St. Pölten Konkret

#TRENNSETTER - Kampagne zeigt Verwertungswege

20.03.2018, von Martin Koutny

Was haben eine Aludose und ein Fahrrad gemeinsam? Ist ein Trennsetter nur das Haustier eines Waste-Watchers? Am 24. März gibt die Abfallwirtschaft der Stadt St. Pölten am Domplatz die Antworten und stellt die Kampagne #TRENNSETTER vor, mit der die Verwertungswege der Rohstoffe der Bevölkerung erklärt werden.

In dieser Woche finden in ganz Niederösterreich Informationsveranstaltungen zur Wiederverwertung der Rohstoffe statt. In St. Pölten wird die Abfallwirtschaft der Stadt am Samstag, den 24. März auf dem Domplatz zwischen 9.00 und 12.00 auf dieses Thema aufmerksam machen. Prominente Unterstützung dafür gibt es von Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und dem St. Pöltner Maler und Kabarettisten Alexander Bisenz, die beide persönlich die Bevölkerung informieren werden.

Bewusstsein schaffen
Die Aktion soll der Bevölkerung bewusst machen, wie wichtige die Abfalltrennung ist und dass achtlos weggeworfene Abfälle nicht nur das Stadtbild negativ beeinflussen und bei der Säuberung hohe Kosten verursachen, sondern diese Abfälle auch wertvolle Rohstoffe sind. Diese können aber nur recycelt werden, wenn sie gesammelt und richtig getrennt werden. Mit der #TRENNSETTER-Kampagne wird gezeigt, dass eben ganz banale Dinge im Alltag völlig unbemerkt bereits ihr zweites Leben verbringen. Bewusst wird bei der Kampagne mit absurd scheinenden Produkten kokettiert, um die Alltäglichkeit recycelter Produkte vor Augen zu führen. Das eigene Fahrrad kann zum Beispiel zu einem gewissen Anteil aus recycelten Getränkedosen bestehen, ohne dass man es weiß...

Gewinnspiel
Vor einer großen Fotowand am Domplatz kann man ein Selfi machen oder sich fotografieren lassen und das Foto unter dem Hashtag TRENNSETTER auf Facebook posten:
Aus allen Facebook-Post’s werden fünf Fotos von St. Pöltner TeilnehmerInnen gezogen, die je zwei Eintrittskarten für die Zaubershow von Tommy Ten und Amelie van Tass am 6.Oktober 2018 im VAZ gewinnen. Unter allen TeilnehmerInnen mit einer richtig ausgefüllten Gewinnspielkarte werden auch 2 x 10 Eintrittskarten und 20 Bücher und DVD`s von Alexander Bisenz verlost.

NÖ-weiter Aktionstag
Im ganzen Bundesland werden zwischen 19. und 24. März Aktionstage veranstaltet, die nicht zufällig mit dem Start der traditionellen Flurreinigungen beginnen. Schließlich führen die Hauptakteure der Kampagne - Alu-Dose, PET-Flasche und Papierverpackungen“ - regelmäßig die „Hitlisten“ jener Abfälle an, denen die FlurreinigerInnen bei ihren Säuberungsaktionen im ganzen Land begegnen.

Müll kommt in die Tonne - und dann?
Der Klassiker: Wozu trennen? Wird ja eh alles dann zusammengeworfen und verbrannt! Nein! Zwar wird tatsächlich ein Teil des Restmülls bzw. ein aussortierter Anteil der "gelben Fraktion" thermisch verwertet, aber im Regelfall wird aus den gesammelten Abfällen auch tatsächlich ein neues Produkt gewonnen. In Niederösterreich finden so viele Altstoffe den Weg zurück in den Wertstoffkreislauf - und belasten so bedeutend weniger unsere Umwelt.

Biomüll
Wer keinen Komposthaufen betreiben (und damit für ständig frisches Düngermaterial im eigenen Garten sorgen) will, dem sei die Bestellung einer Biotonne angeraten. In den großen Kompostieranlagen passiert dasselbe wie daheim im Garten - aus Speiseresten und Gartenabfällen entsteht hochwertige Komposterde, die wieder die Grundlage für gesunde Pflanzen und Nahrungsmittel bildet. Dass hier Plastiksäcke oder andere Störstoffe nichts verloren haben, sollte eigentlich für jeden klar sein.

Altpapier
Aus vollgeschriebenen Schulheften, Fehldrucken im Büro und der Zeitung von gestern kann man weit mehr machen, als es als Heizmaterial zu verwenden. Ca. 7 Mal kann es recycelt werden, bis die Fasern zu kurz werden. Dabei werden nicht nur unsere Wälder geschont, sondern auch Produktionskosten gespart.
Mit dem grau-braunen Recycling-Papier aus den 90ern hat das Endprodukt nichts mehr gemeinsam. Den Meisten fällt der Einsatz von recyceltem Papier nicht einmal mehr auf. So finden sich wieder verwendete Papierfasern mittlerweile in nahezu allen Papiererzeugnissen wieder. Stark verschmutztes Papier oder auch Kassabons (Thermopapier) bereiten hier leider Probleme in der Verwertung => Verschmutztes Papier und Kassabons gehören somit in den Restmüll!

Gelber Sack bzw. gelbe Tonne
Ein Beispiel mit dem der gelben Sack bzw. gelbe Tonne gefüttert werden soll sind PET-Flaschen. Diese werden mittlerweile zum Teil direkt in Österreich durch das PET2PET-Verfahren zu Granulat und in weiterer Folge zu neuen PET-Flaschen verarbeitet. Auch für sonstiges Flaschenplastik gibt es hervorragende Recyclingwege. Der lange Weg nach Fernost bleibt somit erspart und die Rohstoffe bleiben im Land.
Aber auch Metall sollte auf Grund des hochwertigen Rohstoffes keinesfalls in den Restmüll wandern - eine Getränkedose kann bei richtiger Entsorgung bereits nach 6 Monaten wieder voll im Handel stehen. Dabei werden insbesondere Ressourcen wie Aluminium besser genutzt und verbessern ihren ökologischen Fußabdruck mit jedem Recyclingvorgang.

Glas
Altglas ist ohnehin ein Dauerbrenner, der unendlich oft wieder eingeschmolzen und zu neuen Produkten verarbeitet wird. Die Trennung zwischen Bunt- und Weißglas ist unbedingt erforderlich, denn eine einzige grüne Sektflasche färbt 500 kg farbloses Glas grünlich.

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