St. Pölten Konkret

Kinderchirurgisches Zentrum ist in Betrieb

12.01.2017, von Martin Koutny

sk01 44 kinderchirurgische ambulanz
Im Bild (1/1): Kinderchirurgin Dr. Elisabeth Frigo und der auf Kinder spezialisierte Narkosearzt Dr. Alexander Buzath betreuen die kleinen PatientInnen im kinderchirurgischen Zentrum. (Foto: ärtze im zentrum)

Vor kurzem wurde die erste kinderchirurgische Ordination und der erste kinderchirurgische Operationssaal Niederösterreichs bei „ärzte im zentrum“ in der Grenzgasse in St. Pölten eröffnet. Damit wird die chirurgische Versorgung der Kleinsten auf höchstem Niveau in Niederösterreich ermöglicht.

Braucht ein Kind eine Operation, dann ist das an sich schon eine Belastung für Kind und Eltern und stellt zudem noch eine organisatorische Herausforderung dar, vor allem, wenn es Geschwister gibt. Bisher mussten Eltern und Kinder aus Niederösterreich von den Spitälern und Kinderärzten mangels einer entsprechenden Versorgung im Bundesland zur OP nach Wien ins AKH oder SMZOst überwiesen werden. In Wien mussten Kinder und Eltern auch nach kleineren Operationen mindestens einmal im Spital übernachten.

Spitalsaufenthalt oft nicht nötig
International werden die meisten Eingriffe tagesklinisch durchgeführt. Dass eine Übernachtung im Spital nach einer Kinder-OP meist nicht nötig ist, bestätigt auch die renommierte Kinderchirurgin Dr. Elisabeth Frigo, langjährige stellvertretende Abteilungsleiterin an der Kinder- und Jugendchirurgie des SMZ-Ost in Wien: „Die in Österreich praktizierte oft tagelange stationäre Aufnahme nach einer Kinder-OP ist nicht mehr zeitgemäß. Sie ist bei vielen Eingriffen medizinisch nicht zu begründen und stellt eine zusätzliche Belastung für die kleinen Patienten und ihre Eltern dar.“ Deshalb ordiniert und operiert Dr. Frigo ab sofort auch regelmäßig bei ärzte im zentrum in St. Pölten.
Zum Team gehört auch der auf Kinder spezialisierte Narkosearzt Dr. Alexander Buzath: „In unserem Kinder-OP in St. Pölten können wir Kinder ab dem Kleinkindesalter problemlos operieren. Mama und Papa sind beim Einschlafen und beim Aufwachen bei ihren Kleinen und können diese wenige Stunden nach der OP nach Hause nehmen“, erklärt der Kinderasnästhesist. „Weitere Vorteile sind reduzierter Stress für die Kinder und ein niedrigeres Infektionsrisiko als im Spital.“
„Prinzipiell können Operationen, bei denen der Bauchraum oder der Brustraum nicht betroffen sind, bei Kinder-OP im zentrum ambulant operiert werden“, erklärt Dr. Frigo. „Es sind dies zum Beispiel Leistenbruch- OP oder kinderurologische Operationen oder Eingriffe an Haut- und Weichteilen, bei denen eine Narkose nötig ist.“

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