St. Pölten Konkret

Ehrenamtliche von „Essen auf Rädern“ geehrt

01.06.2018, von Martin Koutny

ehrung essen auf rädern
Im Bild (1/1): Gabriele Schmid (Sozialhilfe), Wilma Grandl, Theresia Berger, Anna Maria Kihssl, Andrea Denk, dahinter Mag. (FH) Peter Eigelsreiter (Leiter Sozialhilfe), Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Sozialstadtrat Dietmar Fenz. (Foto: Wolfgang Mayer)

Am 30. Mai 2018 ehrte Bürgermeister Mag. Matthias Stadler besonders verdiente HelferInnen der Aktion „Essen auf Rädern“ in seinen Amtsräumen im Rathaus. Sie alle tragen dazu bei, dass betagte oder pflegebedürftige MitbürgerInnen tagtäglich ein warmes Mittagessen bekommen.

Im Zeitraum vom 1. Juni 2017 bis 31. Mai 2018 haben viele HelferInnen wieder eine stattliche Anzahl von Einsätzen bei „Essen auf Rädern“ absolviert. So wurden heuer 21 Personen, die 25 und mehr Einsätze und 46 Personen, die 50 und mehr Einsätze getätigt haben, geehrt. Es gibt aber auch einige MitarbeiterInnen, die in diesem Zeitraum 100 Mal im Einsatz waren. Wichtig und hilfreich ist jedoch jeder ehrenamtliche Einsatz, egal, ob jemand fast täglich oder vielleicht nur einmal im Monat im Einsatz ist!

Vier Frauen mit über 5.500 Einsätzen
Unter den vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen von „Essen auf Rädern“ konnte der St. Pöltner Bürgermeister im Bürgermeisterzimmer folgenden Helferinnen für ihren jahrelangen unermüdlichen Einsatz besonders danken und ihnen eine Urkunde, einen Blumenstrauß und einen Geschenkgutschein überreichen:
Frau Anna Maria Kihssl – über 2.500 Einsätze,
Frau Martha Böschel – 25 Jahre und über 1.500 Einsätze,
Frau Grete Bauer – 20 Jahre und über 1.000 Einsätze und
Frau Theresia Berger – 20 Jahre und über 500 Einsätze.
Frau Wilma Grandl, die ihre Tätigkeit beendet, wurde für Ihre Mitarbeit herzlich gedankt.

„Ohne die Hilfsbereitschaft unserer ehrenamtlichen HelferInnen und FahrerInnen wäre die Aktion „Essen auf Rädern“ nicht durchführbar. Die Ehrung ist die dankbare Ankernneung dieser großartigen und beispielgebenden Hilfsbereitschaft“, sagt der Bürgermeister

Unterstützt wird die Aktion „Essen auf Rädern“ auch heuer wieder durch Mitglieder des „Lions-Clubs“, durch BetriebsrätInnen der NÖ Gebietskrankenkasse sowie Bediensteten des Magistrates. Auch diesen ehrenamtlichen HelferInnen sagte Stadler ein herzliches „Dankeschön“.

Seit Jahrzehnten bewährt
Die Aktion „Essen auf Rädern“ beliefert seit dem Jahr 1974 betagte und pflegebedürftige Personen, aber auch immer öfter jüngere, schwer erkrankte BürgerInnen oder Personen, die auf Grund von psychischen Problemen die Essensversorgung nicht selbst übernehmen können, im Stadtgebiet von St. Pölten mit einem warmen Mittagessen.
Die Zubereitung des Essens erfolgt durch die Küche des Universitätsklinikums St.Pölten, wobei bis zu neun Kostformen wie Seniorenkost, fleischlose Seniorenkost, Schonkost, Stoffwechseldiät, weiche Kost, passierte, laktosefreie, fisch- und geflügelfreie Kost zur Verfügung gestellt werden.

Kostengünstige Kost
Auch für das Jahr 2018 erfolgte keine Preiserhöhung, weshalb den Essensbeziehern weiterhin ein Betrag von 6,40 Euro pro Portion in Rechnung gestellt wird.
Personen, deren Einkommen eine festgelegte Richtsatzgrenze nicht überschreitet, können weiterhin einen Zuschuss aus der Stiftung Bürgerspitalfonds erhalten und damit das Essen zu einem ermäßigten Preis beziehen.
Die Möglichkeit, den Preis bei Essen auf Rädern gering zu halten, ist hauptsächlich der Mitarbeit der ehrenamtlichen HelferInnen und FahrerInnen zu verdanken, die tagtäglich unentgeltlich im Einsatz sind und die es überhaupt möglich machen, dass die Aktion „Essen auf Rädern“ so reibungslos durchgeführt werden kann.

Viel Menschlichkeit
Die freiwilligen MitarbeiterInnen sind nicht nur ZustellerInnen einer warmen Mahlzeit, sie sind oft auch der einzige Kontakt der EssensbezieherInnen zur Umwelt und damit auch oft Vermittler zwischen Administration, Küche und Bezieher. Ihrer Aufmerksamkeit entgeht es auch nicht, wenn bei einem Bezieher etwas „außer der Norm“ ist oder das Essen unberührt vor der Tür steht. Da werden oft alle Hebel in Bewegung gesetzt um die Sachlage aufzuklären bzw. Hilfe anzufordern.


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