St. Pölten Konkret

Kontaktstelle für Förderungen von sozialen Einrichtungen wird geschaffen

25.06.2015, von Martin Koutny

kontaktstelle zur förderung von sozialen einrichtungen schweitzer obernigg stadler (2)
Im Bild (1/2): Im Rathaus wird eine Kontaktstelle für Förderungen von sozialen Einrichtungen eingerichtet: Dr. Doris Schweitzer, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Soziales und Umwelt im Magistrat, DSA Barbara Obernigg und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler. (Martin Koutny)
kontaktstelle zur förderung von sozialen einrichtungen schweitzer obernigg stadler (1)
Im Bild (2/2): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Barbara Obernigg erklären die Vorteile der neuen Förderstelle für soziale Einrichtungen. (Martin Koutny)

Die sozialen Einrichtungen in der Landeshauptstadt St. Pölten haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt. Um die Qualität dieser Einrichtungen zu fördern und deren Bestand abzusichern, wird im Magistrat nun eine eigene Kontaktstelle für Förderungen von sozialen Einrichtungen geschaffen.

„Die Förderungen der Stadt an soziale Einrichtungen sollen zu Wohle der Bevölkerung nachhaltig, fachlich gezielt und transparent verwendet werden“, erklärt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler den Grund für die Einrichtung der Koordinationsstelle. Etwa 10 soziale Einrichtungen erhalten regelmäßig Fördergelder von der Stadt, damit sie ihre Aufgaben für die St. Pöltner BürgerInnen erledigen können. Die Zahl der geförderten sozialen Einrichtungen hat sich in den letzten fünfzehn Jahren verdoppelt. Das finanzielle Fördervolumen der Stadt für diese Einrichtungen beträgt fast 200.000 Euro. Als weitere Unterstützung gibt es Sachleistungen im Wert von rund 20.000 Euro. Diese Summen werden als zusätzliche freiwillige Leistungen zur Ergänzung der gesetzlich geregelten Aufgaben im sozialen Bereich aufgewendet. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben der Stadt St. Pölten im Sozialbereich jährlich auf fast 25 Mio. Euro.

Obernigg übernimmt Kontaktstelle
Die neue Kontaktstelle ist im Fachbereich Gesundheit, Soziales und Umwelt angesiedelt. Die diplomierte Sozialarbeiterin Barbara Obernigg übernimmt mit sofortiger Wirkung die Koordination und bleibt Leiterin der Jugendzentrums Steppenwolf. Aufgrund Ihrer langjährigen Tätigkeit und dem einschlägigen Fachwissen ist sie die Idealbesetzung für diese Position.
Obernigg wird künftig die Förderungs- und Subventionsansuchen an die Stadt entgegennehmen, Konzepte der Förderungswerber begutachten, die Inhalte für die Beschlussfassung aufbereiten und die sachgerechte Verwendung überprüfen. Letztlich sollen auch mögliche Mehrfachförderungen hintangehalten werden und so ein noch effizienterer Einsatz der Fördergelder gewährleistet werden.

Klare Zielsetzung
Ziel der Kontaktstelle ist es, die sozialen Einrichtungen untereinander zu vernetzen und damit eine besser Abstimmung des Angebots für die BürgerInnen zu erreichen. Das dient der Qualitätssicherung abseits der nötigen Controllingarbeit. Es wird allerdings keine neue „Behörde“ geschaffen, sondern der fachliche Hintergrund sowie der Beratungs- und Serviceaspekt in Förderfragen stehen im Fokus. Barbara Obernigg koordiniert auch den Kontakt der Förderswerber zu den einzelnen Fachabteilungen im Magistrat.

Viele Pluspunkte
Die Vorteile der neuen Kontaktstelle für Förderungen von soziale Einrichtungen liegen klar auf der Hand:

  • Die FörderwerberInnen haben eine fachlich qualifizierte Erstansprechperson, die die Interessen der BürgerInnen und der Stadt vertritt, aber auch über das nötige Wissen verfügt, eine Vorauswahl zu treffen.
  • Durch die Vernetzung wird gewährleistet, dass der Magistrat über die Veränderungen und Entwicklungen der sozialen Landschaft informiert ist. Auf Veränderungen kann flexibel, fachlich adäquat und bedarfsgerecht reagiert werden.
  • Alle Förderansuchen und Förderungen laufen bei einer Person zusammen, sodass mögliche Doppelförderungen hintangehalten werden können.
  • Diese Stelle ermöglicht eine Übersicht über alle Förderungen des Magistrats und bietet so mehr Transparenz.
  • Die Konzepte werden aufbereitet und damit kann der Zeitaufwand für die Entscheidungsträger minimiert werden.
  • Die ansuchenden Stellen bekommen kurzfristig die gewünschten Gesprächstermine und können mit eine rascheren Erledigung des Förderansuchens rechnen (Kundenfreundlichkeit).
  • Der zweckmäßige Einsatz und die nachhaltige Nutzung der Fördergelder können somit noch besser garantiert werden.
  • Der interne Verwaltungsaufwand in Bezug auf die Vergabe von Förderungen an soziale Einrichtungen wird reduziert.

Derzeit wird an der Erarbeitung einer Datenbank von geförderten Stellen im Abgleich mit Abteilungen des Magistrats, die bisher Förderungen im Sozialbereich vergeben haben, gearbeitet. Hier sollen auch die Konzepte der schon geförderten Stellen enthalten sein. Des Weiteren werden bindende Qualitätskriterien für förderungswürdige Einrichtungen erstellt. Neue soziale Einrichtungen sollen durch Medienservicestelle der Stadt durch Informationen bekanntgemacht werden und auf der Homepage der Stadt soll ein digitaler Zugang für Förderungswerber zu den Förderansuchen ermöglicht werden. Der Vollausbau der Kontaktstelle soll 2016/2017 erreicht sein.

„Es ist wichtig, dass den BürgerInnen und Bürgern in einer Notlage effizient geholfen wird. Die Grundlage dafür ist, dass die sozialen Einrichtungen in der Stadt und die zuständigen Abteilungen im Magistrat, wie die Jugendhilfe, die Sozialhilfe, Gesundheitsabteilung und Büro für Diversität optimal vernetzt sind und die finanziellen Mittel nachhaltig und effizient eingesetzt werden können“, beschreibt Barbara Obernigg ihre Aufgabe.


Copyright 2018 St. Pölten Konkret Online, Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten/Medienservice