St. Pölten Konkret

Gemeinsam sind wir stark!

04.01.2019

feurwehr jahresbilanz
Im Bild (1/1): Abschnittsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Franz Klampfl, Leiter des Verwaltungsdienstes Dominik Schreiber, Stadtrat Mag. Johann Rankl, Gemeinderat Walter Hobiger und Abschnittsfeuerwehrkommandant Leopold Lenz. (Foto: Josef Vorlaufer)

Im vergangenen Jahr leisteten die Feuerwehren im Abschnitt St. Pölten 4.173 Einsätze und absolvierten 795 Übungen. Im Jahr 2018 wurden wichtige Entscheidungen für die Schlagkraft des Rettungs- und Feuerwehrwesens in der Landeshauptstadt getroffen.

Sowohl bei der Bevölkerung wie auch bei der Politik steht ein professionelles Rettungs- und Feuerwehrwesen hoch im Kurs. Dies zeigen auch die stets einstimmigen Beschlüsse im Gemeinderat. Rückgrat sind die vielen Freiwilligen, welche bei den Rettungsorganisationen und den Freiwilligen Feuerwehren ehrenamtlich ihren Dienst versehen.
Dazu ist es auch notwendig, laufend die Rahmenbedingungen zu verbessern um den hohen Sicherheitslevel zu halten und weiter auszubauen. Die Landeshauptstadt St. Pölten investiert dabei so viel wie keine andere vergleichbare Stadt.

Rettungseuro wird etappenweise angehoben

Eine wichtige Einigung gab es 2018 mit den Rettungsorganisationen über die Erhöhung des Rettungseuros, der von derzeit 5 Euro pro Einwohner etappenweise im Jahr 2019 auf 7 Euro, 2020 auf 8 Euro und 2021 auf 10 Euro pro Einwohner angehoben wird. Zusätzlich zu dieser Grundfinanzierung der Rettungsorganisationen gewährte die Landeshauptstadt St. Pölten dem Roten Kreuz eine beachtliche Subvention für die Errichtung der neuen Bezirksstelle. Die Unterstützung wird in drei Jahresraten ausbezahlt, wobei die letzte Rate 2019 fällig wird. Weiters wurde die Sanierung der Zentrale der St. Pöltner Samariter in der Herzogenburger Straße mit einer Subvention unterstützt.

Große Investitionen im Bereich der Feuerwehren

Für den Neubau des bedarfsgerechten Feuerwehrhauses Viehofen, welcher im Jahr 2019 starten wird, sind rund 2,8 Mio. Euro veranschlagt. Die Umsetzung wird wie beim Bau des Feuerwehrhauses FF-Stattersdorf wieder durch das Planungsatelier Steinwendtner und die Immobilien St. Pölten GmbH & CoKG erfolgen. Damit wird nach den FF-Häusern Spratzern, Wagram, Ratzersdorf, Stattersdorf, der Sanierung der Feuerwehrzentrale und dem Garagenneubau in Pummersdorf mit dem Neubau Viehofen ein weiteres großes Projekt umgesetzt.
Im abgelaufenen Jahr wurden mehrere Feuerwehren auch bei Sanierungen und Bauvorhaben im Bereich der Feuerwehrhäuser unterstützt. Bei den Dächern der Feuerwehrhäuser Ochsenburg und Spratzern waren umfangreiche Investitionen erforderlich. Weiteres wurden die Entsorgungskosten eines alten Zubaus bei der Feuerwehr Ochsenburg von der Stadt übernommen und die Sanierung der Garage der Feuerwehr Ragelsdorf unterstützt. Die Feuerwehren Ober- und Unterradlberg, Wagram, sowie Ragelsdorf organisierten zudem Feiern anlässlich von Jubiläen.

Sicherheitspaket für die Feuerwehren

In der Sitzung des Gemeinderates im Dezember 2018 wurde mit dem Budgetbeschluss die Erhöhung der jährlichen Subventionen der 14 Feuerwehren von bisher 127.000 Euro auf 153.700 Euro beschlossen. Das entspricht einer Steigerung um 21%. Die Unterstützung der Jugendarbeit wird dabei von 10.000 Euro auf 12.500 Euro erhöht.

