St. Pölten Konkret

St. Pölten spannt die Schirme auf!

13.06.2017, von Mag. Martina Eigelsreiter

umbrella march rathausplatz
Im Bild (1/2): Umbrella March: Die TeilnehmerInnen nutzen den European Umbrella March für ein klares Zeichen zum internationalen Flüchtlingsschutz. (Foto: Mag.a Martina Eigelsreiter)
umbrella march hoffnung europa
Im Bild (2/2): Im April 2017 war Dr.in Ida Aringer als Ärztin in Flüchtlingscamps in der Türkei und in Serbien tätig. Hier hat sie Vorort einen Einblick in die Flüchtlingssituation und Migrationspolitik erhalten. (Foto: Aringer)

Am 20. Juni – dem internationalen Gedenktag für Flüchtlinge – wird auf die Situation von Flüchtlingen, Asylsuchenden, Binnenvertriebenen und Staatenlosen aufmerksam gemacht.

Am Dienstag, 20. Juni findet der St. Pöltner Umbrella March statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr vor dem Rathaus. In Kooperation mit dem Freiraum St. Pölten geht es durch die Innenstadt. An einzelnen Stationen werden die Themen Feminismus, Religion und Migration musikalisch von Yasmo, Marcus Hufnagl & Matthias Lackenberger sowie Sam Koshnood, Mohammad Shukri und Martin Rotheneder in kurzen Auftritten in Szene gesetzt. Abgerundet wird der Umbrella March von einer Performance des Weltchors im „Saal der Begegnung“ (Gewerkschaftsplatz 2).

Wann: Dienstag, 20. Juni, 15.00 Uhr
Wo: Rathausplatz St. Pölten
Bring deinen Schirm mit!

Hoffnung Europa

Im Rahmen des Umbrella Marches findet im Anschluss an die künstlerische Innenstadtrunde die Informationsveranstaltung „Hoffnung Europa“ – eine Veranstaltung des Büros für Diversität – im Saal der Begegnung mit Dr.in Ida Aringer und Mag.a Soma Ahmad statt.
In Kontakt mit geflüchteten Menschen kam die auf Innere Medizin spezialisierte Ärztin in Graz. Unter den Personen, die über Slowenien nach Österreich kamen, befanden sich auch viele Dialysepatient_innen. Sie landeten bei Dr.in Ida Aringer im Landeskrankenhaus Graz. Das Interesse an den persönlichen Schicksalen und zynische Kommentare manch ihrer Kolleg_innen haben aus der Stationsärztin für einen Monat lang eine Lazarettärztin in der Türkei und in Serbien gemacht. Dr.in Ida Aringer berichtet über ihre Tätigkeit im April 2017 sowie über die aktuelle Situation in der Türkei und Serbien.
Mag.a Soma Ahmad ist im Irak geboren und musste 1991 nach Österreich fliehen. Sie studierte Politikwissenschaft und Islamwissenschaft an der Universität Wien und ist Vorstandsmitglied der österreichischen NGO Liga für emanzipatorische Entwicklungszusammenarbeit (LeEZA), die im Irak, in der Türkei und in Syrien aktiv ist und Frauenrechtsprojekte unterstützt. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Themen Flucht & Migration, Chancengerechtigkeit sowie De/Radikalisierungsarbeit.
Soma Ahmad spricht über Fluchtgründe mit Fokus auf die Länder Afghanistan, Irak und Syrien.

Wann: Dienstag, 20. Juni, 16.30 Uhr
Wo: Saal der Begegnung, Gewerkschaftsplatz 2
Eintritt frei

Filme zum Thema Flucht im Cinema Paradiso
Das Cinema Paradiso zeigt im Juni – in Kooperation mit den Frauenfilmtagen Wien und dem Büro für Diversität – zwei außergewöhnliche Festival-Filme zum Thema Flucht.

No Lands Song: Die Komponistin und Musikerin Sara Najafi will sich gegen die repressive Politik ihrer Heimat Iran stellen. Dort gilt nämlich ein Auftrittsverbot für Frauen vor männlichem oder gemischt geschlechtlichem Publikum, weil die Solo-Stimme der Frau als Mittel der erotischen Verführung gesehen wird. Sara will diese altmodischen Vorstellungen aufbrechen und plant einen riskanten Schritt.
20. Juni, 20 Uhr + 29. Juni, 18.30 Uhr, OmU (Originalfassung mit Untertiteln)
Infos: http://cinema-paradiso.at/st-poelten/programm/details/no-lands-song-omu/
Sonita: Die 19-jährige Afghanin Sonita will keine Zwangsheirat, sondern Rapperin werden.
16. Juni, 18.30 Uhr + 27. Juni, 20 Uhr, OmU (Originalfassung mit Untertiteln)
Infos: http://cinema-paradiso.at/st-poelten/programm/details/sonita-omu/

Kontakt
Mag.a Martina Eigelsreiter
Büro für Diversität
Tel.: (+43 2742) 333-2035
diversitaet@st-poelten.gv.at

Kommentare powered by Disqus.

Copyright 2017 St. Pölten Konkret Online, Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten/Medienservice