St. Pölten Konkret

Stadler: „Adl will Mogelpackung als verfrühtes LUP-Wahlzuckerl!“

19.10.2015, von Martin Koutny

lup wahlzuckerl
Im Bild (1/1): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler: "Wir verhandeln seit Monaten mit Vertretern des VOR, des Bundes und des Landes NÖ über Verbesserungen und über die Finanzierung des LUP-Bussystems." (Foto: Josef Vorlaufer)

In einem Schreiben an alle St. PöltnerInnen fordert Vizebürgermeister Ing. Matthias Adl eine deutliche Reduktion der Kosten für das LUP-Jahresticket. Bürgermeister Mag. Matthias Stadler bezeichnet das als „verfrühtes Wahlzuckerl“.

Das öffentliche Verkehrssystem der LUP-Busse muss im kommenden Frühjahr neu ausgeschrieben werden. Seit Monaten wird im Rathaus mit den Vertretern des VOR, dem Bund und dem Land NÖ verhandelt. Die Verhandlungen sind schwierig, geht es doch um die langfristige finanzielle Absicherung des attraktiven LUP-Bussystems in der Landeshauptstadt, das immerhin von 5 Mio. Fahrgästen genutzt wird.

In der vergangenen Woche erhielten die St. Pöltner Haushalte Post von Vizebürgermeister Ing. Matthias Adl. In dem Schreiben forderte er eine Kostenreduktion bei den LUP-Jahreskarten.

„Ein attraktives öffentliches Verkehrsnetzt ist nur mit Partnern zu finanzieren. Der Zuschussbedarf für die Betriebskosten des LUP beträgt jährlich 5 Mio. Euro und wird von Stadt, Bund und Land getragen. Die Stadt schießt für das Bussystem in diesem Jahr mehr als 2,5 Mio. Euro zu. Wenn Ing. Matthias Adl kein politischer Scharlatan sein will, dann soll er endlich seine Verhandlungsergebnisse für einen billigeren LUP auf den Tisch legen und sagen, wie er das finanzieren will. Wir sind in ständigen Gesprächen mit unseren Partnern und von denen wissen wir, dass Vizebürgermeister Adl dort nicht vorgesprochen hat. Adl streut den St. PöltnerInnen Sand in die Augen, indem er eine Mogelpackung als verfrühtes LUP-Wahlzuckerl verteilt. Durch die Zusammenarbeit mit VOR ergeben sich einige Vorteile für die Nutzer des öffentlichen Verkehrs. Aus dem VOR-Tarifsystem auszusteigen birgt für die PendlerInnen und andere NutzerInnen des öffentlichen Verkehrs nämlich die Gefahr, dass es damit zu empfindlichen Verteuerungen kommt, weil das Zonen-System des Zentralraumes mit der Bundeshauptstadt direkt verknüpft ist. Wir haben ein ganzes Konvolut von Verbesserungsvorschlägen für die LUP-Busse. Der Vizebürgermeister stellt ständig irgendwelche Forderungen auf, um später sagen zu können, das sei alles nur passiert, weil er sich dafür eingesetzt hat. Fakt ist: Vizebürgermeister Adl hat sich bisher in keiner Form aktiv in die laufenden Verhandlungen eingeschaltet und keinen Beitrag zur Verbesserung des LUP geleistet. Wir werden jedenfalls die Gespräche mit unseren Partnern auf seriöser Ebene weiterführen und zu einem positiven Verhandlungserfolg kommen. Ich lasse den LUP von der ÖVP nicht schlechtreden“, stellt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler klar.


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