St. Pölten Konkret

Natur in der Stadt - Waldkauz im Hammerpark

06.02.2017, von DI Ingrid Leutgeb-Born

waldkauz im hammerpark
Im Bild (1/1): Er verschläft den ganzen Tag. Nachts ist der Waldkauz aber umso aktiver! (Foto: Kurt Wimmer)

Bei Baumpflegearbeiten haben die umsichtigen Mitarbeiter des städtischen Gärtnereibetriebes in einer Baumhöhle einen Waldkauz entdeckt. Kurt Wimmer hat mit seinem Handy ein Foto vom „Vogel des Jahres 2017“ im Hammerpark gemacht.

Lautlose Jäger
Der Waldkauz ( Strix aluco ) gehört zur Familie der Eulen. Diese jagen in der Nacht und ihr Flug ist fast lautlos. Wie ist das möglich?
Die Oberseite der Flügel ist samtartig weich und durch die besondere Bauart der äußeren Schwungfedern – diese sind sägeartig ausgefranst - entstehen nur geringe Luftturbulenzen.
Der Gärtnereibetrieb muss selbstverständlich die Standsicherheit der Bäume im Park regelmäßig überprüfen, lässt aber dort, wo es geht, schon seit einigen Jahren immer wieder Baumstämme als Lebensräume z.B. für Spechte stehen.
Wichtig für das Überleben des Waldkauzes ist ein Altbaumbestand mit Höhlen und wie man sieht hat er im Hammerpark ein passendes Plätzchen gefunden.
Auf dem Foto ist nur ein Waldkauz zu sehen, aber es ist dürfte ein Waldkauzpärchen sein, denn im März 2016 gab es bereits einen Brutnachweis. Die Eier werden im Februar oder März gelegt. Waldkäuze sind sehr reviertreu und vielleicht gibt es bald wieder Nachwuchs im Hammerpark.

Nachtaktiv
Sehen wird man die Waldkäuze im Hammerpark nicht so leicht, aber hören kann man sie in der Abenddämmerung oder bei Nacht: den typischen Ruf „huu-hu-uuuuu“ kennt man aus Grusel-Filmen und das schrille „kuit“ oder „kuwit“ des Waldkauz – Weibchens wurde früher als „Komm mit“ übersetzt und führte dazu, dass man den Waldkauz als „Totenvogel“ bezeichnete. Zum Glück nur Aberglaube !
http://naturschutzbund.at/vogel-leser/items/id-2017-waldkauz.html
Der Gärtnereibetrieb der Stadt St. Pölten stellt schon seit Jahren auch anderen gefiederten Freunden im Stadtwald, in zahlreichen Parks und anderen Grünräumen passenden „Wohnraum“ zur Verfügung: ca. 180 Nistkästen werden im Winter kontrolliert, gereinigt, wenn nötig repariert oder durch neue ersetzt.

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