St. Pölten Konkret

Neue Bezirksstelle für das Rote Kreuz

25.02.2016, von Thomas Kainz

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Im Bild (1/2): Spätestens 2018 soll die neue Bezirksstelle des Roten Kreuz in St. Pölten fertiggestellt sein und Ausreichend Platz für Gerätschaften, Team sowie Stellplätze bieten. (Visualisierung: Shebl & Partner, Rotes Kreuz)
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Im Bild (2/2): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Werner Schlögl und Bezirksstellengeschäftsführer Sebastian Frank präsentieren eine erste Visualisierung für den neuen Standort. (Josef Vorlaufer)

Sicherheit hat in St. Pölten oberste Priorität, deswegen wird die Stadt heuer neben den laufenden Subventionen für Blaulichtorganisationen fast 5 Millionen Euro in diesem Bereich investieren. Am Montag soll im Gemeinderat die Unterstützung für das Rote Kreuz in Höhe von insgesamt einer Million Euro für den Neubau der Bezirksstelle beschlossen werden.

Das Österreichische Rote Kreuz, hat sich zum Neubau seiner bisher in der Ludwig Stöhr-Straße 7 untergebrachten Bezirkszentrale auf einem Grundstück in Zentrumsnähe um gesamt etwa 6,7 Millionen Euro entschlossen.

„Das Bezirksstellengebäude am aktuellen Standort platzt aus allen Nähten. Die dortigen Raum- und Platzverhältnisse sind seit langem erschöpft. Eine Erweiterung ist am aktuellen Standort nicht möglich“, weiß Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Werner Schlögl. Insbesondere seien keine adäquaten Räumlichkeiten für die Ausbildung von MitarbeiterInnen und KursteilnehmerInnen vorhanden. Weiters bestünde ein Mangel an Aufenthaltsbereichen, Schlafräumen und Sanitäreinrichtungen für die großteils freiwillig und ehrenamtlich tätigen SanitäterInnen. In keinem Bereich des derzeitigen Bezirksstellengebäudes ist Barrierefreiheit gegeben. Aufgrund der veralteten Haustechnik fallen überdurchschnittlich hohe Betriebskosten an, und auch die Möglichkeit, Gerätschaften wie zum Beispiel Zelte, KAT-Material etc. aufzubereiten, ist kaum gegeben. Am derzeit genutzten Standort sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen seit Jahren erforderlich.

Alles in allem ist das 1957 bezogene und zuletzt 1993 aus- und umgebaute Bezirksstellengebäude in der Ludwig Stöhr-Straße kaum mehr zeitgemäß und erscheint für die Zukunft nicht mehr geeignet, den Bedürfnissen des Roten Kreuzes zu genügen, insbesondere was dessen sich stark ausweitende Aufgaben- und Servicebereiche für die Bevölkerung St. Pöltens und des Rotkreuz-Bezirkes betrifft.
Für die Finanzierung der reinen Baukosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro ist eine Kostendrittelung zwischen dem Roten Kreuz, dem Land Niederösterreich und den Städten und Gemeinden, welche sich im Einzugsbereich der Rotkreuz-Bezirkszentrale St. Pölten befinden, vorgesehen.

„Sicherheit muss uns etwas wert sein“
St. Pölten verfügt über ein dichtes Netz an Institutionen, die Tag und Nacht für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. „Diese Sicherheit muss uns als Stadt auch etwas wert sein, weswegen wir 2016 über die laufenden Subventionen hinaus heuer fast 5 Millionen Euro in diesem Bereich investieren. Der Betrag von rund einer Million Euro aus diesem Bereich soll am Montag im Gemeinderat beschlossen werden. Wir wollen als größte beteiligte Stadt hier mit leuchtendem Beispiel vorangehen“, so Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.

Der Beitrag der Stadt St. Pölten zu den Kosten des Neubaus soll einerseits in einer Barsubvention in der Höhe von 708.400 Euro bestehen. Diese Subvention soll in drei Jahresraten zu jeweils 236.133,30 Euro in den Jahren 2017, 2018 und 2019 an das Österreichische Rote Kreuz ausbezahlt werden.
Weiters soll die Stadt St. Pölten auf den seit 1993 dem Österreichischen Roten Kreuz gestundeten Kaufpreis in der Höhe von 4.550.000 Schilling, das sind 330.661,40 Euro, für das aktuelle Grundstück in der Ludwig-Stöhr-Straße und auf ein entsprechendes, grundbücherlich abgesichertes Pfand- und Vorkaufsrecht verzichten.


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