St. Pölten Konkret

Startschuss für die Living City

12.05.2015, von Martin Koutny

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Im Bild (1/5): Kollektiver Spatenstich: Projektbetreiber Ing. Peter Sonnleithner, Bewohnerin Ludmilla Kramerlchner, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Familie Hochreiter als künftige Bewohner, Heidemaria Onodi, die mit der Volkshilfe für die Pflege in der Living city zuständig sein wird, Projektbetreiber Mag. Martin Bosch mit Tochter Florentina und der künftigen Bewohnerin Erna Wallner. (Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/5): Modernes Wohnen für die Generation 50plus wird in der Livin City in St. Pölten-Viehofen im Herbst 2016 Wirklichkeit. (Josef Vorlaufer)
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Im Bild (3/5): Das zentrale Verwaltungsgebäude der Living City wird demnächst fertiggestellt ... (Josef Vorlaufer)
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Im Bild (4/5): ...und die Sanierung der ehemaligen Fabrikshallen, die künftig für Veranstaltungen genutzt werden sollen, ... (Josef Vorlaufer)
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Im Bild (5/5): ... ist ebenfalls weitgehend abgeschlossen. (Josef Vorlaufer)

Mit dem traditionellen Spatenstich erfolgte am 12. Mai 2015 der Startschuss für das erste Wohngebäude für die Generation 50plus in der Living City in Viehofen. Bis Ende 2016 entstehen 64 Wohnungen. Die Vision eines lebendigen Wohnquartiers mit stadtteiloffenen Gesundheits- und Freizeiteinrichtungen beginnt Wirklichkeit zu werden.

Insgesamt werden 12 geförderte und 52 frei finanzierte betreubare und behindertengerechte Living City-Wohnungen zwischen 38 und 96m2 mit Loggia und Garten errichtet. Bereits 2016 werden die ersten BewohnerInnen einziehen können.

„Der Unterschied zu anderen Projekten für betreutes Wohnen liegt darin, dass alle Wohneinheiten barrierefrei ausgestattet sind und eine Betreuung je nach individuellem Bedarf jederzeit möglich ist, aber nicht von vornherein zwingend in Anspruch genommen werden muss. Damit sind die Bewohnerinnen für später gut abgesichert, müssen aber nicht sofort die Kosten dafür tragen“ informieren die Projektbetreiber Ing. Peter Sonnleithner und Mag. Martin Bosch. Bei Bedarf ist die Inanspruchnahme einer professionellen Pflege durch die Kooperation der Living City mit einem professionellen Pflegedienst jederzeit und sehr unbürokratisch möglich.

Stadtverwaltung & Unternehmertum
Das Projekt wurde vor fünf Jahren begonnen und das Areal durch die Living City GmbH von der Stadt erworben. Seither wurden in einem kooperativem Verfahren zwischen Stadt und der Living City Bau GmbH nach einem klaren Konzept die entsprechenden Widmungen vorgenommen, die gesamt Liegenschaft nach strengen ökologischen Kriterien baureif gemacht und die denkmalgeschützten Bauwerke der ehemaligen Viehofner Spitzenfabrik revitalisiert. So wird die ehemalige Fabrikhalle unter dem Namen „Die Spitzenfabrik“ künftig als Seminar- und Veranstaltungszentrum dienen. Ebenfalls weitgehend abgeschlossen ist baukulturelle Sanierung des ehemaligen Herrenhauses, das als Servicezentrum für Bewohner und Besucher und als Firmensitz der Living City-Gruppe Verwendung finden wird.

Schanigärten & Megatrends
„Natürlich ist bei dieser Größenordnung ein Gesamtkonzept wichtig. Zur Zeit liegt unser Fokus jedoch voll auf dem ersten Wohnhaus. Wir kalkulieren sehr scharf, legen großen Wert auf nachhaltige Produkte und Materialien und alle unsere regionalen Baupartner ziehen voll mit. Wir wägen genau ab was Sinn macht und lassen weg was nicht der Lebensqualität der Bewohner dient, denn am Ende des Tages zahlt immer der Mieter. Schließlich soll die Living City ja keine elitäre Residenz werden“, erklärt Baumeister Peter Sonnleithner. Für die ersten 64 Wohneinheiten gibt es schon jetzt vor Baubeginn mehr als 45 Voranmeldungen. Bis Jahresende sollten alle Wohnungen vermietet sein, zeigt sich das Unternehmerduo stolz und zuversichtlich. „Gesundheitsförderndes Wohnen, Raum zum gemeinsamen Kochen, Handwerken und Kreativsein, barrierefreie Wohnquartiere, Car-Sharing und öffentliche Verkehrsmittel, wie dem LUP vor der Haustüre statt teurer Parkplätze, Eigenstromversorgung durch erneuerbare Energie und gemeinsame Schanigärten sind längst keine Nischenprogramme und Aussteigerthemen mehr. Das sind Megatrends in Städten wie Berlin, Zürich und Wien. Und nun bringen wir sie halt auch nach St. Pölten“, so Projektentwickler Martin Bosch.

Wohnbauoffensive & Stadtentwicklung
„Ing. Peter Sonnleithner ist im Jahr 2009 mit der Vision für ein gesundheitsförderndes Wohnen mit zentralem Gesundheits- und Servicezentrum an mich herangetreten, das noch dazu als erstes CO2-neutrales Stadtquartier ausgeführt werden sollte“, berichtet Bürgermeister Mag. Matthias Stadler. „Wir entwickeln mit der Wohnbauoffensive St. Pölten als Wohnstadt und der Themenbereich des Wohnens für die Generation 50plus spielt dabei eine zentrale Rolle. Es genügt aber nicht einzelne Projekte wie dieses umzusetzen. Das Ganze muss in einem Stadtentwicklungskonzept zusammengefasst, weiterentwickelt und koordiniert werden. Zukunftsorientierte Wohnformen müssen in der Nähe über Grünflächen, entsprechende Infrastruktur, wie Nahversorger, Gastronomie, Schulen und Kinderbetreuung, Freizeitmöglichkeiten, entsprechende Verkehrserschließung mit Straßen, öffentlichem Verkehr und Radwegen verfügen und mit gemeinnützigen Organisationen, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen vernetzt sein. Das alles zusammen ergibt die hohe Lebensqualität für die St. Pölten mittlerweile bekannt ist“, so Stadler.


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