St. Pölten Konkret

1.500 Kontaktgespräche mit StreetworkerInnen

13.03.2015, von Thomas Kainz

sozialarbeit bahnhof
Im Bild (1/1): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler überzeugte sich vor Ort von der Arbeit der SozialarbeiterInnen. Im Gespräch mit DSA Susanne Fuhs von Nordrand und dem Geschäftsführer vom Verein Jugend und Lebenswelt, DSA Bernhard Zima, wurde Bilanz über die Streetwork-Einsätze beim Bahnhof gezogen und es wurden weitere lokale Aktionen, etwa mit dem Streetwork-Bus, besprochen. (Foto: Thomas Kainz)

Anfang März verkündete Bürgermeister Matthias Stadler die Zusage aus dem Innenministeriun für eine Polizeistation am Bahnhof. Als ergänzende Maßnahme haben auch die Jugend- und SozialarbeiterInnen von Nordrand ihre Aktivität vor Ort erhöht.

„Das Polizeiwachzimmer ist ein großer Erfolg, fast genauso wichtig ist es aber, den Ursachen für Kriminalität oder Gewalt auf den Grund zu gehen. Wir tun beides“, hält Mag. Matthias Stadler fest.

In Gesprächen hat der Bürgermeister, selbst Präsident des Trägervereins Jugend und Lebenswelt, mit den StreetworkerInnen von „Nordrand“ Schwerpunktaktionen in diesem Bereich vereinbart.
Die diplomierte Sozialarbeiterin Susanne Fuhs und ihr Team haben daraufhin ihre Präsenz am Bahnhof noch weiter verstärkt und können ein erstes Resümee ziehen: „Wir haben unseren Fokus auf noch mehr Kontaktgespräche gelegt und konnten diese Kontakte um über 60 Prozent auf 1.500 seit Jahresbeginn 2015 im Vergleich zum selben Zeitraum 2014 steigern.“
Auch bei den sogenannten Einzelfallhilfen, dort also wo es wirklich ernst wird, konnte eine Verdreifachung auf 50 Einsätze verzeichnet werden. „Ja, es ist derzeit wirklich kräfteaufreibend“, kommentiert Fuhs. „Aber wir dürfen hier jetzt auch nicht locker lassen, denn Symptombekämpfung alleine hilft langfristig nicht weiter.“

Gerade in kalten Tagen haben die StreetworkerInnen auch Tee mit: „Für eine warme Begrüßung und einen leichteren Gesprächseinstieg“, so Fuhs. Das Angebot von Nordrand wird auch von den Jugendlichen gut angenommen. Vor allem Gewalt, Suchtmittel, Sexualität und Arbeit sind bei den zahlreichen Gesprächen Themen, die den jungen St. PöltnerInnen auf den Lippen brennen.


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