St. Pölten Konkret

Brückenschluss für neue Traisenbrücke

28.06.2016, von Heinz Steinbrecher

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Im Bild (1/2): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll beim Brückenschluss für die neue Traisenbrücke. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/2): Die neue Traisenbrücke ist ein Herzstück der Kerntangente Nord. (Foto: Josef Vorlaufer)

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler nahmen heute den Brückenschluss für die neue Traisenbrücke, das Herzstück der Kerntangente Nord in St. Pölten, vor.

Die neue Traisenbrücke Die Sechsfeldbrücke mit einem Flusspfeiler und gestaffelten Feldweiten, mit Stützweiten zwischen 18 und 31 m, einer Gesamtlänge von 165 m und einer Breite von 14 m wird von der Baufirma HABAU errichten. Im Süden ist ein Gehweg mit einer Breite von 2,5 m und einer Aussichtsplattform in Flussmitte vorgesehen. Im Norden kommt ein Geh- Radweg mit einer Breite von 4,0 m zur Ausführung. Im Bereich des westlichen Widerlagers der Brücke ist eine Lärmschutzwand vorgesehen, beginnend ca. 50 m vor der Brücke und endet ca. in Brückenmitte (Gesamtlänge rd. 125 m, Höhe 1,5 – 2,5 m).

Zahlen Fakten Daten der Traisenbrücke:
• Länge: 165 m
• Gesamtlänge der Bohrpfähle: 415 lfm
• Beton: 2.017 m³
davon Tragwerk : 1.230 m³
• Baustahl: ca. 400 t
• Abdichtungsfläche: 2.240,00 m²
• Brückenfläche: 2.312,00 m²

Die neue Kerntangente Nord
Mit der Kerntangente Nord wird der äußere Ring um die St. Pöltner Innenstadt geschlossen. Dieser äußere Ring soll das Zentrum über den Schulring, den Schießstattring, Praterstraße, Daniel-Gran-Straße, Eybnerstraße und Rennbahnstraße umschließen und mit einer neuen Traisenbrücke südlich der bestehenden Eisenbahnbrücke die Verbindung nach Wagram bringen. Dort wird die Kerntangente in die B 1 einmünden. Auf der neuen Kerntangente Nord wird mit einem Verkehrsaufkommen von rund 11.500 Fahrzeugen gerechnet.

Verkehrsentlastung für die Innenstadt
Die Kerntangente Nord ist eines der großen Projekte des Generalverkehrskonzeptes der Stadt St. Pölten. Mit dem Ausbau einer leistungsfähigen Ost-West Straßenverbindung, nördlich der Altstadt, zwischen der B1 Wiener Straße im Osten und der Praterstraße L 100 im Westen soll eine Entlastung der Straßenzüge zum Regierungsviertel / Kulturbezirk und zur Altstadt St. Pöltens erreicht werden.

Umfangreiches Bauprojekt
Das Bauprojekt beinhaltet den Neu- und Umbau der Willi Gruber Straße zwischen der B1 Wiener Straße und Eybnerstraße, die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Rennbahnstraße und Willi Gruber Straße, die Sanierung der Rennbahnstraße bis zur Klostergasse, die Sanierung der Eybnerstraße bis zur Klostergasse, den Umbau des Kreuzungsbereiches Willi Gruber Straße/Eybnerstraße sowie Eybnerstraße/Herzogenburger Straße. Das Herzstück ist jedoch der Neubau der Brücke über die Traisen.

5,7 Millionen Euro werden investiert
Die Gesamtbaukosten von 5,7 Millionen Euro werden zu je 50 % von der Stadt St. Pölten und dem Land NÖ getragen. Der Baubeginn der Kerntangente Nord St. Pölten erfolgte im Oktober 2015. Die Verkehrsfreigabe ist Ende Jänner 2017 geplant. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll sieht in diesem Projekt „eine weitere wichtige Verbesserung der Verkehrssituation in der Landeshauptstadt. Seit 1988 wird damit alleine im Zentrum von St. Pölten die dritte neue Traisenbrücke errichtet.“ Die bereits bestehenden Traisenbrücken werden durch die neue Kerntangente entlastet, so Pröll. So werde die Brücke auf der Wiener Straße um rund 20 Prozent, die B 1-Traisenbrücke um rund 10 Prozent entlastet.


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