St. Pölten Konkret

Wasservögel bitte nicht füttern!

07.01.2016, von Martin Koutny

bitte nicht füttern enten
Im Bild (1/1): Wasservögel sind auch im Winter nicht auf zusätzliches Futter angewiesen. (Foto: zVg)

Wasservögel und Fische ernähren sich von Wasserpflanzen und –tieren und können auch in den Wintermonaten durchaus ohne menschliche Hilfe überleben.

Das Füttern von Wasservögeln mit Getreide, Mais, altem Brot, Semmeln oder gar mit den Resten vom eigenen Teller ist falsch verstandene Tierliebe. Nicht artgerechtes Futter schadet den Tieren meist mehr als es ihnen hilft. „Auch wenn es noch so gut gemeint ist, Sie tun den Tieren und dem Gewässer damit nichts Gutes“, erklärt DI Ingrid Leutgeb-Born, vom Umweltreferat im Rathaus.

Übertriebenes Füttern birgt Gefahren
Enten und Schwäne, die ständig gefüttert werden, suchen immer weniger selbst nach passender und in der Natur vorhandener Nahrung und verlernen so natürlich zu (über-) leben. Durch regelmäßiges und übermäßiges Füttern kommt es in bestimmten Bereichen des Gewässers zu unnatürlich großen Ansammlungen von Wasservögeln. „Unnatürlich große Ansammlungen von Wasservögeln tragen auch zur Übertragung und Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Vogelgrippe oder Salmonellen bei“, weiß der städtische Veterinär Dr. Helmut Wagner. Futterreste und der Kot der Wasservögel belasten das Gewässer und das biologische Gleichgewicht im Lebensraum Wasser wird gestört. Sind Futterreste am Ufer vorhanden, so spricht sich dies übrigens auch unter Ratten schnell herum.

„Beobachten und bewundern Sie die Schwäne und Entenarten an der Traisen, an den Mühlbächen und im Hammerpark sowie an den Viehofner Seen und am Ratzersdorfer See, aber verändern Sie bitte nicht ihren natürlichen Menüplan, nur um sie anzulocken“, rät Leutgeb-Born.


Copyright 2018 St. Pölten Konkret Online, Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten/Medienservice