St. Pölten Konkret

Leitungstausch in der Domgasse und der Herrengasse

18.02.2019, von Martin Koutny

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Im Bild (1/2): Der Zugung zu den Geschäften wird trotz der Baumaßnahmen in der Herrengasse und ... (Foto: Martin Koutny)
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Im Bild (2/2): ...in der Domgasse stets ungehindert gewährleistet sein. (Foto: Martin Koutny)

Die Einbauten in der Domgasse und der Herrengasse müssen im Jahr 2019 erneuert werden. Baustart ist im März. Trotz der Baustelle ist der Zugang zu allen Geschäften, Dienstleistern und Lokalen ungehindert möglich. Ab 2020 werden die beiden Gassen in neuem Glanz erstrahlen.

Auslöser für die Bauarbeiten ist so wie in der Kremser Gasse das fortgeschrittene Alter der Gasleitungen und der Fernwärmeleitungen, die unbedingt erneuert werden müssen, damit die Betriebssicherheit auch weiterhin gewährleistet bleibt und die Versorgung der Wohnhäuser, Büros und Geschäfte in der Innenstadt für die Zukunft sichergestellt werden kann. Es handelt sich also um eine technisch zwingend notwendige Maßnahme.

Koordiniertes Vorgehen

„Die periodische Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen ist eine Maßnahme um die man nicht umhin kommt. Insofern ist eine Leitungserneuerung in der Fußgängerzone also nichts besonders“, erklärt Baudirektor DI Kurt Rameis.
Die Fußgängerzone ist allerdings ein sensibler Bereich und daher wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, wiederholte Aufgrabungen in den kommenden Jahren zu vermeiden. Deshalb haben sich die Gemeindestraßenverwaltung (Pflasterung und Straßenbeleuchtung), die städtischen Ver- und Entsorgungsbetriebe (Wasserversorgung und Kanal), die Fernwärme St. Pölten Ges.m.b.H. (Fernheizung), die EVN Netz Niederösterreich GmbH (Strom und Gas), die Kabelplus GmbH (Internet, Kabel-TV) und die A1 Telekom Austria AG (Telekommunikation) zusammengetan und eine gemeinsame, koordinierte Erneuerung aller unterirdischen Leitungen vereinbart. Neben den Gas- und Fernwärmeleitungen weisen nämlich auch die anderen Einbauten nur mehr eine geringe Restlebensdauer auf.
So soll eine möglichst zügige und den Geschäftsbetrieb möglichst schonende Abwicklung gewährleistet werden.
In St.Pölten müssen jedes Jahr etwa 10 Kilometer des Straßennetzes für Leitungserneuerungen aufgegraben werden.

Straffer Zeitplan

Geplant ist in einem Zuge eine gemeinsame Sammelkünette für alle Hauptleitungen in der Domgasse und der Herrengasse herzustellen. Aufgrund der Länge des Bauloses ist dann ein übergreifendes Arbeiten möglich, sodass mehrere Tätigkeiten innerhalb der Baustelle gleichzeitig erfolgen können. So kann beispielsweise bei einer Verlegung der Fernwärmeleitung in der Herrengasse gleichzeitig die Wasserleitung in der Domgasse verlegt werden. Diese Arbeitsweise spart Zeit und wird sich positiv auf die Gesamtbauzeit auswirken. Aufgrund der umfangreichen Arbeiten einschließlich der notwendigen Erneuerung der Hausanschlüsse werden die Leitungserneuerungen aber trotzdem die ganze Bausaison von März bis November 2019 in Anspruch nehmen.

Ungestörter Geschäftsbetrieb

Zu sämtlichen Haus- und Geschäftszugängen werden im Grabungsbereich Fußgängerbrücken errichtet, sodass eine Zugangsmöglichkeit während der gesamten Bauzeit gewährleistet ist. Der Fußgängerverkehr wird in den beiden Gassen aufrechterhalten, eine Zufahrtsmöglichkeit wird es aufgrund der zu geringen Restbreite allerdings keine geben.

Neue Pflasterung

Es ist vorgesehen im Jahr 2020 eine Neupflasterung herzustellen. Das kann in kleineren Abschnitten als die Einbautenerneuerung bewerkstelligt werden und wird daher nur mehr eine geringe Störung in den betroffenen Gassen darstellen.
Die Pflasterung bereits 2019 zu erneuern ist straßenbautechnisch nicht empfehlenswert, da solche Aufgrabungen, auch bei sorgfältiger Ausführung, zu nachträglichen Setzungen führen könnten. Es wird daher immer, bei allen Aufgrabungen, eine Setzungsperiode abgewartet, bevor eine endgültige Straßenbefestigung hergestellt wird.

Über 1 Million Euro werden investiert

Den Startschuss für das Projekt wird der Gemeinderat in der Sitzung am 25. Februar 2019 geben.
Allein für die Sanierung des Kanals werden 240.000,-- Euro freigegeben. Alle Einbautenträger zusammen investieren für die Grabungsarbeiten zirka 600.000 Euro, hier sind allerdings die Kosten für das Leitungsmaterial und die Verlegearbeiten noch nicht inkludiert. Für die Pflasterung wird mit Kosten von etwa 500.000 Euro gerechnet.


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