St. Pölten Konkret

Nasko feiert 75er

28.03.2018, von Martin Koutny

nasko 75
Im Bild (1/1): Die lange Reihe von GratulantInnen zum 75. Geburtstag von Dr. Siegfried Nasko wurde von Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und dem Leiter der Musik- und Kunstschule Dr. Alfred Kellner angeführt. (Foto: Harald Ludwig)

Im März beging Dr. Siegfried Nasko seinen 75. Geburtstag, der in der St. Pöltner Musikschule gefeiert wurde. 50 FreundeInnen des Jubilars waren geladen.

In seinen Begrüßungsworten ging Dr. Siegfried Nasko auf jeden einzelnen Gast persönlich ein und schilderte gemeinsame Erlebnisse. Bürgermeister Mag. Matthias Stadler hielt die Laudatio und erzählte manches Bonmot. Weiters hielten NR Robert Laimer, DI Norbert Steiner, Alexander Bisenz, Prof.Dr. Heinrich Wohlmeyer, der Direktor des Renner-Museums VzBgm. Mag. Wolfgang Luftensteiner, aus Berlin der Senatsrat a.D. Bruno Klaus Lampasiak und Naskos Maturakollege HR DI Johann Greunz Ansprachen. Nach dem fulminanten Abendessen von Parzer & Reibenwein klang die Veranstaltung in persönlichen Gesprächen aus.

Zeitlebens Visionär
Der Jubilar stammt aus ärmlichen Verhältnissen, schloss die Bäckerlehre ab und war als Maurer, Portier, Briefträger und Schlafwagenschaffner tätig. Dazwischen lagen heimliche VHS-Besuche, der Besuch einer Aufbaumittelschule, die Matura in Horn und schließlich die Entscheidung, an der Universität Wien als Werkstudent Germanistik und Geschichte zu studieren.
Nasko wurde im Magistrat mit der Bildung einer Presseabteilung beauftragt aus der die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kontakte und Tourismus hervorging. In dieser Funktion gründete er das Netzwerk europäischer Mittelstädte und war maßgeblich daran beteiligt, dass St. Pölten in nur 7 Jahren sämtliche zu vergebende Auszeichnungen des Europarats erhalten hat. 1983 gründete er das Amtsblatt „St. Pölten Konkret“.
Ab 1984war er Mitglied des Gemeinderats und ab 1991 Kulturstadtrat. Er initiierte das Hauptstadtfest. In seiner Ägide fallen auch die Gründung des Jugendfonds sowie die Schaffung des Jungenförderungspreises der Stadt „Youngster of Arts“. 1996 wurde auf seine Initiative hin das Jugendzentrum „Steppenwolf“ gegründet,
[justify]Ein besonderes Anliegen war ihm der Ausbau und die internationale Positionierung der Ballettschule, die unter Nasko den Status eines Konservatoriums erhielt. Eng mit ihm verbunden ist schließlich auch die Errichtung eines fixen Programmkinos, des „Cinema Paradiso“ in St. Pölten.[/justify]
1995 wurde Nasko, der auch Theodor Körner Preisträger ist, für diese seine Verdiente vom Bundespräsidenten mit dem Berufstitel „Professor“ ausgezeichnet und erhielt auch den Hofrat-Titel zuerkannt. 2003 als Abgeordneter in den NÖ Landtag berufen, wirkte er als solcher bis zu seinem Ausscheiden im Herbst 2005 als Kultursprecher der SPÖ Niederösterreich und hat sich besonders für Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land eingesetzt.
Seine wissenschaftliche und kuratorische Tätigkeit brachte ihn mit vielen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, von Bruno Kreisky über Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, Kardinal König oder General Clark und vielen anderen zusammen.
Trotz gesundheitlicher Rückschläge zuletzt freut sich Nasko über die Fertigstellung seines letzten Renner-Buches und genießt das Leben.
Nasko ersuchte von Geschenken Abstand zu nehmen, bestenfalls für sein Sozialprojekt „Nepalhaus 2017“ zu spenden .Insgesamt sind dabei 2.400 Euro hereingekommen, die für je 15 Türen und Fenster im Neubau einer armen Familie reichen. Damit ist das Nepalhaus, abgesehen von der Einrichtung, fertig.

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