St. Pölten Konkret

Landeshauptstadt hat genug Trinkwasser

11.08.2015, von Martin Koutny

Trinkwasserversorgung gesichert
Im Bild (1/1): Die Stadt St. Pölten investiert laufend in die Trinkwasser-Infrastruktur und garantiert höchste Versorgungssicherheit. In der Josefstraße werden derzeit die Leitungen erneuert. Andreas Loidold, Polier der Firma Leithäusl, DI Christian Groissmaier von den Hydro-Ingenieuren, der Leiter der Trinkwasserversorgung Erich Breyer und der der Bauleiter der Firma Leithäusl, Ing. Stefan Lackner, bei einem den neu versetzen Hydranten in der Josefstraße. (Josef Vorlaufer)

Während andere Kommunen aufgrund der lange anhaltenden Trockenheit die BürgerInnen zum Wassersparen aufrufen müssen, ist in St. Pölten die Versorgung mit dem kostbaren Lebenselixier gesichert.

Der Wasserverbrauch ist in der Landeshauptstadt aufgrund der Hitze zuletzt stark angestiegen. Die Spitzenfördermenge lag vor kurzem bei 22.000 Kubikmeter pro Tag. Im Jahresdurchschnitt werden 16.000 Kubikmeter täglich gefördert. Mit Anhalten der Trockenheit hat sich der Verbrauch auf etwa 20.000 Kubikmeter pro Tag eingependelt.

So viel Wasser trinken wie möglich
Der Leiter der Trinkwasserversorgung Erich Breyer versichert, dass das kühle Nass nicht knapp wird. „Am liebsten ist es uns, wenn so viel Wasser getrunken wird wie nur möglich, das steigert unseren Umsatz“, meint Breyer augenzwinkernd mit einem Schmunzeln, denn „frisches Trinkwasser ist sehr gesund und vor allem viel billiger als alle anderen Getränke.“ Er weist natürlich darauf hin, dass man nicht nur in Zeiten der Trockenheit sorgsam und sparsam mit dem kostbaren Lebensmittel aus der Wasserleitung umgehen soll.

Wasserverbrauch 223 Liter pro Kopf
Die Wasserversorgung der Stadt wird durch die so genannte "Ur-Traisen" gesichert. Diese ist ein in 15 bis 30 Meter Tiefe fließender Grundwasser-Begleitstrom, der, von den Kalkalpen kommend, unter der sichtbaren Traisen zur Donau fließt.
„Der Grundwasserspiegel in unseren Brunnen hat im Jahresdurchschnitt eine natürliche Schwankungsbreite von zwei Metern. Aufgrund der Trockenheit ist der Grundwasserspiegel innerhalb dieser normalen Schwankungsbreite um einen halben Meter gesunken. Die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser und die Wasserversorgung der Betriebe stellt somit überhaupt kein Problem dar“, weiß Breyer.
Das Trinkwasser wird in zwei Brunnenfeldern mit sieben Brunnen gefördert und über rund 400 km Hauptleitungen und 12.000 Wasserhausanschlüsse an die Verbraucher geliefert. 2014 wurden rund 6 Millionen m³ Wasser gefördert, der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt pro Kopf und Tag bei 223 Liter.
Das geförderte Wasser wird monatlich chemisch und bakteriologisch untersucht, insgesamt wurden im Vorjahr 214 Proben entnommen. Die Befunde attestierten stets ein einwandfreies Trinkwasser aus allen Anlagen.

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