St. Pölten Konkret

Kostengünstige und gerechte Müllgebühr

19.05.2016, von Martin Koutny

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Im Bild (1/1): In rund 15% der St. Pöltner Haushalte muss die Größe der Müllcontainer den tatsächlich anfallenden Müllmengen angepasst werden. (Foto: Josef Vorlaufer)

Neuesten Erhebungen zufolge produzieren die St. PöltnerInnen im Jahr pro Kopf 210 kg Müll. Die leistungsfähige Abfallwirtschaft der Stadt kann das erhöhte Aufkommen zu moderaten Preisen problemlos bewältigen.

Die Entsorgung des Mülls erfolgt in der niederösterreichischen Landeshauptstadt nach neuesten Standards und es wird ein umfassendes Service geboten:

  • Restmüllentsorgung pünktlich mindestens vierzehntägig
  • Entsorgung Altpapier pünktlich alle acht Wochen
  • Entsorgung Biomüll pünktlich 42 Mal im Jahr
  • Ca. 75 Sammelstellen im ganzen Stadtgebiet für Altstoffe (Glas, Metallverpackungen, Textilien)
  • Ca. 30 Sammelstellen für Grünschnitt
  • Vier Altstoffsammelzentren
  • Eine Sperrmüllabfuhr pro Liegenschaft und pro Jahr gratis

Die Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt entsorgt jährlich inklusive Altstoffen, Sperr- und Sondermüll pro Einwohner ca. 685 kg Abfälle. Der Restmüll wird auf einer der modernsten Müllbehandlungsanlagen Österreichs bearbeitet. Alle Altstoffe werden der Wiederverwertung zugeführt, der Rest wird deponiert.

Die Verrechnung der Müllgebühren erfolgt nach dem Volumen der zugeteilten Müllbehälter. Während in Niederösterreich pro Kopf 1.080 Liter Restmüll anfallen sind es in der Landeshauptstadt immerhin 1.600 Liter.

Moderate Gebühren
Für all diese Leitungen wird dem durchschnittlichen Haushalt eine Jahresgebühr in der Höhe von 214 Euro in Rechnung gestellt. Das entspricht Kosten von 0,60 Euro pro Tag für die Restmüllentsorgung. Trotz diesem umfassenden Service liegt St. Pölten bei den Müllgebühren im niederösterreichischen Vergleich im günstigen Preissegment.

Müll vermeiden und ordnungsgemäß trennen
„In allen größeren Städten in Österreich fällt mehr Restmüll an als in ländlichen Gebieten. Das liegt an der urbanen Lebensweise. Trotzdem appelliere ich an alle St. PölterInnen, darauf zu achten, so wenig Müll als möglich zu verursachen und durch Mülltrennung zu einer ordnungsgemäßen Entsorgung im Sinne unserer Umwelt beizutragen“, sagt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.

„Die Bereitschaft zur ordnungsgemäßen Trennung der Altstoffe ist nach wie vor hoch, sie ist aber leider im Abnehmen begriffen“, weiß Irene Bartl von der Abfallwirtschaft, die darauf verweist, dass die Müllgebühren in St. Pölten seit Jänner 2011 unverändert sind. Trotz dem guten Preis-Leistungsverhältnis und den vielfältigen Möglichkeiten, den anfallenden Müll ordnungsgemäß und umweltschonend zu entsorgen, werden immer häufiger illegale Ablagerungen und unnötige Verunreinigungen im Stadtgebiet festgestellt. Auch der Anteil von Lebensmitteln im Müll ist im Steigen begriffen.
Umfassende Informationen zur Müllentsorgung bietet das Mülltelefon unter 02742/333-4444.

Müllcontainer werden angepasst
„Wir wollen das Bewusstsein schärfen, dass jede unsachgemäße Entsorgung und jeder achtlos auf der Straße weggeworfene Müll erhebliche zusätzliche Kosten verursacht. Daher wird jetzt verstärkt darauf geachtet, dass die Restmüllentsorgungskosten gerecht nach dem durchschnittlichen Abfallaufkommen pro Kopf umgelegt werden. Wenn sich alle an die gesetzlichen Vorgaben halten und mit Zivilcourage bei illegalen Entsorgungen einschreiten, können wir auch weiterhin kostendeckend arbeiten“, erklärt Irene Bartl. Im Zuge der Erhebung der anfallenden Müllmengen wurde auch festgestellt, dass in etwa 15% der St. Pöltner Haushalte die Größe der Müllcontainer nicht den tatsächlich anfallenden Müllmengen entsprechen. Diese Haushalte werden in den nächsten Monaten auf entsprechende Müllbehältergrößen angepasst, um illegale Ablagerungen und unsachgemäße Entsorgungen hintanzuhalten. Das zur Verfügung gestellte Behältervolumen wird auf Grund von langjährigen Erfahrungen und den offiziellen Durchschnittswerten des Landes Niederösterreich errechnet.


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