St. Pölten Konkret

Rotes Kreuz bereit für Großeinsatz

06.08.2018

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Im Bild (1/2): 2017 versorgte das Rote Kreuz am Frequency Festival rund 1.800 Patientinnen und Patienten. Auch heuer sind sie wieder dort im Einsatz. (Foto: ÖRK St. Pölten / Christopher Kaltenecker)
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Im Bild (2/2): Über 10.000 Einsatzstunden werden vom Roten Kreuz freiwillig am Frequency geleistet. (Foto: ÖRK / Brückler)

Mit dem diesjährigen Besucherrekord stellt das FM4 Frequency-Festival das Rote Kreuz in St. Pölten wieder vor sanitätsdienstliche Herausforderungen.

Seit einigen Monaten bereitet sich der Einsatzstab der Rotkreuz-Bezirksstelle St. Pölten unter Leitung von Gerhard Heilig auf dieses Großevent vor. Die Planungen umfassen neben der Organisation von Ausrüstung und Material (Versorgungszelte, Container, Einsatzfahrzeuge, Funkgeräte, Verbandsmaterial, Medikamente etc.) auch den Aufbau der Infrastruktur und vor allem die Organisation der Sanitäterinnen und Sanitäter sowie der Notärztinnen und Notärzte (Rekrutierung, Dienstplan, Shuttle-Dienste, Verpflegung etc.). Die letzten sanitätsdienstlichen Vorbereitungen zum diesjährigen 10-Jahres-Jubiläum mit Besucherhöchstzahlen und damit verbundenen erwartet gesteigerten Patientenzahlen laufen auf Hochtouren.

Der Ambulanzdienstbetrieb erfolgt rund um die Uhr von Mittwoch, 15. August, bis Montag, 20. August 2018.

In Spitzenzeiten werden bis zu 120 Rotkreuz-Mitarbeiter/innen (Sanitäter/innen, Mitarbeiter/innen der Krisenintervention, Notärzte, Stabs- und Logistikpersonal sowie Shuttledienst) gleichzeitig im Einsatz sein. Es wurde auf insgesamt rund 600 Sanitäter/innen aufgestockt, die teilweise auch heuer wieder aus anderen Bundesländern anreisen und über 10.000 Einsatzstunden leisten werden.

Aus den Erfahrungen der Vorjahre und dem für heuer erwarteten Besucherrekord rechnet das Rote Kreuz mit bis zu 3.000 zu versorgenden Patientinnen und Patienten. Um die Kliniken zu entlasten, werden zahlreiche Behandlungen auch heuer wieder durch die Ärzteteams vor Ort durchgeführt.

„Wir sind gut vorbereitet und werden die Festivalbesucherinnen und –besucher bestmöglich versorgen.", ist Rotkreuz-Einsatzleiter Gerhard Heilig positiv gestimmt.
Auch Bezirksstellenkommandant Stefan Gugerell erklärt: „Natürlich ist das Festival Jahr für Jahr eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Aber es bietet auch die Chance, einen Großeinsatz unter weitgehend kontrollierten Bedingungen zu erproben.“
Auf die ausgesprochen gute Zusammenarbeit mit der Leitstelle 144 Notruf NÖ, der Polizei, der Feuerwehr und der Wasserrettung wird ebenso vertraut wie auf die bewährte Verbindung zum Veranstalter.

Bereitstellungsdienst Frequency 2018 in Zahlen und Daten:

Das Rote Kreuz St. Pölten

  • ist von Mittwoch, 15.8., bis Montag, 20.8.2018 vor Ort im Einsatz.
  • errichtet insgesamt 7 Sanitätsstützpunkte.

Im Rahmen des Ambulanzdienstes

  • sind rund 600 Rettungs- und Notfallsanitäter/innen freiwillig und unentgeltlich im Einsatz,
  • sind mehrere Notärzte im Einsatz,
  • sind in Spitzenzeiten ca. 120 Rettungs- und Notfallsanitäter/innen und bis zu drei Notärztinnen und Notärzte gleichzeitig vor Ort,
  • werden über 10.000 Einsatzstunden freiwillig geleistet,
  • sind permanent Mitarbeiter/innen des Kriseninterventionsteams in Bereitschaft,
  • stehen 20 Notarzt-, Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge im Einsatz,
  • werden sieben Sanitätsstützpunkte im Camping- und Bühnenareal eingerichtet,
  • ist der Hauptstützpunkt für weiterführende Versorgungen ausgestattet,
  • stehen zehn Container als Lager- und Betriebsräume zur Verfügung,
  • werden 54 verschiedene Notfallmedikamente für Akutinterventionen vorgehalten,
  • werden über 1.100 warme Mahlzeiten, etwa 2.200 Semmeln, ca. 200kg Äpfel, mehr als
    3.000 Liter Getränke sowie mehrere hundert Liter Kaffee für die Mannschaft bereitgestellt.

Die Patientenversorgung erfolgt neben den dezentralen Sanitätsstützpunkten am Gelände zum Großteil am Hauptstützpunkt des Roten Kreuzes gegenüber dem VAZ St. Pölten.

So waren 2017 rund 1.800 Patientinnen und Patienten versorgt worden. Nur knapp 80 Betroffene mussten in das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht werden. Glücklicherweise war kein lebensbedrohlicher Notfall zu beklagen.


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