St. Pölten Konkret

Innovatives Wohnquartier schafft neues Wohnerlebnis in Oberwagram

10.05.2017, von Martin Koutny

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Im Bild (1/4): Ein herausragendes Wohnprojekt wird in St. Pölten umgesetzt. Die "Alpenland" und die "WET" errichten 330 Wohnungen im Wohnquartier Mühlbach Ost in Oberwagram. (Visualisierung: NMPB Architekten ZT GmbH Wien)
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Im Bild (2/4): Am 10. Mai 2017 wurden die Pläne für eines der größten Wohnbauprojekte in der niederösterreichischen Landeshauptstadt präsentiert. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (3/4): Architekt Sascha Bradic, WET-Direktor Christian Rädler, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Alpenland-Aufsichtsratsvorsitzende Mag. Michaela Steinacker,Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Alpenland-Obmann DI Norbert Steiner und Architekt Manfred Nehrer präsentieren das Projekt. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (4/4): Im Jahr 2020 sollen die ersten Wohnungen im Wohnquartier am Mühlbach Ost fertiggestellt werden. (Visualisierung: NMPB Architekten ZT GmbH Wien)

Sechs renommierte Architekten-Teams beteiligten sich am Wettbewerb für das Projekt „Wohnquartier Mühlbach Ost“, mit dem Alpenland und NÖ Wohnbaugruppe | WET gemeinsam einen neuen Wohn-Stadtteil gegenüber dem Landhausviertel in St. Pölten gestalten. NÖ-Wohnbaulandesrat Mag. Karl Wilfing: „Die hochkarätige Jury gab dem Entwurf der NMPB Architekten GmbH den Zuschlag. Für den exponierten Standort wurde auf jene Qualität geachtet, die städtisches Leben in all seinen Facetten ermöglicht und zahlreiche Vorteile für urbanes Wohnen bietet“.

Ein Wohnriegel als Randbebauung samt Panoramablick, sechs Stadtvillen im Grünen mit verschiedenen Wohn- und Freiraumangeboten, sechs Quartiersgärten, ein Zuhause: Das ist der wesentliche Gedanke des Entwurfes. Von der Jury besonders gewürdigt wurde die Randbebauung mit der Ecklösung Niederösterreich-Ring / Dr. Bruno-Kreisky-Straße, die durch die geschlossene Bebauung einen ruhigen Quartiersinnenraum schafft. Eine bereits im Wettbewerbsergebnis präsentierte Landschaftsplanung. garantiert durch gemeinschaftlich nutzbare Themengärten und einem Netzwerk kurzer Wege vielseitige Treffpunkte. Eine Reihe von Durchgängen schafft die Verbindung zwischen dem Inneren und Äußeren Wohnquartier samt einem Zugang zum Quartiers-eigenen Grüngürtel entlang des Mühlbachs.

Wohnbaulandesrat Mag. Karl Wilfing: „Das Land Niederösterreich fördert ganz bewusst Wohnbauprojekte im ganzen Land, weil wir leistbares Wohnen und die Schaffung von Eigentum ermöglichen wollen. Daher werden jährlich rund 6.000 Neubauwohneinheiten gefördert, womit wir österreichweit an der Spitze liegen. Das nun präsentierte Projekt ist ein gutes Beispiel für städtischen Wohnbau – die Vielfalt von Miete bis Eigentum ist dabei ein wesentlicher Beitrag, um unterschiedliche Wohnungswünsche anzusprechen. Gratulation daher auch an NMPB Architekten, die aus der Verschiedenheit der Planung eine hohe Flexibilität ermöglicht haben.“

Architekten hinterließen auch beim FH-Campus ihre Visitenkarte
Bürgermeister Mag. Matthias Stadler lobt die Entscheidung der Jury und spricht von „einer besonderen stadträumlichen und wohnbaulichen Qualität, die eine Aufwertung des Stadtteiles Ober Wagram bedeutet“. „Bereits bei der Erweiterung des FH-Campus hat das NMPB-Architekten-Team unter Sascha Bradic seine architektonische Visitenkarte in St. Pölten hinterlassen“. Das Wohnquartier Mühlbach Ost ist sowohl fußläufig als auch über das LUP-Busnetz gut mit der City verbunden. Ein im Wettbewerb entwickeltes Mobilitätskonzept garantiert auch den Ausbau des Radnetzes um das Quartier.

