St. Pölten Konkret

Neue Pflasterung in der Kremser Gasse

08.02.2018, von Martin Koutny

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Im Bild (1/4): Stadtplaner DI Jens de Buck, Ing. Martin Petermann vom Technischen Büro, Baudirektor DI Kurt Rameis, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Ing. Stefan Wittman vom Technischen Büro präsentieren den Plan und die Materialien für die Pflasterung der Kremser Gasse. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/4): Die neue Oberfläche der Kremser Gasse wird aus einem Mix aus hellen und dunklen Granit-Pflastersteinen, sowie aus Beton-Pflastersteinen bestehen. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (3/4): Der Plan für die Oberflächenerneuerung in der Kremser Gasse. (Plan: Fachbereich Bau Magistrat St. Pölten)
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Im Bild (4/4): Schon Ende August 2018 wird die Kremser Gasse in neuem Glanz erstrahlen. (Foto: Werner Jäger)

Nachdem im Vorjahr in der Kremser Gasse zwischen der Brunngasse und der Marktgasse sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert wurden, steht für 2018 die Neupflasterung in diesem Abschnitt am Programm.

Ab 03. April wird mit der Neupflasterung des Teilstückes der Kremser Gasse zwischen der Brunngasse und der Marktgasse begonnen. Die Arbeiten werden abschnittsweise erfolgen, sodass die Beeinträchtigung der AnrainerInnen, GeschäftsbetreiberInnen und KundenInnen möglichst gering gehalten wird. Schon Ende August soll die zentrale Einkaufsstraße der Landeshauptstadt in neuem Glanz erstrahlen.

Gediegene Gestaltung
Die Gestaltung der neuen Pflasterung in der Kremser Gasse sieht ein ähnliches System wie in der Brunngasse vor. Die Oberfläche besteht aus einem Mix aus hellen Granit-Natursteinplatten im Format 50/50cm, die mit hellen Granit-Pflastersteinen im Format 18/18cm umrahmt werden. An der Ostseite der Kremser Gasse kommen Pflastersteine aus Beton zur Anwendung. Der Kreuzungsbereich mit der Domgasse wird mit dunklen Granit-Materialien hervorgehoben.

Selbstverständlich wird die neue Pflasterung so ausgeführt, dass sie der zunehmenden Belastung durch den Lieferverkehr standhält.

Es werden ca. 42.000 Stück Pflastersteine der unterschiedlichsten Formate in diesem Bauabschnitt verlegt.

Zur benutzer- und rollstuhlfahrerfreundlichen Herstellung einer möglichst ebenen Oberfläche kommen nur geschnittene und gestrahlte Materialien zur Anwendung. „Unser Ziel ist es, für die RollstuhlfahrerInnen eine möglichste ebene Oberfläche herzustellen mit dem positiven Nebeneffekt, dass die neue Pflasterung stöckelschuhtauglich sein wird“, sagt der Leiter des Fachbereichs Bau im Magistrat DI Kurt Rameis.

Nach Fertigstellung der Pflasterung erfolgt die Möblierung der Kremser Gasse. Die Festlegung der Anzahl und der Lage der Sitzbänke, Fahrradständer und Mistkübel wird nach Fertigstellung der Pflasterungsarbeiten unter Berücksichtigung der Hauszugänge, Gastgärten und erforderlichen Durchfahrtsbreiten für den Lieferverkehr und der Einsatzkräfte erfolgen.

Zudem wird nach Fertigstellung der Pflasterung auch die Montage der Straßenbeleuchtungsmaste erfolgen: Zuvor werden die bisher in Verwendung stehenden Maste saniert, frisch gestrichen und auf eine energiesparende LED-Technik mit mehr Leuchtkraft umgerüstet. Insgesamt werden in dem Abschnitt 10 Brennstellen installiert, die für eine optimale Ausleuchtung während der Dunkelheit sorgen und damit mehr Sicherheit bringen.

Ausschreibung und Beschlussfassung
„Derzeit läuft die Ausschreibungsphase der Erd- und Baumeisterarbeiten. Die Ausschreibung erfolgt im offenen Verfahren gemäß Bundesvergabegesetz, die Angebotseröffnung wird am 13. Februar erfolgen“, berichtet Bürgermeister Mag. Matthias Stadler. Das St. Pöltner Stadtoberhaupt setzt das Projekt auf die Tagesordnung des nächsten Bauausschusses. Die Beschlussfassung soll in der nächsten Sitzung des Gemeinderates am 26. Februar 2018 erfolgen.
„Es geht um ein Investitionsvolumen von 700.000 Euro für die Neupflasterung samt Möblierung. Die Stadt investiert hier neuerlich eine hohe Summe in die Attraktivierung der Innenstadt. Die Fußgängerzone wird damit noch schöner und die Aufenthaltsqualität abermals gesteigert. Wir erhoffen uns dadurch in der Folge auch eine Frequenzsteigerung bei den BesucherInnen“, sagt Stadler.

Koordinierter Leitungstausch bringt Sicherheit
Im vergangenen Jahr fand in der Kremser Gasse eine koordinierte Erneuerung sämtlicher unterirdischen Leitungen statt. Es wurden die neuen Hauptleitungen der Wasserleitung, Gasleitung und Fernwärmeleitung sowie die Versorgungsleitungen für Strom, Kabelsignal und Telekom verlegt. Des Weiteren wurden die Verkabelung und Fundamentherstellung der Straßenbeleuchtung durchgeführt und der Straßenoberbau sowie eine bituminöse Oberflächenbefestigung hergestellt. Die Einbauten hatten das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und speziell in Hinblick auf die Gasleitungen war der Austausch aus Sicherheitsgründen unumgänglich. Rechtzeitig zum Advent konnten die umfangreichen Bauarbeiten in der Kremser Gasse abgeschlossen werden.
Die für 2018 geplanten Straßenbauarbeiten in dem Teilstück der Kremser Gasse beschränken sich auf die Herstellung der Pflasterung samt der Nebenarbeiten, da bereits im Vorjahr im Zuge der Leitungserneuerungen die baulichen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden.
„Neben der optische Aufwertung der Kremser Gasse, sind nun alle Einbauten auf dem neuesten Stand der Technik und damit ist für die nächsten Jahrzehnte in diesem Teilstück der Kremser Gasse eine hohe Versorgungssicherheit der Häuser und Geschäfte gewährleistet“, sagt Stadler abschließend.

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