St. Pölten Konkret

Leitungstausch in der Kremser Gasse

17.01.2017, von Martin Koutny

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Im Bild (1/1): Die Gasleitungen und Fernwärmeleitungen in der Kremsergasse müssen erneuert werden. In diesen Tagen werden die Anrainer schriftlich über die Baumaßnahmen informiert. Es wird auch eine Informationsveranstaltung für die BewohnerInnen, Geschäftsleute und Dienstleister geben.

Die Einbauten in der Kremser Gasse im Abschnitt zwischen der Brunngasse und der Marktgasse müssen im Jahr 2017 erneuert werden. Baustart ist im März. Ab 2018 wird die 1a-Handels- und Dienstleistungslage der Landeshauptstadt in neuem Glanz erstrahlen.

Auslöser für die Bauarbeiten ist das fortgeschrittene Alter der Gasleitungen und der Fernwärmeleitungen, die unbedingt erneuert werden müssen, damit die Betriebssicherheit dieser Leitungen auch weiterhin gewährleistet bleibt und die Versorgung der Wohnhäuser, Büros und Geschäfte in der Innenstadt für die Zukunft sichergestellt werden kann. Es handelt sich also um eine technisch zwingend notwendige Maßnahme.

Koordiniertes Vorgehen
„Die periodische Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen ist eine Maßnahme um die man nicht umhin kommt. Insofern ist die Leitungserneuerung in der Kremser Gasse also nichts besonders“, erklärt Baudirektor DI Kurt Rameis.
Da die Fußgängerzone mit der Kremser-Gasse die 1a-Handels- und Dienstleistungslage von St.Pölten darstellt, ist es notwendig, weitere, wiederholte Aufgrabungen in den kommenden Jahren zu vermeiden. Deshalb haben sich die Gemeindestraßenverwaltung (Pflasterung und Straßenbeleuchtung), die städtischen Ver- und Entsorgungsbetriebe (Wasserversorgung und Kanal), die Fernwärme St. Pölten Ges.m.b.H. (Fernheizung), die EVN Netz Niederösterreich GmbH (Strom und Gas), die Kabelplus GmbH (Internet, Kabel-TV) und die A1 Telekom Austria AG (Telekommunikation) zusammengetan und eine gemeinsame, koordinierte Erneuerung aller unterirdischen Leitungen vereinbart. Neben den Gas- und Fernwärmeleitungen weisen nämlich auch die anderen Einbauten nur mehr eine geringe Restlebensdauer auf.
So soll eine möglichst zügige und den Geschäftsbetrieb möglichst schonende Abwicklung gewährleistet werden.
In St.Pölten müssen jedes Jahr etwa 10 Kilometer des Straßennetzes für Leitungserneuerungen aufgegraben werden.

Straffer Zeitplan
Geplant ist, die bestehende Pflasterung Zug um Zug abzutragen und unmittelbar die unterirdischen Leitungen in zwei Bauabschnitten zu erneuern und die Straßenoberfläche Zug um Zug mit Asphalt wieder zu befestigen. Es wird aber nicht das gesamte Teilstück der Kremser Gasse zwischen Brunngasse und Marktgasse über die ganze Dauer betroffen sein, sondern es wird in zwei Abschnitten gearbeitet, um die Belastungen durch die Baustelle möglichst gering zu halten. Die Arbeiten werden die ganze Bausaison, März bis November, in Anspruch nehmen.

Neue Pflasterung
Es ist vorgesehen im Jahr 2018 eine Neupflasterung herzustellen. Das kann in kleineren Abschnitten als die Einbautenerneuerung bewerkstelligt werden und wird daher nur mehr eine geringe Störung in der Kremser Gasse darstellen.
Die Pflasterung bereits 2017 zu erneuern ist straßenbautechnisch nicht empfehlenswert, da solche Aufgrabungen, auch bei sorgfältiger Ausführung, zu nachträglichen Setzungen führen können. Es wird daher immer, bei allen Aufgrabungen, eine Setzungsperiode abgewartet, bevor eine endgültige Straßenbefestigung hergestellt wird.

Über 1 Million Euro werden investiert
Den Startschuss für das Projekt hat der Gemeinderat in der Dezember-Sitzung des vergangenen Jahres gegeben und allein für die Sanierung des Kanals 290.000 Euro freigegeben. Alle Einbautenträger zusammen investieren für die Grabungsarbeiten mehr als 600.000 Euro, hier sind allerdings die Kosten für das Leitungsmaterial und die Verlegearbeiten noch nicht inkludiert. Für die Pflasterung wird mit Kosten von etwa 400.000 Euro gerechnet.

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