborg Schweinzer (SPÖ-Frauen St. Pölten), Stadtpolizeikommandant Oberst Franz Bäuchler, Mag.a Martina Eigelsreiter (Leiterin Büro für Diversität), Mag.a Marlies Leitner (Leiterin des Gewaltschutzzentrum NÖ), DSAin Maria Imlinger (Leiterin Frauenhaus St. Pölten), Gemeinderätin Mirsada Zupani, Margarete Bliem (Katholische Arbeiterinnen Bewegung St. Pölten), Stadträtin Ulrike Nesslinger, BA Rita Olah (Leiterin Frauenwohnheim/Emmaus), Gemeinderätin Regina Endl, Mag. (FH) Peter Eigelsreiter (Leiter der Sozialhilfe), Mag.a Marianne Ertl (Katholische Frauenbewegung St. Pölten), Stadträtin Mag.a Renate Gamsjäger, DSAin Ada Pochmann, MSc (Frauenzentrum St. Pölten), DSAin Petra Fischer (Leiterin Mutter-Kind-Haus/Caritas), Ilse Knell (Büro für Diversität), Mag.a Irene Köckeis (NÖ Frauentelefon/NÖ Hilfswerk), Mag.a (FH) Iveta Kepus (Frauenzentrum St. Pölten) (Foto: Josef Vorlaufer)

Im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt“ (25. November bis 10. Dezember) wird weltweit an das Problem der Gewalt gegen Frauen erinnert und mit verschiedensten Veranstaltungen verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt .

In St. Pölten zog unter dem Motto „Ich pfeif´ auf Gewalt“ die Frauenplattform St. Pölten mit Trillerpfeifen lautstark durch die Innenstadt, um zu verdeutlichten, dass Gewalt an Frauen ein nicht zu tolerierendes Unrecht ist, dessen Beseitigung ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen sein muss. Dies verdeutlichten vor dem Pfeifkonzert-Marsch bereits Stadtpolizeikommandant Oberst Franz Bäuchler, die Leiterin des Gewaltschutzzentrums Mag.a Marlies Leitner und Frauenhaus-Leiterin Maria Imlinger in ihren Stellungnahmen zum Thema Gewalt an Frauen beim Fahnehissen „frei leben – ohne Gewalt“ vor dem Rathaus.

Fakten und Zahlen zur Stadt St. Pölten:

2015 (Zahlen vom 1. Jänner – 31. Oktober)
76 – Anzahl der Betretungsverbote, die in der Stadt St. Pölten von der Polizei ausgesprochen wurden
1.123 – Anzahl der Betretungsverbote, die niederösterreichweit von der Polizei ausgesprochen wurden
1.821 – Anzahl der Personen, die vom niederösterreichischen Gewaltschutzzentrum beraten wurden
61 Frauen, 62 Kinder – Gesamtzahl der Frauen & Kinder, die im St. Pöltner Frauenhaus Zuflucht suchten
9.236 – Gesamtnächtigungen im Frauenhaus St. Pölten

2014
105 – Anzahl der Betretungsverbote, die in der Stadt St. Pölten von der Polizei ausgesprochen wurden*
1.325 – Anzahl der Betretungsverbote, die niederösterreichweit von der Polizei ausgesprochen wurden
2.149 – Anzahl der Personen, die vom niederösterreichischen Gewaltschutzzentrum beraten wurden (85% der Gewaltbetroffenen sind weiblich)
68 Frauen, 60 Kinder – Gesamtzahl der Frauen & Kinder, die im St. Pöltner Frauenhaus Zuflucht suchten
8.574 – Gesamtnächtigungen im Frauenhaus St. Pölten

* In der Stadt St. Pölten wurden 20,1 Betretungsverbote pro 10.000 EinwohnerInnen angeordnet. Dies ist die höchste Zahl niederösterreichweit und ein Indiz dafür, dass Gewaltopfer mit staatlichen Polizeischutz rechnen können. Ihr Risiko Gewaltopfer zu werden, ist gegenüber anderer Regionen in NÖ geringer.

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