St. Pölten Konkret

160.000 Euro für Strassensanierungen nach Frost

12.03.2015, von Martin Koutny

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Im Bild (1/6): Dieses Schlagloch kann gefährlich sein und wird daher sofort provisorisch ausgebessert. Schon in den frühen Morgenstunden werden täglich Forstschäden vom Wirtschaftshof behoben. (Martin Koutny)
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Im Bild (2/6): Das Kaltmischgut wird eingebracht. (Martin Koutny)
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Im Bild (3/6): Heißasphalt ist um diese Jahreszeit nicht erhältlich, weil der Energieaufwand zu groß wäre und das Teer zu schnell auskühlt und sich nicht mit dem Untergrund verbindet. (Martin Koutny)
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Im Bild (4/6): Mit dem Besen verteilt und ordentlich festgestampft. (Martin Koutny)
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Im Bild (5/6): "Picobello erledigt! Das hält wieder eine Zeit lang", ist sich Thomas Berner vom Wirtschaftshof sicher. (Martin Koutny)
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Im Bild (6/6): Nach wenigen Minuten ist die Schadstelle behoben. Auf zu den nächsten Aufgaben. (Martin Koutny)

So wie jedes Jahr hinterlässt auch heuer die kalte Jahreszeit Frostschäden am 555 km langen Straßennetz der Stadt. So wie jedes Jahr wird auch heuer wieder ein umfangreiches Sanierungsprogramm umgesetzt, sobald es die Temperaturen zulassen.

Für Bürgermeister Mag. Matthias Stadler ist das Procedere für die notwendigen Beschlüsse im Gemeinderat zur Behebung von Frostschäden nach dem Winter langjährige Routine: „Ich habe auch heuer wieder die Anweisung gegeben, dass ein entsprechender Antrag für die nächste Sitzung des Gemeinderates am 23. März vorbereitet wird. Viele Fahrbahnschäden an den Gemeindestraßen können von den Mitarbeitern des Wirtschaftshofs in Eigenregie saniert werden, für gröbere und großflächigere Frostaufbrüche werden wir einen Auftrag an eine Fachfirma vergeben müssen. Die erforderlichen finanziellen Mittel sind im Budget für 2015 vorgesehen.“

Frost brachte fast 100 Schadstellen
In den letzten Wochen hat der Gemeindestraßendienst alle Fahrbahnschäden penibel erhoben und aufgelistet. Derzeit sind 97 Schadstellen bzw. sanierungsbedürftige Straßenstücke registriert. Nach wie vor patrouillieren Mitarbeiter des Straßendienstes durch die Stadt. „Wir bearbeiten ganz unbürokratisch auch alle Hinweise von BürgerInnen, die bei uns oder beim Bürgerservice im Rathaus anrufen. Man braucht Schlaglöcher nicht irgendwo in eine Sammelliste eintragen. Ein kurzer Anruf an der richtigen Stelle genügt“, hält Ing. Walter Krieger fest, der für die Fahrbahnsanierungen zuständig ist. Bei größeren Schlaglöchern, oder wenn Gefahr in Verzug ist, rücken die Mannen des Wirtschaftshofes natürlich sofort aus und reparieren die Schadstellen mit Kaltmischgut.
Der Wirtschaftshof ist nur für die Erhaltung der 407 km langen Gemeindestraßen zuständig, Der Rest sind Landes- bzw. Bundesstraßen, die von den Straßenmeistereien betreut werden. Meldungen über Schäden an Landes- oder Bundesstraßen werden aufgenommen und umgehend an die Straßenmeistereien weitergleitet, die für eine rasche Behebung sorgen.

Kein Heißasphalt im Winter
„In der kalten Jahreszeit können wir Fahrbahnschäden nur provisorisch sanieren, denn im Winter gibt es keinen Heißasphalt. Das verfügbare Kaltmischgut hält bei weitem nicht so viel aus, als der Heißasphalt. Es verbindest sich nicht so gut mit dem Untergrund bzw. dem umgebenden Straßenbelag. Da kann es schon passieren, dass ein Schlagloch mehrmals ausgebessert werden muss, sobald mehrere schwere LKW´s oder Busse darüber gefahren sind. Voraussichtlich wird, wenn die Außentemperaturen passen, nach Ostern der Heißasphalt wieder verfügbar sein und dann werden die notwendigen Arbeiten nach einer Prioritätenliste erledigt. Es macht Sinn, die erforderlichen Beschlüsse erst im Frühling zu fassen weil erst jetzt das volle Ausmaß der Frostschäden ersichtlich ist. Voraussichtlich werden wir insgesamt etwa 160.000 Euro aufwenden müssen, um alle Frostschäden wieder zu beseitigen“, weiß Ing. Erwin Sulzer vom Wirtschaftshof.

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