St. Pölten Konkret

Drei Jahrzehnte Stadtreinigung

08.04.2019, von Heinz Steinbrecher

stadtreinigung
Im Bild (1/1): Das Bundesheer unterstützt die Stadtreinigung seit 30 Jahren. (Foto: Ing. Wolfgang Mayer)

Die Stadtreinigungsaktion gibt es bereits seit 30 Jahren. Heuer waren rund 1.400 Schüler und Jugendliche, 65 Mann der Hesserkaserne und rund 320 Personen aus diversen Vereinen und Institutionen unterwegs um den Abfall, den andere weggeworfen haben, aus der Natur zu entfernen.

Heuer wurden vorläufig bis einschließlich 6. April 3,2 Tonnen Müll eingesammelt. Die neuen Mittelschulen Pottenbrunn und Wagram befreien erst diese Woche die Umwelt von weggeworfenem Müll.

Die erste Stadtreinigung fand am 1. April 1989 mit rund 700 Personen statt. Dabei wurden 20 Tonnen Müll eingesammelt. In den 30 Jahren haben rund 51.000 Personen ihre Freizeit zur Verfügung gestellt, um ca. 350 Tonnen Abfälle aus der Natur einzusammeln.

Das Bundesheer unterstützt diese Aktion schon seit Beginn an. Von den Schulen ist die Hauptschule in Pottenbrunn seit Beginn an mit allen Schülern (um die 200) unterwegs. Auch die HTL beteiligt sich seit vielen Jahren an der Stadtreinigung. Anfangs mit zwei Klassen, im Jahr 2013 nahm die ganze Schule mit 1.200 Schülern teil und seither sind jedes Jahr 300 Schüler unterwegs um den Abfall aus der Natur zu entfernen.

Bevor alte Elektrogeräte kostenlos abgegeben werden konnten, fand man vor allem Kühlgeräte, Fernseher oder Waschmaschinen in den Auen und Wäldern. Das hat sich gewandelt. Heute ist es vor allem der Verpackungsmüll. PET-Flaschen, Getränkedosen, Plastiksackerl und Papiertüten werden dort, wo konsumiert wird, einfach weggeworfen, ob aus dem Auto, auf die Straße oder auf Wiesen, Gehwege, Spielplätze usw. Auch die kleinen Zigarettenkippen weiten sich zu einem großen Problem aus, denn diese sind nicht nur sehr umweltschädlich, sondern auch mühsam zu entfernen. Auch heuer wurden wieder viele Autoreifen, einige Sofas und sogar ein WC gefunden.

Die meisten dieser Abfälle könnten, wenn sie getrennt entsorgt werden, wieder zu Recyclingprodukten verarbeitet werden. Das würde erhebliche Ressourcen an Rohstoffen und Energie sparen und auch die Zerstörung von Landschaften verringern.

Wir müssen dankbar sein, dass es noch Menschen gibt, welche nicht nur an sich denken, sondern sich für ihre Umwelt und ihre Mitmenschen einsetzen und jedes Jahr freiwillig unterwegs sind um unsere Stadt sauber zu halten. Großer Dank gebührt auch den Firmen Egger und Radlberger, diese unterstützen die Aktion seit vielen Jahren mit Getränken für alle Teilnehmer.


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