St. Pölten Konkret

„Der wilde Südosten der Landeshauptstadt“

25.11.2015, von Heinz Steinbrecher

wildbachbegehung
Im Bild (1/1): Wildbäche gibt es auch in der Landeshauptstadt.(Foto: zVfg.)

Am 19. November veranstaltete der Fachbereich Behörden des Magistrates der Stadt St. Pölten im Rathaus eine Informationsveranstaltung zum Thema Wildbachbegehung.

So unglaublich es klingt, aber in der Landeshauptstadt St. Pölten befinden sich in den Katastralgemeinden Windpassing, Ochsenburg und Dörfl vier Wildbäche! Von Norden nach Süden sind dies der Neumühlegraben, der Dörflgraben, der Waldbach ( bestehend aus zwei Teilen: dem Leithengraben und dem Waldbach ) und der Reitbauergraben.

Gemeinsam mit dem zuständigen Wildbachaufsichtsorgan, Frau Dipl.-Ing. Ingrid Leutgeb-Born, und den beiden Sachverständigen für Wasserbautechnik (Gebietsbauamt III) und Forstwesen (Bezirksforstinspektion) wurden sämtliche angrenzenden Grundeigentümer über die verpflichtende Wildbachbegehung informiert. Nach dem Forstgesetz ist jede Gemeinde, durch deren Gebiet ein Wildbach fließt, verpflichtet, diesen mindestens einmal jährlich zu begehen bzw. begehen zu lassen.
Auch die beiden Vertreter der Nachbargemeinden Pyhra und Wilhelmsburg nutzten die Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch, zumal ein Teil der St. Pöltner Wildbäche in diesen Gemeinden entspringt.
Im Zuge der Informationsveranstaltung gab es auch die Möglichkeit, sich über die Ergebnisse der diesjährigen Wildbachbegehung zu informieren, da nicht zuletzt dem Grundeigentümer die Beseitigung von den Abfluss hindernden Gegenständen (z.B. Windwurf, Totholz, div. Ablagerungen etc.) aufzutragen ist, um im Ereignisfall eine Verklausung und in weiterer Folge eine Überschwemmung eines angrenzenden Siedlungsgebietes zu verhindern.

Dipl.-Ing. (FH) Harald Prinz vom Fachbereich Behörden bedankte sich abschließend bei allen Teilnehmern für die konstruktive Zusammenarbeit und merkte an, dass die nächste Wildbachbegehung bereits im kommenden Jahr 2016 nach der Schneeschmelze vor der Tür steht.


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