St. Pölten Konkret

St. Pölten ist bei der Sicherheit Vorreiter

22.02.2019, von Martin Koutny

bäuchler stadler
Im Bild (1/1): Für Stadtpolizeikommandant Oberst Franz Bäuchler und Bürgermeister Matthias Stadler hat die Sicherheit der BürgerInnen oberste Priorität. Die Zusammenarbeit läuft seit Jahren sehr gut. (Foto: Josef Vorlaufer)

In einigen niederösterreichischen Kommunen wird derzeit das Thema Sicherheit vielschichtig diskutiert und es werden „Sicherheitsgipfel“ abgehalten. Die niederösterreichische Landeshauptstadt ist in punkto Sicherheit und Prävention Vorreiter und hat die andernorts diskutierten Maßnahmen bereits längst umgesetzt. An der weiteren Optimierung der Sicherheitskonzepte wird regelmäßig gearbeitet.

„Die Sicherheit der Bevölkerung hat in St. Pölten oberste Priorität“, sagen Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Stadtpolizeikommandant Oberst Franz Bäuchler und verweisen auf die vielen gemeinsamen Projekte. Stadt und Polizei stehen nämlich in ständigem Kontakt. Es gibt regelmäßige Arbeitstreffen und es besteht eine ausgezeichnete Zusammenarbeit. Für die öffentliche Sicherheit ist ausschließlich die Exekutive zuständig, die Stadt unterstützt die Polizei mit entsprechenden Maßnahmen.

Gute Zusammenarbeit
Viele jener Punkte die in anderen Städten derzeit in „Sicherheitsgipfeln“ diskutiert werden sind in St. Pölten längst umgesetzt.
So wird vielerorts eine Verstärkung des Sicherheitspersonals der ÖBB auf den Bahnhöfen gefordert, was in St. Pölten seit der Eröffnung des neuen Bahnhofs umgesetzt ist.
In St. Pölten gibt es derzeit zwei Schutzzonen, welche insgesamt mehr Sicherheit bringen.
In den größeren Städten wird auch eine stärkere Präsenz von Streetworkern gefordert. In St. Pölten wurde der Verein „Nordrand - Jugend und Lebenswelt“ direkt am Bahnhofsplatz angesiedelt und hat sich dieser neue Standort bestens bewährt.
Die Stadt hat in einem größeren Stadtviertel ein Sicherheitsaudit zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit durchgeführtt. Hier waren vor allem die BürgerInnen, die Hausverwaltungen aber auch andere Experten und die Polizei involviert, um die Sicherheit zu erhöhen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auch in anderen Stadtteilen umgesetzt.
Es gibt gemeinsame Schwerpunktaktionen mit der Polizei, zum Beispiel in der Aktion „Gemeinsam sicher“, wo etwa durch die Verbesserung der Beleuchtung das subjektive Sicherheitsgefühl erhöht wird.
Zudem wurden und werden Frauenparkplätze geschaffen, die besonders gut ausgeleuchtet sind.
Beim jährlichen Radtag wurden Fahrräder in Kooperation mit der Polizei zur Diebstahlsprävention codiert.
Nicht zuletzt wurde die Verlegung der Polizeiinspektion auf den Bahnhof gemeinsam umgesetzt.

Die Sicherheit im Fokus
„Wir beobachten die Sicherheitslage in der Stadt sehr genau. Bei Auffälligkeiten wird versucht sofort darauf zu reagieren. Häufig kann die Polizei alleine aber nicht der Problemlöser sein und es sind auch andere Behörden oder Organisationen (Stadt, Schulen usw.) gefordert. Wir versuchen daher immer alle Beteiligten zu informieren und gemeinsam eine Problemlösung zu erarbeiten (Gemeinsam.Sicher). Das hat sich in der Vergangenheit sehr bewährt. Viele Problemstellungen, welche in anderen Städten jetzt vorliegen, wurden in St. Pölten schon vor Jahren angegangen. Bürger aber natürlich auch Mitglieder des Stadt- oder Gemeinderates können auch gerne selbst an der Verbesserung der Sicherheitslage in der Stadt mitarbeiten. Als Sicherheitspartner im Rahmen des Projektes Gemeinsam.Sicher erhält man nicht nur Informationen über die Sicherheitslage, man kann auch selbst Probleme aufzeigen und an der Lösung mitarbeiten. Es würde uns sehr freuen, wenn wir den einen oder anderen Stadt- oder Gemeinderat auch als Sicherheitspartner gewinnen könnten.
Da offensichtlich der Bedarf an mehr Information im Gemeinderat besteht, werden wir gerne zu einem Informationsgespräch einladen. Es wird allerdings zweckmäßig sein, wenn wir die Veröffentlichung der Kriminalstatistik abwarten. Damit wird gewährleistet, dass die aktuellen Zahlen der Straftaten entsprechend erörtert werden können.“

„St. Pölten ist nicht die Insel der Seligen und natürlich gibt es auch Kriminalität. Die St. Pöltner Polizei weiß aber ganz genau, was zu tun ist. Wir haben derzeit kein gravierendes Sicherheitsproblem, das einen regelmäßigen Sicherheitsgipfel erforderlich machen würde. Außerdem tauschen wir ohnehin immer wieder Informationen aus. Ich danke der Polizei, die für unsere Anliegen stets ein offenes Ohr hat und unsere Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheit aufgreift“, betont Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und ergänzt: „Es spricht aber nichts dagegen die Vertreter der im Gemeinderat vertretenen Parteien über die aktuelle Lage zu informieren. Ein solcher Termin darf aber nicht dazu benutzt werden, die öffentliche Sicherheit aufs Spiel zu setzen, dem Image der Stadt zu schaden und in populistischer Weise politisches Kleingeld zu sammeln. Dafür ist das Thema viel zu wichtig. Die Polizei leistet hervorragende Arbeit und gerade in St. Pölten ist die Aufklärungsquote besonders hoch.“


Copyright 2019 St. Pölten Konkret Online, Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten/Medienservice