Alpenland nimmt Vorreiter-Rolle ein
Abg.z.NR Alpenland-Aufsichtsratsvorsitzende Mag.a Michaela Steinacker ergänzt: „Trotz einer differenzierten Ausgestaltung ist das Projekt Wohnquartier Mühlbach-Ost mit 330 Wohneinheiten, kompakt und wirtschaftlich konzipiert. Die Wohnungsgrundrisse sind überzeugend gelöst und versprechen hohe NutzerInnen-Qualität. Selbst Hochbeete sind in den Gärten möglich. Die Alpenland hat in St. Pölten bisher an die 700 Wohnungen errichtet und nimmt mit dem Projekt Mühlbach Ost weiterhin eine Vorreiterrolle in der Quartiersentwicklung ein“.

Kooperation Alpenland & WET schon vor 20 Jahren
NÖ Wohnbaugruppe | WET - Direktor Christian Rädler erinnert an die Kooperation mit der Wohnungsgenossenschaft Alpenland, die bereits vor 20 Jahren bei der Realisierung der Musterwohnhausanlage sowie der Rainer-Siedlung vis a vis des NÖ Landhauses „von Erfolg gekrönt war“. „Mit dem Projekt Mühlbach Ost folgt nun eine Fortsetzung der Stadtentwicklung in Oberwagram“.

Wohnformen-Mix bietet viele Vorteile
Alpenland-Obmann DI Norbert Steiner setzt große Hoffnungen in das Projekt. „Es bietet sich die Chance etwas NEUES am Wohnsektor in St. Pölten mit diesem Wohn-Stadtteil in der Landeshauptstadt zu gestalten. Ich glaube, es gibt wenig städtische Flächen, die so intensiv genutzt werden können und die so viele Vorteile für das urbane Wohnen bieten. Am Tor in die Landeshauptstadt errichten wir sowohl geförderte Mietwohnungen, aber auch Wohnungen mit Sofort-Eigentum. Da das gesamte Grundstück als Wohn-Quartier mit gemeinschaftlichen Einrichtungen und Gemeinschaftsflächen entwickelt wurde ergibt sich eine besonders hohe Wohnqualität.“
Der ehemalige Hauptstadtplaner ist überzeugt, „dass sich damit auch neues Leben in Nachbarschaft zu NÖ Landhaus und dem Kulturbezirk entwickelt“.

Hochkarätige Jury für St. Pölten tätig
Die Jury für den Architekten-Wettbewerb „Mühlbach Ost“ fällte ihre Entscheidung einstimmig. Den Vorsitz hatte Univ. Prof. DI Rudolf Scheuvens von der TU Wien. Die weiteren Mitglieder: Architektin DI Anne Mautner-Markhof (St. Florian bei Linz), Architekt DI Franz Gschwantner (Krems), Architekt DI Helmut Haiden (St. Pölten), DI Jens de Buck (Stadtplanung St. Pölten), Direktor Walter Mayr (Geschäftsführung NÖ Wohnbaugruppe | WET), DI Norbert Steiner (Obmann Alpenland), Baumeister Ing. Manfred Schaufler (NÖ Wohnbaugruppe | WET), Hofrat DI Josef Bichler (Alpenland).
Berater ohne Stimmrecht: DI Oliver Wurtz (Verkehr), DI Dr. Herbert Schedlmayer (Raumordnung und Grünraumplanung), Baumeister Ing. Michael Neubauer und DI Paul Pfoser (Alpenland). Die Verfahrensabwicklung und Vorprüfung der eingereichten Planungen nahm Architekt DI Dr. techn. Hans Scheutz (Linz) vor.


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