St. Pölten Konkret

„Co-Creation Space“ bringt Erkenntnisse

17.04.2018, von Heinz Steinbrecher

e-schmiede
Im Bild (1/1): Das Rathaus war am 17. April Schauplatz des e-Schmiede Symposiums „Ein Co-Creation Space für St. Pölten“. (Foto: Josef Vorlaufer)

Begeisterung, Jugendliche, Nachhaltigkeit, Technik – passen diese Schlagworte zusammen? In St. Pölten findet dazu ein nachhaltiges Projekt statt, das zahlreiche Erkenntnisse zu den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen in einer Stadt mit sich brachte.

Das Österreichische Institut für Nachhaltige Entwicklung startete im Sommer 2017 in Kooperation mit dem Verein LAMES und der Stadt St. Pölten das Pilot- und Forschungsprojekt „e-Schmiede“, unterstützt vom Klima- und Energiefonds. „Ziel des Projektes ist, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene mit erneuerbarer Energie, nachhaltiger Mobilität und Stadtentwicklung beschäftigen und dabei kreative Lösungen und Zukunftsperspektiven entwickeln. Sie können dabei ihre Stärken und Potentiale für ihren beruflichen Werdegang entdecken“, sagt DI Tobias Rogalli, Projektleiter. Die e-Schmiede ist am Gelände des Kunst- und Kulturvereins LAMES im Sonnenpark in St. Pölten untergebracht.

Das e-Schmiede Symposium „Ein Co-Creation Space für St. Pölten“ fand am 17. April 2018 im Rathaus St. Pölten statt und lud dazu ein, das Potential des Co-Creation Spaces kennenzulernen. Das bisherige Angebot beinhaltete u.a. Workshops, Exkursionen und Filmabende. Der Fokus im Jahr 2018 liegt verstärkt auf der Verbindung von Kunst und Nachhaltigkeit.

Erkenntnisse für 2024 und darüber hinaus
„Kunst ist ein zentrales Element um kreative Lösungen zu entwickeln. Wir bieten einen offenen und naturverbundenen Rahmen, mit vielen Möglichkeiten zum Forschen und Ausprobieren“, sagt Mag. Andreas Fränzl
Teammitglied der e-Schmiede und Vorstandsmitglied von LAMES. Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Jugendgemeinderat Thomas Kainz, BA sind sich einig: „Wenn junge Menschen Einblicke in Prozesse nachhaltiger Entwicklung bekommen, dann ist das in jedem Fall unterstützenswert. Wir sind dankbar für die Erkenntnisse daraus und können auch aus künstlerischer bzw. kultureller Sicht Inputs für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2024 von den jungen St. PöltnerInnen mitnehmen.“
Eine qualitative Bedürfnis- und Sozialraumanalyse begleitet das Projekt. „Ziel war die Erhebung der aktuellen Bedürfnisse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in St. Pölten unter Berücksichtigung der verschiedenen jugendkulturellen Szenen bzw. sozioökonomischer Milieus. Weiters ging es um die Feststellung des aktuellen jugendpolitischen Bedarfs der Stadt in Bezug auf Mobilität, formelle und informelle Bildung und Freizeit. Spannend war in diesem Zusammenhang, dass das Image der Stadt ein großes Thema war“, erklärt der Autor Stephan Schimanowa.

Ausgezeichnetes Projekt
Die e-Schmiede hat im November 2017 die Auszeichnung „Best of Austria“ im Bereich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung vom BMLFUW verliehen bekommen. „Die Weiterführung des Pilotprojektes e-Schmiede hin zu einem nachhaltigen Co-Creation Space für St. Pölten als fixer Bestandteil des Nachhaltigkeitsprofils der Stadt wäre wünschenswert“, meint Dr. Alfred Strigl, Direktor des Österreichischen Instituts für Nachhaltige Entwicklung.

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