St. Pölten Konkret

Der neue LUP startet am 4. September

24.08.2017, von Martin Koutny

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Im Bild (1/5): bmvit-Ministerialrat Mag. Gerhard Seiler, Dr. Judith Zeidlinger, Leiterin des Bürgerservice im Rathaus, Vizebürgermeister Ing. Franz Gunacker, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Prokurist Mag. Werner Gumprecht vom Busunternehmen Dr. Richard, DI Sabine Zuklin.-Pollany (Zuklinbus) und VOR-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Schroll präsentieren den neuen Lup, der ab 4. September seinen Betrieb aufnimmt. (FOTO: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/5): Neu wird auch das Dynamische Fahrgastinformationssystem. Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und VOR-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Schroll bei einem von 25 neuen DFI. (FOTO: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (3/5): Viel wird in neue Haltestellen investiert: Ein LUP-Hotspot entsteht vor dem neuen Eingang des Universitätsklinikums. (FOTO: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (4/5): Insgesamt wurden 33 neue Busse von den Verkehrsunternehmen Dr. Richard und Zuklinbus angeschafft. Vor-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Schroll und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler präsentieren das neue Wagenmaterial. (FOTO: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (5/5): Ab 4. September in St. Pölten unterwegs: Der neue LUP. (Foto: Josef Vorlaufer)

Eine erste Probefahrt des neuen LUP in St. Pölten zeigt: Die Fahrgäste können sich freuen! Die neuen Busse geben ordentlich Gas und sind überaus komfortabel. Zudem wird das Angebot beträchtlich erweitert, Sonn- und Feiertagsverkehr inklusive!

11 Tage vor dem Start des neuen LUP drehen die neuen LUP-Busse erstmals eine Runde durch St. Pölten. Im Rahmen eines Pressetermins präsentieren St. Pöltens Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Vertreter des VOR sowie der beiden Verkehrsunternehmen Dr. Richard und Zuklinbus den MedienvertreterInnen das neue öffentliche Verkehrssystem in der niederösterreichischen Landeshauptstadt, das am 4. September in Betrieb gehen wird.

Vorfreude beim Bürgermeister
Bürgermeister Mag. Matthias Stadler ist nach der Probefahrt hochzufrieden: „Zum 10-jährigen Jubiläum des LUP ist es uns gelungen, den LUP noch attraktiver zu machen. Während andere Städte den öffentlichen Verkehr zurückschrauben, bauen wir unser Bussystem LUP weiter aus. Ich sage es aber auch ganz offen: Ohne die Unterstützung des Bundes und des Landes Niederösterreich wäre das nicht möglich gewesen und ich möchte mich an dieser Stelle bei Bundesminister Mag. Jörg Leichtfried und Verkehrslandesrat Mag. Karl Wilfing bedanken.“

Gute Zusammenarbeit
Das St. Pöltner Stadtoberhaupt lobt die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Verkehrsverbund Ost-Region VOR: „Es ist wichtig, dass wir mit dem VOR einen starken und kompetenten Partner, der uns bei der Umsetzung unserer Ziele unterstützt, an unserer Seite haben.“

Neuvergabe erfolgreich umgesetzt
Seitens des VOR betont Geschäftsführer Mag. Wolfgang Schroll „Mit der aktuellen Neuvergabe des St. Pöltener Stadtverkehrs können wir zu einem sozial verträglichen, kunden- und natürlich auch umweltfreundlichen Mobilitätssystem in der Ostregion beitragen“. Schroll macht insbesondere auf die in den Ausschreibungen des VOR üblichen Sozial- und Qualitätskriterien aufmerksam. Vorgaben bezüglich des Alters und der Qualität der eingesetzten Busse oder die Bewertung von Lehrlingsquoten oder des Anteils älterer Angestellter bei den Verkehrsunternehmen sind Bestandteil des im VOR angewandten Bestbieterprinzip bei Ausschreibungen.

Jetzt schlägt´s 13
Durch die beiden zusätzlichen Linien erhöht sich ab September die Zahl der LUP-Linien auf 13. Die Zahl der Haltestellen steigt auf 377. Die Reichweite des LUP erreicht damit Rekordwerte. 93% der St. Pöltner Wohnbevölkerung werden ab 4.September eine LUP-Haltestelle in 5-Minuten-Gehdistanz haben. „Ein Wert, der uns echt stolz macht. Wir erwarten uns dadurch auch, dass wir die Fünf-Millionen-Marke bei den Fahrgästen überspringen“, wie Bürgermeister Mag. Stadler betont.

