St. Pölten Konkret

Rotes Kreuz und ASB: Notarzteinsatzfahrzeug geht in Betrieb

23.06.2017, von Heinz Steinbrecher

noteinsatzfahrzeug
Im Bild (1/1): Rotes Kreuz und ASB St. Pölten betreiben gemeinsam das neue Noteinsatzfahrzeug. (Foto: Josef Vorlaufer)

Mit 1. Juli geht in St. Pölten das Notarzteinsatzfahrzeug, kurz NEF, in Betrieb und löst damit den Notarztwagen (NAW) ab. Gleichzeitig mit der Umstellung geht der neue Rettungswagen (RTW) vom Typ C als niederösterreichisches Pilotprojekt im Testbetrieb in St. Pölten in den Einsatz.

Gerade in St. Pölten ist die Zusammenarbeit von Rotem Kreuz und Arbeiter Samariterbund Niederösterreich beispielgebend: „Für uns ist das Zusammenspiel unserer Einsatzkräfte, ein Abstimmen unserer Versorgungsstandards mit zugrundeliegender Qualitätssicherung und das „Bündeln" von Ressourcen (auch in personeller Hinsicht) wichtig“, erklären Bezirksstellenleiter Werner Schlögl, Rotes Kreuz St. Pölten, und Obmann Markus Voglauer, ASB St. Pölten.

Rasch wieder einsatzbereit
Beim NEF handelt es sich um einen PKW mit Sondersignalen, der von einem/r Notfallsanitäter/in gelenkt und mit einem/r Notarzt/Notärztin besetzt ist. Rettungs- und Schienungsmaterial, EKG, Medikamente, Sauerstoff und sämtliches Zubehör werden mitgeführt. Das NEF fährt immer gleichzeitig mit einem Rettungswagen zum Einsatzort, da es selbst kein/e Patient/innen transportieren kann. Das NEF-Team kann Patient/innen untersuchen, lebensrettende und schmerzstillende Sofortmaßnahmen durchführen – der Transport der Patient/innen wird in der Folge mit dem Rettungswagen durchgeführt. Dadurch ist das NEF sehr rasch wieder für einen neuen Notfall einsatzbereit. Wenn erforderlich, fährt der Notarzt/die Notärztin aber auch im RTW mit und begleitet den/die Patienten/Patientin.

Die Einführung des NAW vor rund 30 Jahren in NÖ war ein Meilenstein der rettungsdienstlichen Grundversorgung und ein völliger Paradigmenwechsel für den heimischen Rettungsdienst mit weitreichenden Impulsen sowie einer massiven Qualitätssteigerung in der präklinischen Patientenversorgung. Seither haben sich Ausbildung, Standard und Ausrüstung weiterentwickelt und verändert, auch gesetzlich wurden Notfallsanitäter/innen weitreichende Kompetenzen eingeräumt und der Weg in einen modernen Rettungsdienst geebnet.

Neuer Rettungswagen für schwerste Notfälle
Parallel zum NEF wird in St. Pölten aber auch der sogenannte RTW-C testweise in Betrieb genommen. Besetzt mit zwei bis drei Rettungsdienstmitarbeiter/innen wird dieser Rettungswagen gemeinsam mit dem NEF im gesamten Stadtgebiet zu den schwersten Notfällen alarmiert, stellt aber auch die Ausfallssicherheit, wenn das NEF bereits im Zuge eines Einsatzes gebunden ist. Fix an Bord ist jedenfalls ein/e Notfallsanitäter/in, der/die als Teamchef/in fungiert. Das Fahrzeug selbst entspricht den Vorgaben der EU Normen und internationaler Standards für Rettungsfahrzeuge und verfügt über die Vollausstattung einer „fahrenden Intensivstation“ inklusive EKG und Defibrillator, Beatmungsmaschine und vielem mehr. Darüber hinaus werden kleine Operationssets, Geburtenkoffer und speziell permanent gekühlte Medikamente mitgeführt. Das wichtigste sind aber die bestens ausgebildeten Rettungsdienstmitarbeiter/innen die einem ständigen und intensiven Trainingsprogramm unterliegen.


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