St. Pölten Konkret

Wie ist ihr Impfstatus?

04.01.2019, von Doz. Dr. Bernd Angermayr

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Im Bild (1/1): Doz. Dr. Angermayr ist Internist und Leiter von ärzte im zentrum (www.zentrum.at). (Foto: ärzte im zentrum)

Die Zahl an Infektionskrankheiten, gegen die man sich durch Impfen schützen kann, nimmt bei uns zu.

So kam es in St. Pölten zuletzt zu vermehrtem Auftreten von Keuchhusten bei Erwachsenen. Dies ist eine wochenlang anhaltende Krankheit mit quälendem Husten. Es gibt mehrere Gründe, warum Menschen an Infektionen, gegen die es Impfungen gibt, erkranken:

  • Sie haben ihre Impfungen, die sie in der Schulzeit erhalten haben, nicht mehr aufgefrischt, d.h. sie haben z.B. schlichtweg vergessen.
  • Leider gibt es neben dem Vergessen auf Auffrischung auch immer mehr Menschen, die sich oder ihre Kinder bewusst nicht impfen lassen. Das ist nicht nur ein Risiko für sie selbst, sondern auch für andere, die nicht gegen die Krankheiten geschützt sind (Gründe hierfür gibt es viele: Kleinkinder, die noch nicht geimpft werden konnten, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Menschen, die schlechten Zugang zum Gesundheitssystem haben, denen der Nutzen nicht bekannt ist oder die sich Impfungen nicht leisten können). Somit ist Impfen auch ein sozialer Akt für die Gemeinschaft, in der man lebt.

Gegen welche Erkrankungen sollten Sie geimpft sein?
Für Ihr Kind berät Sie Ihr Kinderarzt. Als Erwachsener sollte man gegen folgende Krankheiten geimpft sein: Tetanus, Diphterie, Polio, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, FSME, Hepatitis A, Varizellen. Bei älteren Menschen wird dringend eine Grippe- und Pneumokokkenimpfung empfohlen.
Unsere Gesundheitstipp lautet: suchen Sie Ihren Impfpass und kontrollieren Sie, wann die letzten Impfungen erfolgt sind. Im Zweifel zeigen Sie den Impfpass Ihrem Hausarzt. Auch das Gesundheitsamt St. Pölten berät Sie gerne. Wenn der Pass unvollständig ist oder nicht auffindbar, ist das auch kein Problem: Mit einer Blutabnahme kann man fast immer feststellen, ob ein ausreichender Impfschutz vorhanden ist.


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