St. Pölten Konkret

Preiswert mit dem LUP fahren

14.12.2015, von Martin Koutny

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Im Bild (1/2): LUP-Fahren ist preiswert und ab 1. Jänner 2016 gibt es weitere Vergünstigungen. (Foto: Josef Vorlaufer)
LUP-Tickets ÖKO Shopping Monatskarte
Im Bild (2/2): Ab 1. Jänner 2016 gibt es die neue ÖKO Shopping Monatskarte um nur 19 Euro und ZeitkartenbesitzerInnen fahren um 2 Euro mit dem Anruf-Sammeltaxi.

Bei den LUP-Tickets gibt es zahlreiche attraktive Angebote. Neu ist ab 1. Jänner 2016 das ÖKO-Shopping Monatsticket um nur 19 Euro und ZeitkartenbesitzerInnen fahren um nur 2 Euro mit dem Anruf-Sammeltaxi.

Das Tarifsystem des LUP bietet zahlreiche Vergünstigungen. Ein Blick auf mögliche Preisnachlässe und neue Vergünstigungen zahlt sich für die vielen BenutzerInnen allemal aus, um in der Landeshauptstadt noch preiswerter unterwegs zu sein.

Vorverkauf nutzen! Zeit sparen, Geld sparen.
Mit dem Erwerb einer Streifenkarte spart man 50 Cent pro Fahrt. Fünf Fahrten kosten 7,90 Euro, die Einzelfahrt somit nur mehr 1,58 Euro. Es zahlt sich also aus, eine Streifenkarte als Reserve in der Geldbörse zu haben und beim Einsteigen Zeit zu sparen.

Ermäßigte Einzelfahrkarte und Tageskarten
Eines der preiswertesten Angebote in Niederösterreich ist der ermäßigte Einzelfahrschein um nur 1,10 Euro oder die ermäßigte Tageskarte um nur 2,50 Euro für Kinder, Familien, SeniorInnen ab dem 61. Lebensjahr oder für Behinderte.
Der Vollpreis für die Einzelfahrt beträgt 2,10 Euro, wobei – wie bereits erwähnt, - die Anschaffung einer Streifenkarte weitaus günstiger kommt. Die übertragbare Tageskarte gibt es um 4,70 Euro für beliebig viele Fahrten.

Noch günstiger mit Zeitkarten
Beim Kauf einer Wochenkarte um 11,90 Euro fährt man sechsmal in der Woche den ganzen Tag mit dem LUP um nicht einmal 2 Euro. Bei der Monatskarte wird es noch günstiger: Die kostet 37,20 Euro, umgerechnet auf den einzelnen Tag liegt der Fahrpreis bereits unter 1,50 Euro. Das neue ÖKO-Shopping Ticket kostet gar nur mehr 19 Euro und gilt für Fahrten zwischen 8.30 und 16.30 Uhr, der Tagespreis liegt hier bei 75 Cent. Das ÖKO Shopping Ticket zielt darauf ab, die Fahrgastzahlen außerhalb der Stoßzeiten zu heben und den Handel zu beleben.
Alle Zeitkartenbesitzer zahlen am 1. Jänner 2016 einheitlich nur mehr 2 Euro pro Fahrt mit dem Anruf-Sammeltaxi auf.

Jahreskarte wird ab 2017 noch attraktiver
Für regelmäßige Fahrten ist das Jahresticket um 372 Euro zu empfehlen. Ab 2017 wird es kürzere Intervalle auf der Hauptachse, zwei zusätzliche Linien und eine noch bessere Abdeckung des Stadtgebietes geben. Der Betrieb an Sonn- und Feiertagen steht in Aussicht. Der Preis für die tägliche Nutzung liegt dann bei nur mehr 1,01 Euro pro Tag.

Weitere Informationen über Fahrpreisermäßigungen und die Vorverkaufsstellen sind auf der Homepage der Stadt unter www.st-poelten.gv.at zu finden.