Mobil an Sonn- und Feiertagen
Neu wird auch die Einführung des Sonntagbetriebs auf den Linien 1, 5, 6 sein, womit die wichtigsten St. Pöltner Institutionen (Universitätsklinikum, Hauptbahnhof, Friedhof, Viehofner Seenerlebnis) auch an Sonn- und Feiertagen mit dem LUP erreichbar sein werden.

Die wichtigsten Verbesserungen

  • Zehn-Minuten Takt auf der Nord-Süd Achse Mühlweg - Josefstraße
  • weitere Erschließung des St. Pöltner Westens (Ragelsdorf, Weitern)
  • verbesserte Anbindung der Stadtteile Ratzersdorf, Wagram und Viehofen.
  • Einführung des Sonntagsverkehrs auf den Linien 1, 5, 6
  • Die gefahrenen Jahreskilometer steigen auf 2,2 Mio. Kilometer
  • Mehr Platz auf den Linien 10 und 11 durch größere Busse
  • Gratis Wlan in allen Bussen

Genauere Informationen zu den Veränderungen finden Sie unter www.st-poelten.gv.at.

Was das kostet
Die jährlichen Kosten für den neuen LUP werden auf ca. 6,7 Mio. Euro geschätzt, wobei ca. 3,3 Mio. Euro durch Ticketverkäufe abgedeckt werden. Den Abgang von ca. 3,4 Mio. Euro teilen sich der Bund, das Land Niederösterreich und die Stadt St. Pölten.

DFI informiert die Fahrgäste
Erneuert wird auch das Dynamische Fahrgast-Informationssystem (DFI). Das alte System ist nach zehn Jahren ans Ende seiner Lebensdauer gekommen. An 25 Standorten werden Fahrgäste in Echtzeit über die Ankunft der Busse informiert. Die Kosten von 433.000 Euro trägt zur Gänze die Stadt St. Pölten. Das neue DFI verfügt an ausgewählten Standorten auch über eine akustische Ansage für sehbehinderte Personen.

Neue komfortable Busse
Zum Einsatz kommen im St. Pöltner Stadtverkehr neue umweltfreundliche (Euro VI-Abgasnorm) Busse, welche barrierefrei im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes sind. Die Fahrzeuge sind mit einem neuen Fahrgastinformationssystem ausgestattet und werden die Benutzbarkeit des öffentlichen Verkehrs für alle Fahrgäste in St. Pölten weiter vereinfachen. Für Kurzweile während der Fahrt sorgt das Gratis-Wlan.

Bauliche Maßnahmen
Zwischen Hauptbahnhof und Universitätsklinikum wurde über die Sommermonate fleißig umgebaut. Durch die anstehende Verlegung des Haupteingangs des Universitätsklinikums mussten auch Linienführung und Haltestelle geändert werden. Die neue Haltestelle liegt nun für alle LUP-Linien, die das Krankenhaus ansteuern, im Kreuzungsbereich Kremser Landstraße/Propst Führer Straße. Der zweite wichtige Bauabschnitt war die Daniel-Gran-Straße, wo zwei neue Ampelanlagen und eine neue Busspur installiert wurden. Diese sollen vor allem der Sicherheit der Schulkinder der Daniel-Gran-Volksschulen dienen. Eine neue Ampelsteuerung soll für Vorrang für den LUP sorgen.
In die Verbesserung der bestehenden und in 32 neue Haltestellen investierte die Stadt St. Pölten darüber hinaus 273.000 Euro, wobei ein Teil der Haltestellen vom Städtischen Wirtschaftshof in Eigenregie umgebaut wurden.

Intensive Vorbereitung
Am 4. September gehen für Bürgermeister Stadler über drei Jahre intensiver Vorbereitung auf den neuen LUP zu Ende. „Wir hoffen, dass sich dieser Zeitaufwand gelohnt hat und wir sind zuversichtlich, dass die Qualitätsverbesserung auch Zuwächse in den Fahrgastzahlen bringt. Die Stadt lässt sich den LUP einiges kosten. Zu den rund 1,6 Mio. Euro, die wir heuer für die Deckung des Abgangs aufwenden, haben wir weitere 1,3 Mio. Euro für die Verbesserung der LUP-Infrastruktur in die Hand genommen.“

LUP soll weiter wachsen
Zum Abschluss wagte der Bürgermeister auch einen Blick in die Zukunft: „St. Pölten wächst in beachtlichem Tempo. Vieles was in den nächsten Jahren erst entstehen wird, nimmt der neue LUP schon vorweg. Aber es uns ist bewusst, dass mit der Stadt auch der LUP mitwachsen muss. Denn eine Stadt ohne funktionierendes Bussystem ist eine Stadt ohne Lebensqualität!“

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