Investitionen für neue Fahrzeuge

Auch der umfangreiche Fuhrpark wird mit vereinten Anstrengungen laufend erneuert. So wurden 2018 Unterstützungen für neue Feuerwehrautos für die Feuerwehren Unterradlberg, Ratzersdorf, Stattersdorf, Wagram, Stadt und Pummersdorf ausbezahlt. Für 2019 sind weitere Raten für diese Feuerwehrfahrzeuge vorgesehen. Für die kommenden Jahre ist weiters die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr Spratzern vorgesehen. Bei der Anschaffung der neuen Fahrzeuge wirkte sich erstmalig auch die Übernahme der Mehrwertsteuer durch Land und Gemeinde aus. Dadurch verringert sich der durch die Feuerwehren aufzubringende Beitrag um rund 20 %.

Ehrung verdienter Feuerwehrkameraden

Im Dezember 2018 wurde bei einem Empfang im Rathaus wieder den Jubilaren, die über Jahrzehnte mit ihrem Engagement und ihrer Einsatzbereitschaft ihren freiwilligen Dienst für die Bevölkerung versehen haben, gedankt.

Ausgezeichnete Jugendarbeit

Trotzdem bei den Mitgliederversammlungen im Frühjahr 2018 wieder zahlreiche Jugendliche in den Aktivstand übernommen wurden, konnte die Zahl der Feuerwehrjugend zum Jahreswechsel mit 130 Jugendlichen konstant gehalten werden. Im Zuge der Ausbildung wurden vom Feuerwehrnachwuchs 2018 sehr beachtliche 17.301 Stunden investiert!! Bei vielen Freiwilligen Feuerwehren stammt die heutige Aktivmannschaft bereits zu mehr als Hälfte aus der eigenen Jugendarbeit!! Dies belegt den hohen Stellenwert und die Wichtigkeit einer umfassenden Integration junger Mädchen und Buben bei den Feuerwehren.
Die Feuerwehren haben derzeit folgende Jugendmitglieder:
St. Pölten – Oberradlberg: 1
St. Pölten - Pottenbrunn: 17
St. Pölten - Ratzersdorf: 12
St. Pölten - Spratzern: 8
St. Pölten - St. Georgen: 26
St. Pölten - Stadt: 18
St. Pölten - Stattersdorf: 4
St. Pölten - Unterradlberg: 7
St. Pölten - Viehofen: 20
St. Pölten - Wagram: 17

Hoher Sicherheitsstandard

Durch das dichte Netz von Feuerwehren in den Stadteilen mit mehr als 1.000 aktiven freiwilligen Feuerwehrmännern und –frauen ist im Ernstfall für die Bevölkerung bestens vorgesorgt. Zudem sorgen seit 2018 auch ein eigener Sicherheitsbeauftragter und ein Sicherheits-Stadtrat für die Vernetzung zwischen den Organisationen und eine effiziente Zusammenarbeit.
Gemeinsam sind wir stark! Dies gilt besonders für die Zusammenarbeit zwischen den St. Pöltner Feuerwehren und der Stadt St. Pölten!

Neuer Feuerwehrstadtrat ab Anfang 2019

Seit 2003 ist Stadtrat Mag. Hans Rankl - mit einer kurzen Unterbrechung - nunmehr als Feuerwehrstadtrat für die Feuerwehren unterwegs. Nicht nur bei Einsätzen, sondern auch bei den Übungen, Versammlungen, Bällen, Einweihungen neuer Fahrzeuge und Feuerwehr-Heurigen lernte er das hohe Engagement und die Bereitschaft für andere buchstäblich „durchs Feuer zu gehen“ kennen. Seine Bitte, die Freiwilligkeit, auf die wir zu Recht stolz sein können und die in Europa einmalig ist, auch in Zukunft mit aller Kraft zu unterstützen ist auch seinem Nachfolger, Gemeinderat Walter Hobiger ein vorrangiges Anliegen.
Als neuer Ansprechpartner wird Walter Hobiger bei den ab Jänner 2019 bevorstehenden Mitgliederversammlungen von Seiten der Stadt berichten. Als ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Spratzern bringt er umfangreiches Wissen im Bereich der Feuerwehren mit, welches ihm bei seiner neuen Aufgabe eine große Hilfe sein wird.


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