Gerechte Tarife sichern die Zukunft des LUP
Im Übrigen gelten die LUP-Fahrscheine auch für die Regionalbusse und die Bahnstrecken innerhalb des Stadtgebietes, weil die Fahrkartenpreise des LUP in das Tarifsystem des VOR für Wien, Niederösterreich und das Burgenland eingebunden sind. Das heißt, es wird ein Gesamtsystem in der Planung und Umsetzung des öffentlichen Verkehrs angeboten, für das die Fahrgäste auch einen gewissen Beitrag durch den Erwerb der Fahrkarten leisten.
„Wir planen für 2016 eine grundlegende Reform des Tarifsystem für ganz Niederösterreich“, erklärt VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn MBA. „Dabei werden die verschiedenen Tarifsysteme, die es derzeit in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland gibt, zusammengefasst und vereinheitlicht. Auch der LUP soll in dieses neue System integriert werden“, so Bohrn weiter.

Experte gegenüber billigen Jahrestickets skeptisch
Schweizer Knowhow und Präzision helfen nicht nur der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft auf die Sprünge, sondern sorgen auch für mehr Komfort beim LUP Angebot: Der anerkannte Verkehrsplaner Dipl.-Ing. Hannes Müller aus Zürich konzipiert das LUP Angebot seit 2007 und nimmt im Auftrag der Stadt laufend Verbesserungen basierend auf den Wünschen der Bevölkerung, der Stadtentwicklung und den verkehrstechnischen Notwendigkeiten vor. Er steht Fahrpreisvergünstigungen skeptisch gegenüber: „Die Preiselastizität ist nicht sehr hoch und man muss am Schluss Bilanz ziehen.“

LUP-Betrieb kostet 9 Mio. Euro im Jahr
„Ein öffentliches Verkehrsnetz kann nicht kostendeckend betrieben werden, sonst wären die Fahrpreise wesentlich höher“, betont Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.
Die Betriebskosten für das LUP-Bussystem betragen rund 9 Millionen pro Jahr. 4 Millionen kommen durch den Verkauf der Tickets herein, den Rest von etwa 5 Mio. Euro werden ab 2017 der Bund, das Land und die Stadt zu je einem Drittel bezahlen.
„Ein billigeres Jahresticket macht den LUP also insgesamt nicht billiger, sondern es wird der Zuschussbedarf der öffentlichen Hand höher. In Städten mit billigeren Jahrestickets werden die Fahrpreise aus anderen Budgetmitteln mitfinanziert. Das bedeutet de facto, dass jene, die nicht mit dem LUP fahren noch mehr für den Betrieb bezahlen müssten als jene, die ihn nutzen“, erklärt das Stadtoberhaupt.
Mit den Ticketpreisen für den LUP liegt St. Pölten gegenüber vergleichbaren Städten in NÖ sehr gut. Städte mit billigeren Jahrestickets wie z. B. Wien oder Graz kann man weder in der Struktur noch verkehrstechnisch mit St. Pölten vergleichen.
Stadler weiter: „Man darf auch nicht übersehen, dass Städte, die billigere Jahrestickets eingeführt haben, gleichzeitig die Fahrpreise für die Tageskarten und andere Fahrscheine, die aber von vielen genutzt werden, empfindlich angehoben haben. Es geht darum, ein ehrliches, gerechtes und attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis zu haben und den Ausbau des Öffi-Netzes für die Zukunft zu sichern. Letztlich bringt das Verschleudern von Billig-Tickets das gesamte Finanzierungssystem des öffentlichen Verkehrs ins Wanken.“

Fahrpreise betriebswirtschaftlich nachhaltig gestalten
Betriebswirtschaftlich nachhaltig ist es, das durch den Fahrkartenverkauf eingenommene Geld in den weiteren Ausbau und in den allgemeinen Komfort zu investieren. Ein attraktives Angebot hat auf lange Sicht mehr BenutzerInnen zur Folge. Nur so kann der gewünschte Lenkungseffekt des öffentlichen Verkehrs erzielt werden. In jenen Städten, in denen geförderte Billigtarife eingeführt wurden, konnten zwar mehr Billig-Tickets verkauft werden aber unter dem Strich war der Zuschussbedarf deutlich höher, weil nicht nur die Differenzbeträge finanziert werden müssen, sondern auch die notwendigen Begleitmaßnahmen (zusätzliche Busse, Personal) und die finanziellen Einbußen beim Verkauf von Tages-, Wochen-, und Monatskarten.


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