St. Pölten Konkret

Faire Mode im Rathaus: Veranstaltung über die schöne & hässliche Seite der Mode

27.02.2015, von M

faire mode
Im Bild (1/1): Freuen sich über den großen Ansturm zum Informationsabend über Faire Mode am 26. Februar im Rathaus: v.l.n.r: Lisa Muhr von GÖTTIN DES GLÜCKS, Mag.a Elisabeth Schinzel von SÜDWIND und SO:FAIR Initiative, Josef Wenda Obmann Verein WELTLADEN St. Pölten , DIin Petra Schön Regionalstellenleiterin von Klimabündnis NÖ, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Sonia Höllerer von „handgefertigt sonia“, DIin Angelika Swoboda-Moser, Klimabündnis NÖ Bereich Klimagerechtigkeit, Elvira Bachinger von GUT DING, Susanne Belohlavek von GRÜNE ERDE, DIin Ingrid Leutgeb-Born Klimabündnis Koordinatorin der Stadt St. Pölten und Frau Koller von GRÜNE ERDE. (Foto: Josef Vorlaufer)

Über 100 BesucherInnen drängten am 26. Februar 2015 zu einem Infoabend über „Sozial faire Bekleidung“ im Rathaus.

Mode ist anziehend. Und Mode sorgt für Gesprächsstoff. Genau das zeigte sich bei dem von der Stadt St. Pölten in Kooperation mit dem Klimabündnis Niederösterreich und der SO:FAIR-Initiative organisierten Infoabend. Mit dem Film „Den Faden verlieren“, einem Vortrag über „Sozial faire Bekleidung“ und Präsentation fairer sozialer Bekleidung und Ökomode der St. Pöltner „insBesondere Innenstadt“-Geschäfte: GÖTTIN DES GLÜCKS, GRÜNE ERDE, GUTDING und WELTLADEN St. Pölten wurde sowohl die schöne als auch die hässliche Seite der Mode thematisiert. Faire Arbeitsbedingungen mit angemessenen Löhnen auf der einen und schlechte, oft menschenunwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen auf der anderen Seite.

„Üblich ist leider, dass die NäherInnen zum Beispiel pro T-Shirt nur 1 % von dem Preis erhalten, den wir zahlen. So verdienen sie fast immer zu wenig, um damit ihre Grundbedürfnisse abzudecken“, so Angelika Swoboda-Moser vom Klimabündnis Niederösterreich. Diskutiert wurde anschließend bei einem Imbiss des Frauenprojektes „fairwurzelt“.

„Als Klimabündnis-Gemeinde ist uns dieses Thema ein großes Anliegen. Das rege Interesse an dieser Veranstaltung zeigt, dass wir genau richtig liegen. Auch der Umweltpreis 2015, den wir bereits seit 1996 jährlich an Schulklassen vergeben, wird sich heuer um dieses Thema drehen. Mit den „insBesondere Innenstadt“-Geschäften gibt es zudem in St. Pölten bereits ein sehr gutes Angebot an fairer sozialer und ökologischer Mode“, so Bürgermeister Mathias Stadler.

Was können Sie tun?
Beim Infoabend wurde den BesucherInnen auch gezeigt, was jede und jeder einzelne tun kann:
*Nutzen Sie das Angebot in St. Pölten: faire soziale Bekleidung und Ökomode gibt’s bei GÖTTIN DES GLÜCKS, GRÜNE ERDE, GUTDING und WELTLADEN St. Pölten. Informieren Sie sich: Die Mitgliederzahl der Fair Wear Foundation wächst ständig. Unter http://www.fairwear.org/36/brands/ finden Sie ein Firmenverzeichnis von Unternehmen, die sich für sozial faire Arbeitsbedingungen in ihren Fabriken engagieren. Auf http://www.fairtrade.at können Sie unter Produktsuche Hersteller mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel finden.
* Reden Sie darüber: Drüber reden ist immer gut. In Ihrer Lieblings-Boutique können Sie ja einmal verraten, dass Ihnen soziale und ökologische Kriterien bei der Herstellung Ihrer Kleidung und der Rohstoffe wichtig sind und Sie gerne FAIRTRADE- und BIO-Baumwolle tragen. Auch im Freundeskreis oder mit den ArbeitskollegInnen können Sie über das Thema sprechen.
*Unterstützen Sie eine Petition: Unter http:///www.cleanclothes.at/de/firmen-check/ finden Sie Informationen darüber, wie bekannte Textilfirmen mit Ihren ArbeiterInnen umgehen. Derzeit ist ein zentrales Anliegen, dass die NäherInnen einen existenzsichernden Lohn für ihre Arbeit bekommen. Dazu können Sie unter http://www.cleanclothes.at/de/existenzlohn/ eine aktuelle Petition unterstützen.

Weitere Infos:
http://niederoesterreich.klimabuendnis.at und http:// www.sofair.at.


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