St. Pölten Konkret

Güterzugumfahrung bald fertiggestellt

04.09.2017, von Anna Putz und Denise Schiffler

Öbb gzu tunnel
Im Bild (1/1): Nationalratsabgeordneter Anton Heinzl, der Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG DI Franz Bauer, Infrastrukturminister Mag. Jörg Leichtfried und Bürgermeister der Stadt St. Pölten Mag. Matthias Stadler freuen sich über die Fertigstellung der GZU St. Pölten – Loosdorf. (Foto: Josef Vorlaufer)

Im Dezember 2017 wird die neue Güterzugumfahrung zwischen St. Pölten und Loosdorf in Betrieb genommen. Mit diesem Lückenschluss wird der viergleisige Ausbau der Westbahnstrecke zwischen Wien und Linz vollendet. Infrastrukturminister Mag. Jörg Leichtfried und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler besuchten die Baustelle.

24,7 km lang ist der Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf, auch als Güterzugumfahrung bekannt, der mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 in Betrieb gehen wird. Das Projekt wurde als zweigleisige Hochleistungsstrecke ausgeführt. Derzeit geht der Güterverkehr noch direkt durch das Stadtzentrum und dicht besiedelte Teile von St. Pölten. Ab Dezember 2017 werden Güterzüge in einem weiten Bogen an diesen Gebieten vorbeigeführt. Durch den Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf (GZU) werden zusätzliche Kapazitäten im Raum St. Pölten geschaffen und so eine Entlastung des Hauptbahnhofes der Landeshauptstadt vom Güterverkehr erzielt.

Bau fertig – Inbetriebnahmephase läuft
Bei einer Baustellenbesichtigung informierte DI Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler sowie den Vorsitzenden des Parlamentarischen Verkehrsausschusses Nationalratsabgeordneten Anton Heinzl über den aktuellen Stand der Arbeiten. Bauer erklärte, dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind und derzeit die Inbetriebnahmephase laufe. Bis Ende des Jahres werden zahlreiche Mess-, Abnahme- und Schulungsfahrten durchgeführt, um die hohen Sicherheitsstandards zu erfüllen.

Verbesserung für den Güterverkehr
Für Infrastrukturminister Jörg Leichtfried bedeutet der Lückenschluss vor allem eine Verbesserung für den Güterverkehr: „Die neue Strecke wird vor allem für den Güterverkehr eine wesentliche Rolle spielen: Mehr Verbindungen und verlässliche Just-in-time Lieferungen sorgen dafür, dass der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird. Vom Ausbau der Weststrecke profitieren zudem die transeuropäischen Transporte.“
Als Teil des Transeuropäischen Netzes wird der Bau von der Europäischen Union kofinanziert.

Beitrag des Lückenschlusses zur Lebensqualität
Bürgermeister Matthias Stadler sieht in der Fertigstellung der Güterzugumfahrung einen weiteren Meilenstein in der Stadtentwicklung: „Durch das Projekt wird St. Pölten deutlich vom Güter- und Durchzugsverkehr entlastet. Das bringt eine Verbesserung der Lebensqualität für alle Anrainerinnen und Anrainer im Stadtzentrum und es steht damit einem weiteren Ausbau der Verbindungen in die Landeshauptstadt, vor allem was den Nahverkehr betrifft, nichts mehr im Wege.“

Kapazitätssteigerung der Westbahnstrecke
Auch Anton Heinzl, Abgeordneter zum Nationalrat und Vorsitzender des Parlamentarischen Verkehrsausschusses, hebt die Vorteile der Güterzugumfahrung hervor: „Die Fertigstellung der GZU St. Pölten ist eine wesentliche Entlastung für die St. Pöltner Bevölkerung und trägt entscheidend dazu bei, die Kapazität der Westbahnstrecke voll auszubauen. Gleichzeitig ist die Beendigung dieses Projekts nach langer Verzögerung ein wichtiger persönlicher Moment für mich. Der heutige Tag beweist wieder einmal: Harte, gemeinsame Arbeit für die Region zahlt sich aus."


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