St. Pölten Konkret

Buch über die Traisen wurde präsentiert

06.06.2019, von Heinz Steinbrecher

traisenbuch
Im Bild (1/1): DI Heinz Wiesbauer, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Horst Pollroß (Traisen-Wasserverband), DI Thomas Krassnitzer und DI Dietmar Pichler von der Abteilung Wasserbau. (Foto: Josef Vorlaufer)

Am 6. Juni luden der Traisen-Wasserverband, das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus sowie das Land Niederösterreich zur Präsentation des kürzlich erschienen Buches „Die Traisen: Rückblick – Ausblick“ ein.

Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Obmann des Traisen-Wasserverbandes, begrüßte die Gäste im Rathaus und Dipl.-Ing. Thomas Krassnitzer von der Abteilung Wasserbau sprach einleitende Worte, ehe der Autor Dipl.-Ing. Heinz Wiesbauer einen Vortrag zum Thema hielt.

Heinz Wiesbauer ist Landschaftsökologe und Landschaftsplaner. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themen Gewässerökologie, Umweltgeschichte und Biologie und ist Kurator mehrerer naturkundlicher Ausstellungen. Sein Buch beschreibt die wechselvolle Nutzungsgeschichte der Traisen mit eindrucksvollen Bildern, Karten und historischen Dokumenten.

Die Geschichte der Traisen

Der Fluss war über viele Jahrhunderte eine bedeutende Achse der Wirtschaftskraft und der Innovation. Andererseits bedrohten seine Überflutungen die wirtschaftliche Existenz des Menschen. Oft genügten schon kleinere Hochwasser, um an den Fludern, Wasserrädern oder Gebäuden gravierende Schäden anzurichten.

Schwerpunkt des Buches bildet die Darstellung der wasserbaulichen Eingriffe, die sich an der Traisen bis in die Römerzeit zurückverfolgen lassen. Ab dem ausklingenden 18. Jahrhundert lässt sich die Geschichte des Wasserbaus genauer illustrieren, da es aus dieser Zeit bereits Pläne, Protokolle und schriftliche Quellen für die Regulierungsmaßnahmen gibt. Diese Dokumente belegen die wasserbaulichen Probleme, die trotz aufwendiger Eingriffe über viele Jahrzehnte kaum abnahmen. Das verzweigte und somit „verwilderte“ Flussbett sollte „korrigiert“, d.h. auf einen Hauptarm eingeengt und begradigt werden. Ziel der Verbauungen war es, der Flusslandschaft neues Kulturland abzuringen und künftige Flussbettverlagerungen zu unterbinden. Bei den Regulierungsmaßnahmen im 20. Jahrhundert spielte der Hochwasserschutz eine immer wichtigere Rolle.

Ausführlich beschäftigt sich das Buch auch mit den gewässerökologischen Veränderungen infolge der flussbaulichen Maßnahmen und Kraftwerkserrichtungen. Behandelt werden auch die jüngsten Revitalisierungsmaßnahmen an der unteren Traisen im Rahmen der LIFE-Projekte.

Die Traisen: Rückblick – Ausblick

Autor: Heinz Wiesbauer,
192 Seiten
Verlag Bibliothek der Provinz
Preis 20 Euro


Copyright 2019 St. Pölten Konkret Online, Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten/Medienservice