St. Pölten Konkret

Alois Schwarz wird St. Pöltner Diözesanbischof

17.05.2018, von Heinz Steinbrecher

bischof schwarz
Im Bild (1/1): Bischof Klaus Küng und sein Nachfolger in St. Pölten Bischof Alois Schwarz. (Foto: Josef Vorlaufer)

Der Kärntner Bischof Alois Schwarz, der seit 2001 Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt ist, wurde von Papst Franziskus zum Nachfolger des 77-jährigen St. Pöltner Diözesanbischofs Klaus Küng ernannt.

Der seit 2004 in St. Pölten amtierende Diözesanbischof Klaus Küng hat bereits an seinem 75. Geburtstag im September 2015 gemäß dem Kirchenrecht dem Papst seinen altersbedingten Rücktritt angeboten. Dieser wurde damals "nunc pro tunc" ("jetzt für später") bis zur Regelung der Nachfolge durch den Vatikan angenommen.
Alois Schwarz wurde 1976 zum Priester geweiht. Er wirkte danach u.a. als Pfarrer in Krumbach sowie ab 1987 als Leiter des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien. Die österreichischen Bischöfe beriefen Schwarz 1994 zusätzlich auch zum Vorsitzenden der Pastoralkommission Österreichs und beauftragten ihn mit der Leitung des Österreichischen Pastoralinstituts.
1996 wurde zum Weihbischof für die Erzdiözese Wien ernannt, 1997 wurde Schwarz Bischofsvikar für die Priesterberufung und -fortbildung sowie Bischofsvikar für das Vikariat Unter dem Wienerwald der Erzdiözese Wien, dessen Gebiet in etwa dem niederösterreichischen Industrieviertel entspricht.
2001 wurde Schwarz zum 65. Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt ernannt. Hier hat er zahlreiche Impulse und Initiativen für eine zeitgemäße und lebensnahe Seelsorge gesetzt. Große Anliegen sind Schwarz u.a. die seit 2004 bestehende Diözesanpartnerschaft von Gurk-Klagenfurt mit der Erzdiözese Sarajewo, die Ökumene sowie der Dialog mit dem Islam. Auch das Thema „Ethik und Wirtschaft" gehört zu den Schwerpunkten des Bischofs. Zudem setzte Schwarz das entschiedene Eintreten der katholischen Kirche in Kärnten für ein gedeihliches Zusammenleben der Volksgruppen fort.
In der Österreichischen Bischofskonferenz ist Bischof Schwarz für Fragen von Pastoral und Evangelisierung, sowie für Sozial-, Wirtschafts- und Umweltfragen verantwortlich. Außerdem fungiert er als „Sportbischof" und gehört der Finanzkommission der Bischofskonferenz an.

Bürgermeister Mag. Matthias Stadler: „Ich möchte Bischof Alois Schwarz herzlich in St. Pölten willkommen heißen und gleichzeitig Bischof Klaus Küng für sein Wirken hier danken, mit dem es in den vergangenen 14 Jahren ein gute und sachlich orientierte Zusammenarbeit gegeben hat. Ich denke hier etwa an die Neugestaltung des Museumseinganges oder an das Domplatzprojekt. Und auch bezüglich der Bewerbung als Kulturhauptstadt ist die Zusammenarbeit mit der Diözese erforderlich. Ich denke und hoffe, dass wir diese auch in Zukunft gemeinsam fortsetzen werden.“

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