St. Pölten Konkret

Tag der Bio-Landwirtschaft am 28. September

28.09.2018, von Corina Muzatko

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Im Bild (1/1): Sonja Willim (BIO AUSTRIA), Lisa Kolb, MA (Assistenz der Geschäftsführung, BIO AUSTRIA), Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Isabel Metzker (BIO AUSTRIA, Obmann-Stellvertreterin) und Sabine Mayr (BIO AUSTRIA, Geschäftsführung) trafen sich am Tag der Bio-Landwirtschaft (28. September) im Bürgermeisterzimmer. (Foto: Corina Muzatko)

Heute findet zum zweiten Mal der Tag der Bio-Landwirtschaft statt. In ganz Österreich gibt es zum Tag der Biolandwirtschaft Veranstaltungen und Aktionen. In St. Pölten lädt der Obmann von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien, Otto Gasselich, zur Podiumsdiskussion.

23 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Österreichs wird biologisch bewirtschaftet, EU-weit sind wir damit das Land mit dem höchsten Bio-Anteil. Fast jeder 5. Bauernhof ist bereits ein Biohof, Tendenz steigend.

Diese Entwicklung ist ausgesprochen erfreulich, nicht nur für die Bauern, Bäuerinnen und die überzeugten Bio-KonsumentInnen, sondern für die gesamte Gesellschaft. Alle profitieren von den Leistungen, die Biobäuerinnen und -bauern tagtäglich erbringen, hier einige Beispiele:

  • Sie erzeugen wertvolle Lebensmittel.
  • Sie verwenden keine chemisch-synthetischen Pestizide, somit sind auch sogenannte Pestizid-Cocktails auf Paprika und Co. bei Bio kein Thema.
  • Sie bauen humusreiche, nachhaltig fruchtbare Böden auf, indem sie diese durch geeignete Fruchtfolge und organischen Dünger stärken.
  • Sie bringen keine chemisch-synthetischen Düngemittel aus. Diese sind extrem energieintensiv in der Herstellung – für einen Liter Stickstoffdünger wird die Energie von einem Liter Erdöl verbraucht.
  • Sie schützen das Grundwasser, eben weil sei auf diese Pestizide und Düngemittel verzichten, die den Boden und das Wasser verunreinigen können.
  • Sie helfen bei Wetterextremen, weil gesunder Boden mehr Wasser in kurzer Zeit speichern kann. Das hilft bei Trockenperioden ebenso wie bei Starkregen-Ereignissen.
  • Sie schauen besonders auf das Tierwohl. Die gesetzlich definierten Bio-Standards sind strenger was Fütterung, Haltung, Auslauf etc. anbelangt – und werden von unabhängigen Stellen kontrolliert.

Podiumsdiskussion am Tag der Bio-Landwirtschaft
Der Obmann von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien, Otto Gasselich, lädt heute, am 28. September 2018, zur Podiumsdiskussion ab 19 Uhr ins Vinzenz Pauli. Dafür hat man sich eine hochkarätige Besetzung ins Boot geholt. Umweltjournalist Mark Perry wird die Diskussion zum aktuellen Thema „Bio kann Österreich ernähren“ moderieren. Der Mitautor der Studie „100% Biolandbau in Österreich – Machbarkeit und Auswirkungen“, Martin Schlatzer, wird gemeinsam mit den Praktikern Gerhard Zoubek (Gründer Adamah Biohof) und Johannes Gutmann (Eigentümer und Geschäftsführer Sonnentor Kräuterhandels GmbH) über die Umsetzbarkeit seiner These diskutieren. Ebenfalls mit Spannung auf dem Podium erwartet werden die Beiträge von Martina Hörmer (Geschäftsführerin der Ja! Natürlich Naturprodukte GmbH) und Johann Zaller (Professor an der Universität für Bodenkultur und Autor des Buches „Unser täglich Gift“). Im Anschluss gibt es eine Verkostung von Bio-Spezialitäten.

28. September 2018
19:00 - 22:00
Gastwirtschaft Vinzenz Pauli
Alte Reichsstraße 11, St. Pölten

Über BIO AUSTRIA
BIO AUSTRIA ist das Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern. Als größter Bio-Verband in Europa repräsentiert BIO AUSTRIA die österreichische Bio-Landwirtschaft und vertritt die Interessen der Biobäuerinnen und Biobauern - mit über 12.500 Mitgliedern, 400 Partnerunternehmen in der Wirtschaft und 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf Landes- und Bundesebene.
Nähere Informationen unter www.bio-austria.at


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